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Lonely Planet kürt zehn Trend-Ziele für 2019

Wer noch nicht weiß, wohin er in diesem Sommer reisen könnte, für den hat das Reisemedienunternehmen Lonely Planet gerade die zehn Top-Ziele in Europa gekürt – Destinationen, zu denen sich eine Reise in diesem Jahr besonders lohnt.

Platz 1 bei Lonely Planet: Hohe Tatra (Slowakei)

Die höchste Region der Karpaten ist eine wilde, raue Landschaft mit hohen Bergen, Wasserfällen und bodenbedeckenden Schneeweiden. Hier leben noch Braunbären, die in Europa sonst weitgehend ausgerottet wurden. Hier kann man das Nationalsymbol des Landes, den auffällig geformten Berg Krivan („Krummhorn“, 2494 Meter hoch), besteigen, Wanderungen zum höchsten Gipfel der Slowakei (Gerlachovsky stit, 2654 Meter hoch) unternehmen, auf dem Gletscher Strbske Pleso Boot fahren und in hoch gelegenen Berghütten übernachten. Abenteuer pur!

Platz 2: Madrid (Spanien)

Diese Stadt weiß wirklich zu leben, so die Reiseexperten über die spanische Hauptstadt. Das liegt nicht nur daran, dass sie „eine der coolsten Straßen im Nachtleben“ hat, die Calle de Ponanzo mit ihren unzähligen Cocktailbars und Tapas-Stehrestaurants, sondern auch an ihrer Vorliebe für Kunst (mit Museen wie dem Museo del Prado, dem Centro de Arte Reina Sofia und dem Museo Thyssen-Bornemisza), an seiner Küche und der Architektur. Die Reiseexperten loben außerdem den Fokus auf Nachhaltigkeit mit Fußgängerzonen, Radwegen, breiteren Gehwegen, strengeren Abgasbegrenzungen und Leihfahrrädern, die der Stadt ein neues Gesicht geben.

Platz 3: Arctic Coast Way (Island)

Der neu gegründete Weg schlängelt sich zwischen 21 Dörfern und vier Inseln entlang der Nordküste des Landes. Zu sehen gibt es Großartiges: gewaltige Wasserfälle, Gletscher, Geysire und Fumarolen – und das alles abseits von Menschenmassen. Etwas Glück braucht man, um das Polarlicht zu beobachten, aber Wanderungen auf einem Gletscher oder ein Bad in einer warmen Lagune sind immer drin. Dazu gibt es Erzählungen über das „huldufolk“ („versteckte Menschen“, das sind isländische Elfen) und sehr viel Musik.

Platz 4: Herzegowina (Bosnien-Herzegowina)

Die mediterrane, von Bergen durchzogene Landschaft wurde nach einem Herzog (Stjepan Vukcic Kosaca, 15. Jahrhundert) benannt. Sie ist dünn besiedelt und bekannt für gute Weine und Obstanbau. Eine der bekanntesten Städte ist Mostar mit der berühmten Brücke Stari most, die während des Bosnien-Krieges 1992/93 zerstört und inzwischen wieder aufgebaut wurde. Zu den Attraktionen gehören das mittelalterliche Pocitelj, die Karsthöhlen von Vjetrenica und das Bergdorf Lukomir.

Platz 5: Bari (Italien)

Früher heruntergekommen, heute wieder ein Schmuckstück ist die Hafen- und Universitätsstadt in Apulien. Sie liegt am oberen Ende des Stiefel-Absatzes, 265 Kilometer von Neapel entfernt. Der Anteil junger Leute an der Bevölkerung ist groß, kein Wunder, dass es ein lebhaftes Nachtleben gibt. Bari ist dabei, aus dem Schatten der 150 Kilometer entfernten Stadt Lecce zu kommen: mit seiner wunderschönen Altstadt (in der Basilika di San Nicola lagern die Knochen des Heiligen Nikolaus) mit unzähligen familienbetriebenen Restaurants, den wiedereröffneten Kulturstätten wie dem Teatro Piccini und Bauwerken wie dem Hotel Oriente, das kurz vor dem Abriss stand und heute wieder ein Schmuckstück ist.

Platz 6: Shetland (Schottland)

Den meisten Menschen fallen bei diesem Namen zuerst die Ponys ein, aber die im Norden Schottlands liegende Inselgruppe bietet viel mehr. Atemberaubende Küstenwanderwege zum Beispiel. Oder die Möglichkeit, Orcas und Otter zu beobachten. Die Bewohner sprechen englisch mit skandinavischem Akzent, und Straßen, die „König Haakon“ heißen, erinnern daran, dass die Inseln bis 1469 norwegisch waren. Die Landschaft ist typisch schottisch, mit tiefen Glens (Tälern) und steilen Bergen, Schafen auf den Straßen und vielen Seen. Große Hotels gibt es kaum, die meisten Touristen übernachten in privaten Bed-and-Breakfast-Unterkünften. Tipp: Fernglas mitbringen, denn es gibt viele Vogelschutzgebiete. Einer der gefiederten Stars ist der ulkige Papageitaucher.

Platz 7: Lyon (Frankreich)

Im Juli werden hier die Endrunden der FIFA-Frauen-Fußball-Weltmeisterschaft ausgetragen, was Lyon (großes Foto) in den Fokus des internationalen Interesses rückt. Die französische Stadt, die am Zusammenfluss von Rhone und Saone liegt, ist bekannt für seine feine Küche (vom Bressehuhn über den Käse Tomme de Savoie bis zum Mineralwasser Evian) und die spannende Architektur mit unzähligen Kirchen, dem Opernhaus und Sehenswürdigkeiten wie dem Marionettentheater, dessen Star der französische Kasper Guignol ist. Filmfans zieht es in die Straße des ersten Films, in der die Brüder Lumière 1895 den vermutlich ersten Film der Welt gedreht haben.

Platz 8: Liechtenstein

Dieses Land ist so klein, dass man es an einem Wochenende problemlos zu Fuß durchqueren kann – auf dem Liechtenstein-Weg. Er wird am 26. Mai im Rahmen des Jubiläumsjahres „300 Jahre Liechtenstein“ eröffnet. Auf 75 Kilometern kann man wichtige Sehenswürdigkeiten in sämtlichen elf Gemeinden des zwischen Österreich und der Schweiz gelegenen Fürstentums erleben. Liechtenstein, eines der kleinesten und reichsten Länder der Welt, ist bekannt für mittelalterliche Burgen und Alpenlandschaften.

Platz 9: Vevey (Schweiz)

Nur alle 20 Jahre findet das dreiwöchige Weinfest „Fête des Vignerons“ in Vevey statt. 2019 ist es wieder soweit. In den Restaurants der etwa 18 Kilometer von Lausanne entfernten Stadt am Genfersee schlemmt man Leckeres vom Fondue bis zum 20-Gänge-Menü. Vevey ist ein bisschen in den 1970er-Jahren steckengeblieben, was der Stadt einen besonderen Charme verleiht. Unbedingt besuchen: die kleine Altstadt mit dem Marktplatz, der immerhin der zweitgrößte in Europa ist (nach dem in Lissabon/Portugal).

Platz 10 auf der Lonely-Planet-Liste: Istrien (Kroatien)

Diese Region verbindet viel: Strandurlaub kann man auf der 3600 Quadratkilometer großen Halbinsel im Norwesten Kroatiens ebenso gut machen wie Städtetouren, dazu gibt es unzählige Festivals. Besonders reizvoll sind das römische Amphitheater in Pula und das Mosaik in Porec, das zum Unesco-Welterbe gehört. Dazu: kleine Dörfer auf Bergspitzen und ländliche Hotels. Wer kommt, so die Experten von Lonely Planet, sollte die kulinarischen Spezialitäten probieren, von Meeresfrüchten über den edlen Trüffel bis zum wilden Spargel, vom feinen Olivenöl bis zum preisträchtigen Wein.

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