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Spätsommer in der Lüneburger Heide

Im Spätsommer wird die Lüneburger Heide lila. Dann nämlich blüht die Heide. Millionen Blüten leuchten inmitten der Wacholdersträucher – ein wunderschöner Anblick. Besonders viel zu sehen gibt es im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide. Dort, rund um den Wilseder Berg, findet sich nämlich die größte zusammenhängende Heidefläche Mitteleuropas.

Lüneburger Heide: Warum die Schnucken so wichtig sind

Wichtig für die Heideblüte sind die Heidschnucken, die rund um die Pflänzchen all das abfressen, was das Heidekraut am Wachsen hindern könnte. Ja, sie zertreten sogar die Spinnennetze, in denen sich Bienen verfangen könnten, die ja die Blüten bestäuben sollen. Kein Wunder, dass die Tiere auch als Polizei der Heide bezeichnet werden.

Die Lüneburger Heide liegt im Dreieck zwischen Hannover, Wolfsburg und Hamburg, und sie ist eine historische Kulturlandschaft. Ganz früher waren große Teile Norddeutschlands vollständig von Heide bedeckt, heute gibt es nur noch die Bereiche in der Lüneburger Heide.

Landschaft voller Melancholie

Die Landschaft rund um Wilsede verströmt eine leise Melancholie. Das liegt an den Wacholderbüschen, die an die Hänge getupft sind. An den weiten Flächen, den Mooren, den Resten alter Hutewälder. Und dem Himmel. Besonders im Herbst, wenn sich Nebel in den Büschen verfängt, wird diese Melancholie spürbar. Kein Wunder, dass es Gebiete mit unheimlichen Namen gibt – allen voran der Totengrund (Foto). Dass ausgerechnet dieses Fleckchen Anfang des 20. Jahrhunderts bebaut werden sollte, sorgte dafür, dass 1921 die ersten Teile der Lüneburger Heide unter Schutz gestellt wurden. Denn die Menschen reagierten zornig auf die Baupläne – für sie war die eigentümliche Landschaft schon immer ein wichtiges Ausflugsziel gewesen.

Hohe Heide und Wilseder Berg

Es gibt viele Naturschutzgebiete in der Region, die in die Bereiche Hohe Heide, Luheheide, Ostheide, Südheide sowie das Uelzener und das Bevenser Becken aufgeteilt wird. Berühmt ist die Hohe Heide mit dem 169 Meter hohen Wilseder Berg. Hier leben seltene Tierarten wie der Wendehals und die Kreuzotter. Auf Wanderungen kann man ihnen begegnen. Einer der schönsten Wege ist der Heidschnuckenweg, der 2014 als schönster Wanderweg Deutschlands ausgezeichnet wurde. Er ist 223 Kilometer lang und verbindet Hamburg und Celle (Info: www.heidschnuckenweg.de). In 14 Etappen kann man wandern und sieht nicht nur die Heidelandschaft, sondern kommt auch durch hübsche kleine Orte.

Wandern in traumhafter Natur

Weitere bekannte Wege sind der 119 Kilometer lange Freudenthalweg zwischen Hamburg und Walsrode, die 46 Kilometer lange „Lila Krönung“ (der Pfad der Heideköniginnen) zwischen Amelinghausen und Schneverdingen und der Wassererlebnispfad Hardautal (53 Kilometer lang). Hinzu kommen kürzere Strecken von zehn bis 25 Kilometern, die sich für Tagestouren eignen. Etwa die Lange Tour (12,1 Kilometer) durch den Wacholderwald in der Teufelsheide. Start ist am Wanderparkplatz an der Wacholderheide bei Schmarbeck (zu erreichen von Müden/Örtze auf der L280 in Richtung Unterlüß, kurz hinter Hankenbostel geht es links in Richtung Schmarbeck).

Die Verbindung mit Bussen in der Lüneburger Heide ist gut – so verkehrt die Metronom-Bahnlinie zwischen Uelzen und Hannover und zwischen Juli und September kann man mit dem Entdecker-Bus kostenlos z.B. ab Uelzen fahren. Auch Räder dürfen mit, sofern der Platz reicht.

Die Lüneburger Heide und ihre Attraktionen

Natürlich bietet die Region noch viel mehr. Wunderschöne Städte wie Lüneburg und Celle, zum Beispiel, den Barfußpark Egestorf, den Serengeti-Park in Hodenhagen, den Vogelpark Walsrode, den Heidepark Soltau und vieles mehr. Einiges davon wird demnächst Thema dieses Blogs sein.

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