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Warum Dankbarkeit das Leben verändern kann

Sie gehört zu den ganz altmodischen Gefühlen. Das liegt sicher auch daran, dass Dankbarkeit nichts Lautes an sich hat. Cool ist sie auch nicht. Dabei kann sie unser Leben verändern. Grund genug, sich mal mit ihr zu beschäftigen.

Dankbarkeit – wofür eigentlich?

Wofür, so mag sich jetzt mancher fragen, soll ich denn dankbar sein? Mein Job ist nicht sicher, die Welt wird immer kriegerischer und ich werde meine Erkältung einfach nicht los. Und das sind alles gute Gründe, mit dem Leben zu hadern. Sie gehen auch nicht weg, bloß weil man sich entschließt, künftig häufiger dankbar zu sein. Aber es ändert sich etwas. Langsam.

Viele kleine und große Momente

Wer sich ein paar Gedanken macht, findet in seinem Leben nämlich immer etwas, wofür er dankbar sein kann. Da ist der Partner, mit dem man seit vielen Jahren zusammen und immer noch glücklich ist. Die beste Freundin, die auch dann noch zu einem hält, wenn es einem mal so richtig mies geht. Die Familie, die einem das Gefühl gibt, immer willkommen zu sein. Oder der Moment, in dem einem der Arzt die Ergebnisse einer Untersuchung mitteilt und Angst der Erleichterung weicht.

Gutes Leben

Es müssen aber auch nicht immer die ganz großen und auch nicht nur ganz persönliche Gründe sein. Wir können dafür dankbar sein, dass wir in einem Land leben, in dem es keinen Krieg gibt und in dem man sich frei bewegen kann (wenn man sich so umschaut, gibt es viele nicht mal weit entfernte Länder, in denen das nicht so ist). Dass wir eine Wohnung und gutes Essen haben und sogar hin und wieder in den Urlaub fahren können.

Wenn das Glas halb voll ist

Es lohnt sich, mal darüber nachzudenken, wofür wir dankbar sein können. Die wichtigsten Menschen in unserem Leben sind gesund – ist das nicht wunderbar? Die Probleme, die uns plagen, gehen davon zwar nicht weg, aber wir bekommen eine neue Sicht auf die Dinge. Irgendwann mal ist das berühmte Glas halb voll und nicht mehr halb leer.

Natürlich gibt es immer mal wieder Grund, traurig oder zornig oder frustriert zu sein, aber wir lassen uns nicht mehr auf Dauer von diesen negativen Gefühlen einnehmen. Und nicht mehr entmutigen.

Gründe für negative Stimmungen suchen

Wichtig ist, in sich hineinzuhören und herauszufinden, was die Gründe für negative Stimmungen sind. Sind sie da, weil wir uns in einer Situation sehen, der wir uns nicht gewachsen fühlen? Weil wir uns anderen gegenüber benachteiligt oder nicht genug wahrgenommen fühlen? Wenn wir die Gründe für unsere negative Stimmung kennen, können wir anfangen, Wege zu suchen, um die Situation zu verbessern. Das ist der Moment, in dem wir uns aus der Opferhaltung herausbewegen.

Jeden Tag ein bisschen üben

Wer Dankbarkeit üben möchte, sollte sich am Ende des Tages in Erinnerung rufen oder sogar aufschreiben, was schön war und wofür man dankbar ist (Kollegin X, die bisher immer so unfreundlich war, hat sich nett mit mir unterhalten, der Chef hat mich gelobt und das abendliche Kochen mit dem Liebsten war herrlich entspannend….).

War das Wetter schön? Lesen Sie gerade ein so richtig tolles Buch? Oder haben Sie es endlich geschafft, eine halbe Stunde am Stück zu joggen? Wer mag, kann ein Dankbarkeitstagebuch führen, dann kann er später nachlesen, wie viel Schönes in seinem Leben passiert.

Selbstreflexion

Es dauert ein bisschen, und manchmal muss man ganz sicher länger überlegen, bis einem etwas Aufschreibenswertes einfällt. Aber: Es lohnt sich. Dankbarkeit hat nämlich auch mit Selbstreflexion zu tun. Also damit, sich einzuschätzen und zu hinterfragen. Wer bisher immer überkritisch war, lernt, sich so anzunehmen, wie er ist, wenn er sich Fragen wie diese stellt: „Was macht mich besonders, welche Charaktereigenschaften mag ich/mögen meine Freunde und Familie an mir, was habe ich schon erreicht…“

Dankbarkeit auch nach außen tragen

Wer Dankbarkeit trainiert, merkt aber auch, wenn andere etwas Gutes für ihn tun. Und vergisst nicht, wahrzunehmen und sich zu bedanken, wenn jemand ihm die Tür aufhält oder ein Taschentuch gegen die Schniefnase reicht. Oder nimmt wahr, wenn jemand ratlos auf der Straße steht und nach dem Weg sucht. Hilfe anzubieten ist eine dieser Kleinigkeiten, die beide Seiten ein bisschen glücklich machen. Der englische Philosoph Francis Bacon sagte mal: „Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.“

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