Fashion Week, Mode

Laurèls origineller Blick zurück – nach vorn

„Say my Name“ heißt die Kollektion von Laurèl – und gemeint ist die Aufforderung an die Mode, die Persönlichkeit ihrer Trägerin zu unterstreichen. Eine große Aufgabe, die Chefdesignerin Elisabeth Schwaiger (die in diesem Jahr 20jähriges Laurèl-Jubiläum feiert) perfekt meistert. Es geht um Weiblichkeit, natürliche Schönheit, Emotionalität und Selbstbewusstsein. Und diesmal geht es auch ein bisschen um Wildheit – mit Leoprint, Federn, Glasperlen, Pailletten und Fransen.

Laurèl: Fransen und Federn

Fransen und Federn fanden sich auch an ungewöhnlichen Stellen. Zum Beispiel an einem langen schwarzen Strickrock, der zu einem Oberteil mit hohem Rollkragen kombiniert wurde. An einem tunika-artigen weißen Oberteil mit weiten Ärmeln zum Beispiel, einem weißen Minikleid und an einem Wickelrock mit Fransen-Kante.

Fließende Formen

Die Designs der Kollektion haben fließende Silhouetten und einfache Schnitte, die Rocklängen variieren von bodenlang bis mini. Die Schuhe sind so bequem wie einheitlich: flache Platform-Sandalen.

Es gibt bodenlange Mäntel, die wunderbar zu weiten Hosen passen, Culottes (die neue Bezeichnung für Hosenrock), die zu Tuniken oder knielangen Westen kombiniert werden und Hosen mit Männerschnitt, die zu schmalen, femininen Oberteilen getragen werden. Ein bisschen Asymetrie gehört ebenfalls dazu. Bei den Farben finden sich überwiegend Wintertöne – Cremeweiß und Hellgrau, Camel, Anthrazit und Schwarz -, aber ein paar kräftige Töne hat Elisabeth Schwaiger daruntergemischt.

Jumpsuit in Knallrot

Langweilig sind aber auch die Laurèl-Kombinationen mit gedeckten Farben nicht. Die schwarz-grau gemusterte Hose zum Beispiel ist ein Hingucker und das dazu getragene weiße Oberteil mit Ösen am Dekolletee ebenfalls. Fransen peppen Klassiker auf, und wenn kräftige Farben kommen, dann sind sie wirklich sehr kräftig: der Jumpsuit in knallrot ist das auffälligste Beispiel – er wird mit einem langen dunklen Mantel kombiniert. Auch die Materialien mit ihren unterschiedlichen Oberflächen – Strick und Fake Suede, Brokat, Triacetat, Pannesamt und Brokat – setzen Akzente.

Leo-Print und viel Naturweiß

Muster gibt es nur wenige in der Laurèl-Kollektion, aber einige davon sind auffällig: Leo-Print auf Teddy-Jacken, Blusen und Pullovern zum Beispiel. Dezenter und sehr edel sind die Spitzenstoffe. Eines meiner Lieblingsstücke ist ein schwarzes Minikleid mit transparenter Spitze an Ärmeln und Dekolletee.

Zu den Highlights der Kollektion gehören auch die naturweißen Kombinationen, zum Beispiel mit einem wunderschönen, üppig geschnittenen Mantel oder dem Klassiker aus figurnaher Hose, tief ausgeschnittenem Oberteil und leichtem Mantel.

Laurèl: Hommage an die Supermodels der Anfangszeit

Und dass Pannesamt wirklich edel aussehen kann, das zeigen die bodenlangen silbergrauen bzw. schwarzen Abendkleider, die eng anliegen und bei der Show mit langen Schals kombiniert wurden. Das Material tauchte ganz am Schluss noch einmal auf: auf vier schmalen Hosen, die zu Mohairpullovern in Rot, Grau und Schwarz getragen wurden (Foto, PR). Deren Rücken zierten Namen: Diane und Amber, Stella und Christy – eine Hommage an die Supermodels, die bei der Präsentation von Elisabeth Schwaigers erster Laurèl-Kollektion 1996 in Mailand mitliefen: Diane Kruger und Amber Valletta, Stella Tennant und Christy Turlington. Ein origineller Blick zurück – nach vorn.

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