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Ingwer: scharf, lecker und richtig gesund

In die Küche an meinem Arbeitsplatz wird jeden Morgen ein Gefäß mit Ingwer-Saft, ein Glas mit Ingwerscheiben und ein Sträußchen Zitronenmelisse gestellt – eine freundliche Geste meines Arbeitgebers. Ganz uneigennützig ist das nicht, denn seither gibt es tatsächlich weniger Krankmeldungen wegen Erkältung. Und das Getränk aus Ingwersaft, heißem Wasser und etwas Honig ist noch dazu richtig lecker.

Ingwer enthält viel ätherisches Öl

Heimisch ist Ingwer (Zingiber officinale) in Europa nicht, die Pflanze kommt aus den Tropen – eine zarte Schönheit mit langen, schmalen Blättern und grün-roten Blüten. Genutzt wird die gelbliche Wurzelknolle, die sehr viel ätherisches Öl enthält. Zingiberen, Curcumen und Scharfstoffe wie Gingerole und Shogaole geben ihr Duft und den typischen Geschmack.

Vitamin- und Mineralstoff-Bombe

Und wenn wir schon mal dabei sind: Ingwer ist reich an Mineralstoffen, vor allem Kalium, Magnesium, Eisen, Kalium, Natrium und Phosphor. Außerdem stecken reichlich Vitamin C, die B-Vitamine 1 (Thiamin), B2 (Riboflavin) und B3 (Niacin) in den Knollen. Ich habe gelesen, dass ein fingerspitzengroßes Stück Ingwer den Tagesbedarf an vielen Vitaminen und Mineralstoffen decken kann. Ob das stimmt, weiß ich nicht, aber sicher ist: Die Knolle ist äußerst gesund.

Gut für die Verdauung

Schon im Mittelalter kannte man die Pflanze, die auch enorme Heilkräfte hat: Sie regt die Verdauung an, hilft gegen Übelkeit, lindert Schmerzen, sorgt dafür, dass Entzündungen schneller heilen und soll sogar das Bakterium Helicobacter pylori daran hindern, in der Magenschleimhaut zu wachsen.

Mittel gegen Erkältung

Auch gegen Gelenkschmerzen wird Ingwer eingesetzt. Dass er auch gegen Erkältung hilft, ist wohl nicht erwiesen, aber meine Kollegen und ich sind das beste Beispiel dafür, dass diese These stimmt.

Leicht zitronige Schärfe

Wer ein Stück Ingwer in den Mund steckt, schmeckt die leicht zitronige Schärfe, die so wunderbar zu indischem Essen passt. Und die zum Beispiel Glühwein, Lebkuchen, Currymischungen, Tee und Gebäck steckt. Auch Smoothies gibt er ein besonderes Aroma.

Heißgetränk zum Selbermachen

Ein paar Scheiben Ingwer, mit heißem Wasser überbrüht und mit etwas Honig abgeschmeckt, sind ein wunderbares Mittel, um am kalten Tagen warm zu werden. Für Saft zerkleinert man 70 Gramm geschälte Wurzel, gibt sie in ein hitzebeständiges Gefäß und überbrüht das Ganze mit kochendem Wasser. Umrühren und über Nacht ziehen lassen. Dann abgießen und zwei Esslöffel frisch gepressten Zitronensaft dazugeben.

Ingwer-Saft aus dem Biosupermarkt

Wem das zu mühsam ist, der kann den Saft auch fertig kaufen. Mit etwa vier Euro für die 0,2-Liter-Flasche ist er allerdings nicht ganz billig. Meine Lieblingssorte ist von Voelkel – der Saft aus dem Biosupermarkt enthält 95 Prozent Ingwer, natürliches Mineralwasser und Zitronensaftkonzentrat. Man braucht nur ein, zwei Esslöffel pro Tasse, gibt heißes Wasser und nach Geschmack etwas Honig dazu – und genießt.

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