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Im „Goldies“ werden Pommes zum Edel-Essen

Wie kann man Pommes Frites zubereiten? Mit Ketchup, mit Mayonnaise oder pur. Aber Kajo Hiesl, Vladislav Gachyn und Felix Lerner, Betreiber des neuen Lokals „Goldies“ in Berlin-Kreuzberg, haben noch viele weitere Ideen, die Kartoffelstifte zu veredeln. Und beweisen damit, dass Pommes durchaus das Zeug zum feinen Essen haben.

Vom „Aqua“ ins „Goldies“

Kajo Hiesl und Vladislav Gachyn sind zwar keine 30, aber alte Hasen in der Spitzengastronomie. Sie haben zusammen in Kolja Kleebergs „Vau“ und später bei Sven Elverfeld im Wolfsburger Drei-Sterne-Restaurant „Aqua“ gearbeitet. Und dann kamen sie – auf Pommes. Nicht die gewöhnlichen, versteht sich, sondern solche in Spitzenqualität. Sie probierten sich durch das europäische Pommes-Angebot, begannen an Rezepten zu tüfteln und eröffneten dann zusammen mit Felix Lerner das „Goldies“ in der Oranienstraße.

Metallfässer, Diskokugel und Palme

Das Lokal ist schlicht eingerichtet, mit nur wenigen Tischen, drei zu Stehtischen umfunktionierten Metallfässern, gelben Wänden, einer Palme, einer Diskokugel und ein paar Retro-Lampen, und mit einer riesigen Holztafel, von der man das Angebot ablesen kann.

Pommes mit Ketchup oder Röstzwiebel-Majo

Wer mag, bestellt die Fritten mit Ketchup oder Mayonnaise und zahlt für die kleine Portion 2,40 und für die große 3,50 Euro plus 30 Cent für die rote oder weiße Auflage. Alles selbst gemacht, versteht sich, und ohne Geschmacksverstärker oder Konservierungsstoffe. Oder er nimmt die etwas spektakulärere Version Majo: mit Senf oder Chipotle Chile, mit Röstzwiebeln oder Hoisin-Pflaumen, als Aioli oder mit Miso.

Gezupftes Eisbein

Aber wer Pommes nur mit Majo oder Ketchup bestellt, dem entgeht etwas. Denn die drei Jungköche bieten auch noch andere Beläge an. Sauerkraut und gezupftes Eisbein, zum Beispiel, gezupfte Entenkeule, irischer Cheddar und Jalapenos machen die Kartoffelstifte zur voll(wertig)en Mahlzeit.

Sizilianische Caponata oder Odessas Beeten

Die Kombinationen heißen dann „Sizianische Caponata“ (mein Favorit und richtig lecker: mit geschmorter Aubergine, Tomate, Mandeln, Rosinen und Büffelmozzarella, 7,90 Euro, Foto), „Miso-Furikake“ (mit Misomajo, eingelegtem Rettich und einem Furikake-Algen-Sesam-Mix, 6,90 Euro) oder „Odessas Beeten“ (mit Rote Bete, Meerrettichmajo, Weißkraut-Karotten-Salat und Dill, 5,90 Euro).

Salate der etwas anderen Art

Es gibt die Version „Peter und Parma“ mit Petersilie, Knoblauch und Parmiggiano Reggiano (4,50 Euro) oder die mit Speck-Zwiebel-Schmelze, Creme Fraiche und Petersilie. Auch einige Salate (zum Beispiel die Süßkartoffelgranate mit gebackener Süßkartoffel, Granatapfelkernen, Ricotta-Salat, roten Zwiebeln, Limette, Koriander und Chili, 6,90Euro) stehen auf der Karte. Das Ganze wird auf flachen Tabletts serviert, gekühlte Getränke kann man sich selbst aus dem Kühlschrank holen.

Alles ist hausgemacht

Vieles auf der Karte ist vegetarisch, einiges sogar vegan. Alles hausgemacht und wirklich lecker. Die drei Küchenchefs sind mit Begeisterung am Werk, beraten Unschlüssige und schaffen es, gleichermaßen Familien mit Kindern, Hipster und Alt-Kreuzberger anzulocken. Wer (wie ich) Pommes bisher nur mit rotem oder weißem Belag kannte, wird staunen über die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen, die es im „Goldies“ gibt. Und vermutlich werden die Hausherren weitertüfteln und immer wieder neue Pommes-Kombinationen entwickeln…

Goldies Berlin – Infos

  • Adresse: Oranienstraße 6, 10997 Berlin, Tel. 030/74780320
  • Öffnungszeit: Di-Do, 12-22 Uhr, Fr/Sa, 12.30-23 Uhr, So, 12.30-22 Uhr
  • Goldies im Internet: www.goldies-berlin.de

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