Vladimir Karaleev und die Asymmetrie

Vladimir Karaleev
Vladimir Karaleev

Vladimir Karaleev wird geliebt für seine asymmetrischen Formen. Wozu sollte man die Knöpfe einer Jacke der Reihe nach schließen, wenn es versetzt geschlossen doch viel origineller aussieht? Und warum sollten Bündchen immer gerade und Nähte perfekt vernäht sein? Bei dem Designer hängen die Fäden absichtlich, und die Asymmetrie gibt seinen Kollektionen den letzten Schliff.

Karaleev bricht mit Konventionen

Überhaupt bricht der Designer, der 1981 im bulgarischen Sofia geboren wurde und in Berlin studiert hat (wo er seit 2001 auch wohnt), gern mit Konventionen. Er zieht Männern schon mal so lange Hemden an, dass sie unter der Jacke wie ein Rock aussehen. Verpasst Jacken eigenwillige Kragen und Frontbereiche. Überhaupt liebt er neue Formen und experimentelle Schnitte, die von postmoderner Kunst und Architektur inspiriert sind.

Zurückhaltende Farben

Bei den Farben ist Vladimir Karaleev im Herbst/Winter 2017/18 zurückhaltend. Es wird dunkel… Grün-, Braun-, Beigetöne und Scharz überwiegen, ab und zu kommt ein rosafarbener, blauer oder roter Farbtupfer dazu.

Das Unperfekte ist beabsichtigt

Typisch ist auch der Lagenlook, der bei Karaleev noch dazu die schon erwähnten asymmetrischen Formen hat. Einige Stücke wirken, als wären sie erst halb vollendet, was durchaus beabsichtigt ist – das Unperfekte, Unfertige macht jedes Stück einmalig. Mal „fehlt“ ein Ärmel, mal hängen Fädchen – all das gibt den Stücken besonderen Charakter.

Karaleev setzt auf fließende Formen

Viele Schnitte der Karaleev-Kollektion sind fließend und etwas weiter – auch das ist typisch für den Designer. Ein Blickfang ist der senfgrüne Zweiteiler aus weiter Hose und raffiniert geschnittener Bluse – fließend, leicht glänzend und echt edel.

Weitere Geschichten über die Fashion Week


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Copyright © 2016-2017 Silke Böttcher · my little luxury · All Rights Reserved