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Unterwegs auf dem Loire-Radweg

Der 800 Kilometer lange Loire-Radweg ist ein Traum für Radler – die Landschaft verbindet Bewegung mit Kultur, und ganz nebenbei lernt man auf dem Weg von Cuffy nach St.-Brévin-les-Pins eine der schönsten Landschaften Frankreichs kennen.

Loire-Radweg durch sechs Départements

„La Loire à Vélo“ (die Loire per Fahrrad ) heißt die Strecke, die durch sechs Départements führt – Cher und Loiret, Loir-et-Cher, Indre-et-Loire, Maine-et-Loire und Loire Atlantique. Und weil man an vielen Orten ein- oder aussteigen kann, ist der Loire-Radweg auch für weniger geübte Radler zu empfehlen.

Berühmte Schlösser liegen an der Strecke

Eile sollte man allerdings nicht haben, wenn man die Strecke fährt. Denn es gibt wirklich sehr viel zu sehen. Viele der weltberühmten Schlösser der Loire liegen dicht an der Strecke, und alle verdienen einen genaueren Blick oder besser noch einen Besuch. Außerdem fährt man durch sechs große und sehr interessante Städte (Orleans, Blois, Tours, Saumur, Angers und Nantes).

Unterwegs im Weinbaugebiet

Wer den Loire-Radweg mit der Tour de France verwechselt und sich nur aufs Kilometer-Fressen beschränkt, dem entgeht so einiges. Wunderhübsche Städte wie Saint-Florent-le-Vieil, zum Beispiel, die man sich unbedingt ansehen sollte, oder besondere Landschaften mit sanften Hügeln und Weinanbaugebieten, in denen hervorragende Tropfen produziert werden.

Von den Schlössern, darunter das grandiose Chambord und das zauberhafte Azay-le-Rideau, mal ganz abgesehen. Für einige muss man einen kleinen Abstecher machen, aber der lohnt sich.

Mit dem Rad an der Loire entlang

Etwa 800.000 Menschen pro Jahr nutzen den Radweg, der 1995 für stolze 52 Millionen Euro erbaut wurde – ein Drittel davon kommt aus dem Ausland. Die ohnehin fahrradverrückten Franzosen aber sind die größten Fans des Weges. Schließlich verlaufen zwei Drittel der Strecke direkt am Loire-Ufer. Fahren kann man in beide Richtungen, die meisten Touristen nehmen die Route stromaufwärts, um Gegenwind zu vermeiden.

Etappen von maximal 40 Kilometern Länge

Insgesamt 85 Etappen gibt es auf dem Weg, die meisten sind weniger als 40 Kilometer lang und gut zu bewältigen. Zwischendurch gibt es überall Fahrrad-Rastplätze mit Platz für ein Picknick und meistens toller Aussicht. Verfahren kann man sich eigentlich nicht, denn die Strecke ist gut ausgeschildert.

Wer genauer wissen will, wie die Etappen aussehen und welche Abstecher man noch machen könnte, für den empfehlen sich ein Radwanderführer  (z.B. von bikeline, zu kaufen in guten Buchläden) und eine Karte.

Die Bahn fährt parallel und nimmt Radler mit

Auch für Familien mit Kindern ist der Loire-Radweg geeignet. Die Strecke ist nämlich nicht nur sehr eben (es gibt nur 190 Meter Höhenunterschied), sondern man kann problemlos auch nur einen kleinen Teil der 800 Kilometer absolvieren. Denn die französische Regionalbahn TER fährt ab Orleans parallel zur Loire.

20 für Radler zugängliche Bahnhöfe gibt es, und die Bahnen sind mit Fahrrad-Waggons ausgestattet. Darin kann man die Räder kostenlos mitnehmen. Außerdem fährt im Sommer der Train Vélo Loire mit Platz für bis zu 40 Räder – ebenfalls kostenlos.

Hoteliers sind auf Fahrradtouristen eingestellt

Viele Hotels, Pensionen, Campingplätze und Privatvermieter an der Strecke halten abschließbare Räume für die Räder bereit. Auch das angebotene Frühstück ist sportlergerecht und reichhaltig. Erkennen kann man die touristischen  Dienstleister am speziellen Logo, das einen stilisierten Radfahrer mit dem Schriftzug „Accueil Velo“  zeigt.

Zum Service gehören Informationen zum Wetter, eventueller Gepäcktransfer, die Möglichkeit, Wäsche zu waschen und zu trocknen, Verleih von Fahrrädern und Accessoires, ein trockener Fahrradabstellraum, Reparatursets, Reinigungsmöglichkeit für Fahrräder, sportlergerechtes Frühstück und auf Wunsch ein Picknickkorb.

Infos zu Unterkünften am Loire-Radweg gibt es unter dem rot unterlegten Link  – hier kann man zwischen unterschiedlichen Kategorien wählen. Das Sterne-Hotel ist ebenso dabei wie der Campingplatz.

Fahrradverleih an der Strecke

Wer nicht mit dem eigenen Fahrrad anreisen will, kann sich eines bei einer von etwa 15 Verleih-Stationen mieten (natürlich gibt es dort auch Fahrradtaschen, Anhänger und anderes Zubehör, Infos zu den Verleihern unter dem blau unterlegten Link). Zurückgeben kann man das Rad meistens bei einem anderen Vermieter. Und für alle, die ihr Gepäck nicht mitschleppen möchten, gibt es die Möglichkeit, die Taschen jeweils zur nächsten Unterkunft bringen zu lassen.

Loire-Radweg: organisierte Touren

Natürlich kann man die ganze Reise auch „schlüsselfertig“ buchen. Zu den Anbietern gehören Rando Vélo (2 rue Jean Moulin, 41000 Blois, www.randovelo.fr – Seite auf englisch/französisch), Détours de Loire (35 rue Charles Gille, 37000 Tours, www.locationdevelos.com – englisch/französisch/spanisch) oder Loisirs Accueil Loiret (8, rue d’Escure, 45000 Orleans, www.reservation-loiret.com – englisch/französisch). Auch deutsche Anbieter, etwa Radissimo (www.radissimo.de), France Naturelle (www.france-naturelle.de), Rad-Reise-Service (www.rad-reise-service.de) und Radweg Reisen (www.radweg-reisen.com) haben den Loire-Radweg im Programm und bieten organisierte Touren an.

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