Fashion Week, Mode, my little luxury

Lena Hoschek bedient sich bei “Men at Work”

Lena Hoschek räumt im Winter 2019 mit ihrer „Men at Work“-Kollektion mit klassischen Rollenbildern auf. Und bedient sich am Kleiderschrank der Männer, um daraus sehr weibliche Stücke zu kreieren. Die Kollektion für Herbst/Winter 2019/20, die sie bei der Fashion Week vorstellte, ist ein bisschen untypisch für die österreichische Designerin.

Lena Hoschek: “Men at Work” mit Denim

Neu ist vor allem ein Material: Mit Denim hat Lena Hoschek bisher nicht gearbeitet, jetzt gestaltet sie Röcke, Kleider und kurze Jacken daraus. Und Hosen: „Wir haben ewig am perfekten Schnitt gefeilt, um eine Jeans zu kreieren, die meinem Figurideal entspricht“, so Lena Hoschek. „Eine Jeans, die super Kurven, einen tollen Hintern und eine schlanke Taille macht.“ Eins ist sicher: Marilyn Monroe hätte diese Hose geliebt. Kein Wunder, dass Lena Hoschek ihr den Namen Norma (den „echten“ Namen der Monroe) gegeben hat.

Griffe in den Männer-Kleiderschrank

Wer sich die neue Kollektion genauer anguckt, sieht überall Bezüge auf Männergarderobe: Krawatten etwa, Hosenträger (cool zum weiten Rock) und Westen über der Karobluse. Harris-Tweed setzt sie ebenso ein wie Krawattenseide, aus der sie detailverliebte Kleider und Röcke fertigen lässt (siehe großes Foto). Von den Cowboys borgt sie Metall-Abschlüsse an Hemdkrägen, und Rüschenblusen mit Bauschärmeln passen ebenfalls in den Wilden Westen.

Von der Krawatte zum Kleid

Von Clark Gable stammt der Three-Piece-Anzug, den Lena Hoschek für die “Men at Work”-Kollektion um Kostüm umwandelte, von Noel Gallagher den Parka, von Wes Anderson die schon erwähnte Krawatte und von Nick Cave das Hemd, das sie mit Blümchen versetzt. Auch bei Industriearbeitern hat sich die Designerin bedient.

Gedeckte Farben und ein paar Muster

Lena Hoschek "Men at Work"
Lena Hoschek “Men at Work”

Die Designerin lässt sämtliche Stücke von kleinen Betrieben in Europa fertigen. Und sie hat einen ausgeprägten Sinn für feine Details von der handgenähten gelben Ziernaht bis zur Raffung an einem Kleid.

Bei den Farben dominieren in Lena Hoscheks “Men at Work”-Kollektion dunkles Jeansblau, Grautöne, Senfgelb und Braun. Die Schnitte sind einfallsreich und voller feiner Details. 

Muster gibt es aber auch, etwa bei einem rotbunten, schmal geschnittenen Cowgirl-Kleid aus Strick (siehe Foto links), das natürlich mit passendem Hut und Stiefeln kombiniert wird, wie es sich für ein ordentliches Cowgirl gehört. Vorgeführt wurde es von Model Franziska Knuppe.

Lena Hoschek: “Men at Work” ist sehr weiblich

Wie immer sind die Schnitte weiblich und sehr figurbetont. Bänderröcke sind diesmal nicht dabei. Dafür aber Borsalinos und Caps vom Hutmacher Thomas Farthing London, Herrenhüte von Nomade Moderne und Taillengürtel aus der Werkstatt Dukes. Mein Lieblingsstück der Kollektion ist ein rostroter Tweed-Mantel, der auch dem trübsten Wintertag Farbe verleiht.

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