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Mit Champagner ins neue Jahr

Champagner ist die wohl edelste Form, das neue Jahr zu begrüßen. Dieses Getränk, dessen Herstellung ein Mythos ist. Und für das man schon mal ein Vermögen ausgeben kann. Damit es „Champagner“ heißen darf, muss es ziemlich viele Bedingungen erfüllen. Und vor allem: sehr lange reifen.

Wo Champagner herkommt

Wichtigste Bedingung ist die Herkunft: Champagner muss aus dem französischen Weinbaugebiet Champagne stammen und nach der „Méthode champenoise“ hergestellt werden. Erst wird aus dem Most der Grundwein durch alkoholische Gärung hergestellt. Die Kohlensäure entsteht bei der zweiten Gärung in der Flasche.

Drei Sorten, drei Aromen

Drei Rebsorten werden traditionell in der Champagne angebaut: Charonnay, Pinot Noir (Spätburgunder) und Pinot Meunier (Schwarzriesling oder Müllerrebe). Sie alle geben dem edlen Getränk die unterschiedlichen Geschmacks-Nuancen. Chardonnay zum Beispiel spendiert ein Aroma, das an Himbeeren erinnert, Pinot Meunier steht für vanillige und pfeffrige Noten und bei Pinot Noir wird es fruchtig.

Lange Reifungszeit

Typisch für Champagner sind die äußerst feinen Perlen – das liegt daran, dass die Kohlensäure nicht wie beim Sekt hinzugefügt wird, sondern sich in der Flasche entwickelt. Denn Champagner darf mindestens 15 Monate reifen, auch drei Jahre sind nicht selten.

Die Cuvée

Exakt 160 Kilogramm Traubengut sind nötig, um 102 Liter Most zu gewinnen, und nur die ersten 82 Liter (die Cuvée) sind hochwertig genug, um als richtig guter Champagner zu enden. Der Rest wird noch zweimal gepresst und heißt dann „Première“ und „Deuxième Taille“ – sie sind etwas bitterer und für die besten Champagner nicht geeignet. Ein Jahrgang steht übrigens meistens nicht auf der Flasche, denn Champagner wird aus Weinen verschiedener Jahre verschnitten. Meist bestehen etwa 70 Prozent des Getränks aus dem aktuellen Jahrgang und der Rest aus älteren Jahrgängen.

Einmal täglich drehen

Für die zweite Gärung werden dem Getränk Rohr- oder Rübenzucker und ein bisschen Hefe zugefügt. Einige weitere Schritte später werden die Flaschen in speziellen Halterungen („lattes“) gehängt und müssen dann täglich gedreht werden – eine Aufgabe, für die viel Geschick notwendig ist. Und ganz zum Schluss kommt noch die „Dosage“ dazu, die z.B. aus Süßwein bestehen kann und ein Geheimnis der Hersteller ist.

Einige Sorten sind richtig teuer

Angesichts der komplizierten Produktion ist es kein Wunder, dass gute Champagner richtig teuer sind. Ein Dom Pérignon aus dem Haus Moët et Chandon kann schon mal 300 Euro kosten. Es gibt aber auch preiswerte und wirklich gute Champagner aus dem Supermarkt, etwa „Grand Plaisir“ von Edeka, für den man etwa 13 Euro zahlt.

Das älteste Champagnerhaus der Welt

Das älteste Champagnerhaus der Welt ist übrigens Ruinart. Es wurde 1729 in Reims gegründet, vom Tuchhändler Nicolas Ruinart. Der übernahm die Vorliebe für das Getränk von seinem Onkel, dem Benediktinermönch Dom Thierry Ruinart.

Aroma aus Früchten, Beeren und Gewürzen

Champagner Ruinard Rosé Foto: Silke Böttcher
Champagner Ruinart Rosé Foto: Silke Böttcher

Ihren besonderen Geschmack bekommen die Ruinart-Champagner von der Rebsorte Chardonnay, und sie reifen im hauseigenen Kreidekeller bis zu drei Jahre für eine Sorte ohne Jahrgang und bis zu zehn Jahre für einen Dom Ruinart (der dann aber auch mit bis zu 250 Euro zu Buche schlägt).

Eine Besonderheit ist der elegante Ruinart Rosé (kleines Foto links), der zu 45 Prozent aus Chardonnay und zu 55 Prozent aus Pinot Noir besteht und für seine Aromenmischung aus Kirschen, roten Beeren, exotischen Früchten, Rose und Gewürzen wie Tonkabohne und Muskatnuss geliebt wird.

Leckere Alternativen

Auch gute Schaumweine werden durch Flaschengärung hergestellt. In Frankreich heißen sie dann Crémant, in Spanien Cava, in Italien Spumante und in Deutschland Winzersekt. Und der Prosecco? Das ist ein geschützter Begriff für Schaumwein (also Spumante) und Perlwein (also Frizzante) aus den Provinzen Friaul und Venetien.

Anstoßen mit Perlen: Champagner & Co.

Ob Champagner, Sekt oder Prosecco – Auswahl genug gibt es für jede geschmackliche Vorliebe (und jeden Geldbeutel). In dem Sinne: Prosit Neujahr!

Weitere edle Genüsse:

Rausch-Schokolade

Makrönchen-Manufaktur

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