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Der Mythos um den 29. Februar

Heute ist der 29. Februar. Für alle, die Geburtstag haben, bedeutet das, dieses Jahr endlich mal am richtigen Tag feiern zu können – in Nicht-Schaltjahren müssen sie laut Gesetz (Paragraph 188 BGB) auf den 1. März ausweichen. Alle anderen Menschen dürfen sich über einen geschenkten Tag freuen. 24 Stunden voller Möglichkeiten.

Warum gibt es den 29. Februar?

Warum gibt es überhaupt einen Tag mehr? Das liegt daran, dass die Erde nicht genau 365 Tage braucht, um die Sonne zu umrunden, sondern 365,2422 Tage. So gibt es einen „Überschuss“. Ohne das Ausgleichen durch das Schaltjahr würden sich im Lauf der Zeit die Jahreszeiten verschieben.

Komplizierte Berechnungen

Es gibt noch ein paar komplizierte Tatsachen. Etwa jene, dass viermal 0,2422 nicht 1 ergeben, sondern nur 0,9688, was auch irgendwann zu Verschiebungen führen würde – und deshalb gibt es noch weitere Regeln: Wenn ein Jahr durch vier teilbar ist, ist es ein Schaltjahr. Wenn es durch 100 teilbar ist, ist es KEIN Schaltjahr. Und wenn es durch 400 teilbar ist, ist es ein Schaltjahr. 2020 ist jedenfalls ein Schaltjahr, denn es lässt sich nicht durch 100 oder 400 teilen, aber durch vier. Ziemlich kompliziert, oder?

Übrigens hat es auch mal einen 30. Februar gegeben. Das war 1712 in Schweden. Damit sollte der Schwedische dem Julianischen Kalender angepasst werden.

Manche glauben, es sei ein Unglückstag

Lassen Sie sich nicht beirren, wenn Leute sagen, der 29. Februar sei ein Unglückstag. Ja, es ist das seltenste Datum im Kalender, und das reicht schon, um den Tag mit Mythen zu beladen. Als Hochzeitstermin ist er nicht beliebt, aber nicht, wie manche glauben, weil die Ehe unter einem schlechten Stern steht, sondern weil man dann so selten Hochzeitstag feiern kann.

In aller Welt gibt es Legenden und Aberglauben, von schlecht gedeihenden Pflanzen über kaltes Wetter bis zu grundsätzlichem Unheil. Statistiken bestätigen das freilich nicht. Es gibt also keinen Grund, sich wegen dieses Datums Sorgen zu machen.

Der 29. Februar weicht vom Normalen ab

Wie kommt es eigentlich, dass Schaltjahre einen so schlechten Ruf haben? Das liegt, so sagt jedenfalls das „Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens“, daran, dass es vom Normalen abweicht. Dadurch setzt es sich stärker im Gedächtnis fest. Will heißen: Wir haben ein schlechtes Gefühl, weil wir ein schlechtes Gefühl erwarten.

Versuchen wir es heute doch einfach mal mit einem guten Gefühl. Der 29. Februar ist ein zusätzlicher Tag. Ein Geschenkt. Vergeuden wir ihn nicht, sondern genießen wir ihn. Mit allem, was er zu bieten hat.

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