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Australiens Traumroute: die Great Ocean Road

Die Great Ocean Road schlängelt sich an der Südküste Australiens entlang, fast immer mit Blick aufs Wasser. Wer ihr folgt, kommt aus dem Staunen nicht heraus: Die Landschaft entlang der Straße ist atemberaubend.

Die Great Ocean Road entstand ab 1919

Schon 1864 wurde an diesem Ort ein Weg geplant, der die Orte an der Küste miteinander verbinden sollte. Aber dann dauerte es doch noch sehr lange, bis es losging: Erst 1919 begann der Bau, für den 3000 Soldaten eingesetzt wurden – eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für die Männer, die aus dem Ersten Weltkrieg heimgekehrt waren.

13 Jahre Bauzeit

Trotz der großen Zahl an Helfern zogen sich die Arbeiten hin: Erst 1932 war die Straße komplett befahrbar. Und sie entwickelte sich schnell zum Touristenmagneten. 1962 wurde die Great Ocean Road von einer australischen Regierungsorganisation zu einer der schönsten Straßen der Welt erklärt, und seit 2011 steht sie als Denkmal auf der australischen Denkmalliste.

Besucherzentrum bei Torquay

Offizieller Beginn der 243 Kilometer langen Great Ocean Road ist ein Punkt etwas außerhalb von Torquay, am Surfcoast Highway, etwa 100 Kilometer von Melbourne entfernt. Wer mag, besorgt sich im Besucherzentrum von Torquay auf der Surf City Plaza noch ein paar Informationen über die Straße.

Surfparadies Bells Beach

Ihren Namen trägt die Great Ocean Road ab dem Spring Creek Reserve in Torquay. Sie führt in südwestlicher Richtung, vorbei an Bells Beach, einem beliebten Ziel für Surfer, zum Seebad Anglesea, von wo ab sie dicht am Meer entlangführt.

Ein schneeweißer Leuchtturm

Es geht nach Aireys Inlet mit dem eindrucksvollen, 1891 erbauten Split-Point-Leuchtturm, dessen schneeweißer Turm mit der roten Spitze in der Sonne glänzt und den man seit 2005 besichtigen kann – Aufstieg auf den Balkon inklusive.

Grandiose Ausblicke

Vorbei an den Seebädern Lorne und Apollo Bay führt die Straße und schlängelt sich ab dort ein Stück durchs Land im Great Otway National Park und zwingt Autofahrer immer wieder anzuhalten, um die grandiosen Ausblicke zu genießen. Eile? Lieber nicht – man würde einfach zuviel verpassen.

Begegnung mit Koalabären

Aussteigen lohnt sich an vielen Stellen. Etwa im Great-Oatway-Nationalpark, wo man auf dem Great Ocean Walk wandern kann. Wer gut zu Fuß ist, wagt sich hier an die 104 Kilometer lange Wanderroute, die durch einsame, wilde Landschaften mit Regenwäldern führt und an der es sogar Übernachtungsmöglichkeiten gibt. Im Park kann man immer wieder Koalabären sehen.

Steile Felsküsten

Diese Tiere lieben auch die Gegend bei Kennett River, wo man an der Grey River Road einige Beobachtungsmöglichkeiten hat. Und dann geht’s weiter, vorbei an steilen Felsküsten und zauberhaften Stränden. Zeitweise verliert man das Meer aus den Augen und ist vollkommen von Wäldern umgeben. Ab Princetown ist man aber wieder dicht am Meer.

Bizarre Felsformationen

Ein weiterer Höhepunkt der Straße ist der Port-Campbell-Nationalpark. Dieses Gebiet gilt als eine der eindrucksvollsten Küstenlandschaften der Welt, und wer dort zum Meer schaut, der weiß, warum. Denn hier hat sich die Natur einmal wieder als Bildhauer betätigt und bizarre Felsformationen geformt.

Zwölf Apostel im Nationalpark

Die Zwölf Apostel (Foto), eine Sammlung bis zu 60 Meter hoher Kalksteinfelsen zwischen Princetown und Port Campbell, gehört zu den Top-Sehenswürdigkeiten Australiens. Die Felsen im Meer sehen aus wie Nadeln oder Pfeiler, sie sind rund oder länglich.

Blicke auf die London Arch

Neben den Zwölf Aposteln, deren Name heute übrigens nur noch symbolisch gemeint ist, weil es statt zwölf nur noch acht Säulen gibt, finden sich zwischen Princetown und Port Campbell noch weitere Felsformationen: eine so schmale wie steil aufragende Klippe zum Beispiel, die den Namen Razorback („Finnwal“) trägt.

Spektakuläre Schlucht

Ganz in der Nähe schaut man auf die Loch Ard Gorge, eine spektakuläre Schlucht. Der Steinbogen Island Archway stürzte 2009 ein, aber die Sicht ist immer noch atemberaubend.

Wie die London Arch zu ihrem Namen kam

Ein Stück hinter Port Campbell fängt die London Arch die Blicke ein. Hier hat sich das Wasser durch den Felsen gefressen und eine doppelbögige Brücke geformt. Bis 1990 hieß der Fels aufgrund der äußeren Ähnlichkeit London Bridge, doch als einer der Bogen einstürzte, bekam er den neuen Namen London Arch.

Grandiose Aussichten

Ein Stück dahinter schaut man auf The Grotto, einen Gesteinsdurchbruch an der Great Ocean Road, der bei Ebbe betreten werden kann. Liegt er unter Wasser, kann man die Attraktion von einer Aussichtsplattform aus bewundern.

Finale am  Princes Highway

Weiter geht es, vorbei an Peterborough, wo man den Curdies Inlet überquert, und kurz dahinter wieder ein Stück ins Land. Zeit, Abschied zu nehmen – die Great Ocean Road nähert sich ihrem Ende. Nahe der Ortschaft Allansford trifft sie auf den Princes Highway. So mancher Besucher bleibt noch ein Weilchen stehen, um die vielen Eindrücke zu verarbeiten. Oder er dreht um – und erlebt alles noch einmal von der anderen Seite.

Great Ocean Road – Infos

  • Anfahrt von Melbourne aus: Straße M1 bis Geelong, Abfahrt auf die A10 (Princes Highway) und in Grovedale auf die Pioneer Road. Am The Grovedale Hotel rechts auf den Surf Coast Highway, der in Torquay zur Great Ocean Road wird. Der Rückweg von Allansford nach Melbourne ist auch auf dem Princes Highway möglich (Streckenlänge: 247 Kilometer)
  • Unterkünfte: in allen Orten an der Strecke, z.B. Arabella Country House in Princetown (nahe der 12 Aposteln, www.arabellacountryhouse.com.au) oder Girt By Sea Warnambool kurz hinter Allansford, www.girtbyseawarrnambool.com.au)
  • Great Ocean Road im Internet: www.visitgreatoceanroad.org.au

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Eine weitere Traumstraße: die Garden Route in Südafrika

 
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