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Dollhouse: Lena Hoscheks Hommage an Micky Maus

Lena Hoschek hält nicht viel von Trends – sie setzt ihre eigenen. Und bleibt sich trotzdem immer treu. In ihrer Kollektion für Herbst/Winter 2017/18, die sie bei der Fashion Week in Berlin gezeigt hat, finden sich die Retro-Schnitte bisheriger Saisons wieder – ganz neu interpretiert.

In „Dollhouse“ setzt Lena Hoschek Pin-Ups ein Denkmal

Nach „Ahoy“ mit maritimen Einflüssen im Sommer 2016 hat sie sich für die Kollektion „Dollhouse“ mit Pin-ups der Fünfziger, den lauten und sexy Disco-Heldinnen der Siebziger und dem romantischen Kitsch und Trash der Achtziger und Neunziger Jahre. Einer der Helden ist Micky Maus. Der findet sich in XXL z. B. auf einem pastellgrünrn Kleid und taucht immer wieder auf einzelnen Stücken auf – mal groß, mal ganz klein.

Rosa, Glitzer und schmale Hosen

Ein bisschen Hollywood gibt es fast überall in der Kollektion: Rosafarbene Kleider mit weißen Punkten, knallpinkfarbene Glitzerstücke und die schmalen Hosen mit hohem Bund, bei denen man sofort an Filme wie „Grease“ denken muss, sind typisch Hoschek. Und machen sie einmalig.

Das sieht man immer auch im Publikum, das aus echten Fans besteht – vom Kleid bis zur perfekten Fifties- Frisur.

Schmale Kleider mit Volants

Ein Traum in Lena Hoscheks „Dollhouse“-Kollektion sind die schmalen, auf Figur geschnittenen Kleider mit Volants auf Kniehöhe, aber auch die Stücke mit weitschwingenden Röcken und betonter Taille sind wieder dabei – in Pastelltönen, mit Glitzer oder mit Gold- rot-schwarzem Muster. Die Oberteile sind eng anliegend, mal am Bauch geknotet, mal mit riesigen Schleifen auf der Brust. Gegen Kälte hat Lena Hoschek auch etwas: einen knallpinkfarbenen Plüschmantel. Der ist sicher nicht jedermanns Sache, aber auffallen wird man damit garantiert!

Reminiszenz an die weibliche Figur

Auffällig sind kleine Details wie der pink-rote Mund auf einem blauen Pullover, tiefe Dekolletés, die Rüschen und Abnäher am Kleid oder der hohe Schlitz. Alles ist eine Reminiszenz an die weibliche Figur. „Ich wollte“, sagt Lena Hoschek, „mit dieser Kollektion dazu aufrufen, die Vernunft mal beiseite zu legen und Dinge nur aus reinem Spaß zu tun.“ Das Bubblegum-Bunte mag manchem Fan etwas zu viel des Guten sein, aber originell ist es in jedem Fall.

Bei der Show traten die Models mit einheitlichen dunklen Bobs auf (eine Anspielung an das weltberühmte Pariser Kabarett „Crazy Horse“) und trugen dazu glitzernden Lippenstift- ein absoluter und sehr origineller Blickfang, der gleichzeitig ein bisschen verwirrte – die Frisur machte die Models zu Doppelgängerinnen.

Lena Hoscheks „Dollhouse“-Traumkleid

Mein Lieblingsstück war – mal wieder- das Brautkleid, für das Frau allerdings viel Mut braucht (siehe Foto). Das Oberteil ist transparent, nur ein paar wohlbedacht platzierte aufgestickte Herzen verhindern den vollen Durchblick.

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