Makrönchen-Manufaktur: Federleichte Macarons aus Berlin

Makrönchenmanufaktur
Makrönchenmanufaktur Foto: Silke Böttcher

Außen leicht knusprig und innen mit zarter Creme gefüllt – so müssen sie sein, die Gebäck-Kunstwerke, die in der Schöneberger Makrönchen-Manufaktur entstehen. Eine süße Sünde, der man (ich zumindest) kaum widerstehen kann. Ein Besuch in dem liebevoll eingerichteten Laden lohnt sich – nicht nur für Naschkatzen wie mich.

Makrönchen-Manufaktur: Eine Pariser Idee in Berlin

„Macarons“ heißt das Gebäck in Paris, wo es Anfang des 20. Jahrhunderts von Pierre Desfontaines erfunden wurde. Der Cousin des Patisserie-Chefs Louis Ladurée hatte die Idee, zwei halbrunde Mandelbaiser-Schalen mit einer Kuvertüre-Sahnecreme, genannt Ganache, zu füllen. Seine Macarons (Makronen) wurden probehalber in der Patisserie Ladurée angeboten und waren sofort ein Erfolg. Das zarte Gebäck traf genau den Geschmack der Damen aus der Pariser High Society.

Liebe auf den zweiten Blick für Laura Leising

Vor ein paar Jahren entdeckte die Berlinerin Laura Leising die süße Leckerei in London. Und rümpfte die Nase – sie war sicher, dass die bunten Macarons allzu süß sind. Irgendetwas bewog sie dann aber doch, eines der Gebäckstücke auszuprobieren – und es war Liebe auf den zweiten Blick.

Seither zog es sie auf Reisen immer zu den Süßwarenläden, auf der Suche nach Macarons. Sie probierte hier, kostete dort. Bloß in Berlin war es schwer, die Leckerei zu bekommen – die Auswahl war winzig.

Ausprobieren bis zur Perfektion

Was lag also näher, als selbst Macarons herzustellen? Laura Leising probierte Rezepte, wandelte ab und werkelte so lange herum, bis sie irgendwann ein Macaron in der Hand hielt, das genauso schmeckte, wie es sollte. Und auch die richtige Konsistenz hatte: Die Hülle gerade so knusprig, dass sie beim Hineinbeißen leicht zerplatzt und das Innenleben mandelig-weich, süß, aber nicht zu süß und mit einer Creme, die einen Hauch Säure enthält.

Makrönchen statt Macaron

Dieses Gebäckstück wurde ihre Vorlage, und Laura Leising, eine gelernte Hotel-Fachfrau, hat seitdem in ihrer Makrönchen-Manufaktur unzählige davon produziert. Den Namen Macaron mochte sie nicht verwenden, denn das Wort erschien ihr viel zu hart für solch zartes Gebäck. Sie nennt die himmlisch leckeren Werke Makrönchen.

Rosen-, Holunderblüte- und Vanillegeschmack

Natürlich blieb es nicht bei einer Sorte. Laura Leising hat seit 2011 unzählige Geschmacksrichtungen ausprobiert. Da gibt es Makrönchen mit Vanille oder dunkler Schokolade, mit Rose oder Zitrone, mit einer Mischung aus Holunderblüte und Rose, mit Pina Colada oder mit Lavendel-Honig. Immer wieder kommen neue Sorten dazu. Auch pikante Varianten gibt es, von Ingwer-Karotte über Tomate-Basilikum bis Ziegenkäse-Quitte. Die Fangemeinde wächst und wartet regelmäßig ungeduldig auf neue Kreationen.

Viel Auswahl für Fans

Im Ladencafé der Makrönchen-Manufaktur in Schöneberg haben Kunden die Qual der Wahl. Unter großen Glas-Hauben warten rote, gelbe, weiße oder braune Makrönchen auf Käufer, und wer sich nicht entscheiden kann, der nimmt einfach eine Auswahl aus mehreren Sorten, die in durchsichtige Hüllen verpackt werden. Mit Schleifchen!

Lernen, wie das Gebäck hergestellt wird

Wer noch nie ein Makrönchen probiert hat, der sollte das gleich vor Ort nachholen und bestellt sich einfach ein, zwei Gebäckstücke und einen Milchkaffee. Aber Vorsicht, es besteht Suchtgefahr! Wer so richtig begeistert ist, der kann bei Laura Leising auch lernen, wie man Makrönchen herstellt:Sie bietet in der Makrönchen-Manufaktur regelmäßig Backkurse an.

Makrönchen-Manufaktur: Infos

  • Adresse: Apostel-Paulus-Str. 4, Berlin-Schöneberg, 030/78 89 67 49, Öffnungszeiten: Di-Fr, 12-18.30 Uhr, Sa, 10-17.30 Uhr, So, 12-17.30 Uhr
  • zweiter Laden: Leonhardtstr. 9, Berlin-Charlottenburg; Tel. 030/31 01 43 00; Öffnungszeiten: Di-Fr, 10-19 Uhr; Sa/So, 10-18 Uhr
  • Makrönchen-Manufaktur im Internet: www.makroenchen-manufaktur.de (mit Onlineshop)

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