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Monument Valley – ein Kunstwerk der Natur

Das Monument Valley ist so großartig, dass einem beim ersten Anblick erst einmal die Worte fehlen. Die Landschaft, die offiziell Monument Valley Tribal Park heißt, liegt an der Grenze zwischen den US-Bundesstaaten Utah und Arizona.  Und man könnte meinen, hier wären Künstler am Werk gewesen. Die skurrilen Felsen, die aus dem Sand ragen, sind Skulpturen, die die Natur erschaffen hat – wahre Monumente. Kein Wunder, dass der Park seinen Namen trägt. Nur das mit dem „Valley“ stimmt nicht, denn diese Landschaft ist kein Tal, sondern weites Wüstenland.

Die Spitzkuppen des Monument Valley

Die unterschiedlich geformten Spitzkuppen („butte“ genannt) und die Tafelberge haben die Phantasie der Menschen schon immer angeregt – was man an Namen wie Drei Schwestern, Totempfahl, Elephant Butte, Camel Butte und West Mitten Butte („mitten“ bedeutet Fausthandschuh) erkennt.  Und wer davorsteht, dem fallen noch einige andere Namen ein.

Temperaturschwankungen formten die Felsen

Das Klima ist der Schöpfer dieser ungewöhnlichen Felsskulpturen. Die Temperaturen in der Landschaft, die kein Nationalpark ist, aber unter ähnlichem Schutz steht, schwanken zwischen minus drei Grad im Winter und 30 Grad im Sommer. Dazu kommen viel Wind und die Trockenheit, die den Sandstein geformt haben. Im Laufe der Jahrmillionen entstanden auf diese Weise mehrere bis zu 300 Meter hohe Tafelberge, „Mesa“ genannt – etwa die Thunderbird-, die Sentinel- und die Raingood Mesa – und die skurrilen Spitzkuppen.

Beliebte Filmkulisse

Bei einer solchen Landschaft ist es kein Wunder, dass hier häufig Filme gedreht werden. Viele John-Wayne-Western entstanden im Monument Valley, zum Beispiel „Stage Coach“ (deutscher Name: „Ringo“) von John Ford – ein Felsvorsprung heißt deshalb auch „John Ford’s Point“. Sergio Leones „Spiel mir das Lied vom Tod“ und Dennis Hoppers Road Movie „Easy Rider“ wurden ebenfalls in dem Park gedreht.

Der Stamm der Navajo verwaltet den Park

Die Landschaft liegt etwa 240 Kilometer von Flagstaff (Arizona) und 640 Kilometer von Las Vegas entfernt und sie gehört (wie auch der Antelope Canyon) zum Gebiet der Navajo-Indianer. Ihnen untersteht die Verwaltung des Monument Valley, das sie Tse’Bii’Ndzisgaii nennen, und sie leben auch in dem Gebiet. Aus diesem Grund müssen Besucher einige Regeln beachten. Wanderer und auch Menschen, die zelten wollen, brauchen eine Wander- bzw. Camping-Erlaubnis. Das gilt auch fürs Filmen oder Fotografieren. Weil den Indianern das Gebiet heilig ist, ist außerdem das Klettern auf Felsen verboten.

Tolle Tour auf dem Scenic Drive

Besucher sollten sich unbedingt Zeit nehmen für den 17 Meilen langen Auto-Rundweg (Scenic Drive), auf dessen Strecke man gute Blicke auf die wichtigsten Felsendes Monument Valley hat. Etwa East und West Mitten Butte, die aussehen wie hochstehende Fausthandschuhe, Merrick und Mitchell Butte (sie wurden nach Schürfern benannt, die im Park Silber entdeckt haben) und Elephant Butte.

Regengott, Totempfahl und drei Schwestern

Und dann gibt es noch die drei Schwestern (diese Felsgruppe hat Ähnlichkeit mit einer Nonne, die ihre zwei Schülerinnen ansieht), die Camel Butte, den Totempfahl und die Rain God Mesa, die das geologische Zentrum des Parks ist – hier beten Medizinmänner der Navajo zum Regengott.

Felsformationen, die die Phantasie anregen

Ein Stück östlich des Totempfahls sieht man Yei Bi Chei, eine Formation, die aussieht wie eine Gruppe Tänzer. Berühmt sind auch der Artist’s Point, von dem aus man die Landschaft besonders gut malen kann, Spearhead Mesa (ein Pfeil, der aus einer Felsnadel ragt), das North Window rechts vom Elephant Butte und The Thumb (er sieht aus wie ein Daumen, ein bisschen aber auch wie ein Cowboystiefel). Wer den Scenic Drive befährt, sollte aber wissen, dass er keine Straße, sondern eine staubige Sandpiste ist.

Wandertour auf dem Wildcat Trail

Auch zu Fuß kann man die Landschaft erkunden, zum Beispiel auf dem Wildcat Trail. Für die 3,2 Meilen lange Strecke braucht man etwa zwei Stunden, sie führt um den West Mitten Butte herum. Er ist ein Lehrpfad mit Schilder, die auf besondere Pflanzen hinweisen. Für die Wanderung unbedingt genug Wasser mitnehmen, auf dem Weg bleiben und Müll wieder mitnehmen – es gibt keine Mülleimer an der Strecke.

Führungen durch die Landschaft

Damit man nichts verpasst, lohnt sich auch eine Führung durch die Gebiete im Monument Valley. Neben Insidertipps gibt es dabei auch immer mal wieder Anekdoten. Wählen kann man zwischen Touren mit dem Auto, zu Fuß und per Pferd (Infos zu den Anbietern).  Spannend: Wer eine Autotour bucht, befährt nicht nur den Scenic Drive, sondern er bekommt auch Zugang zu Bereichen, die für Privatfahrzeuge gesperrt sind.

Eines sollte sich kein Tourist entgehen lassen, der das Monument Valley besucht: den Sonnenuntergang. Das ist die Zeit, in der die roten Felsen zu glühen beginnen und manche Silhouette zum Scherenschnitt wird. Ein unvergesslicher Anblick!

Monument Valley – Infos

  • Anreise: Flughäfen: Page Municipal Airport in Page/Arizona; Grand Canyon National Airport (www.grandcanyonairport.net); Sky Harbor Airport in Phoenix/Arizona und McCarran International Airport in Las Vegas. Zug: Amtrak-Station in Flagstaff/Arizona (www.amtrak.com). Auto: Ab Flagstaff auf der Straße 89 bis Abzweig Tuba City, auf der 160 weiter bis Kayenta, dort links auf die 163
  • Visitor Center: am The View Hotel & Restaurant, vier Meilen östlich vom Highway 163; 1. April bis 30. Sept., tgl. 6-20 Uhr geöffnet, 1. Oktober bis 31. März, tgl. 8-17 Uhr
  • Scenic Drive: 1. April bis 30. Sept., tgl. 6-19 Uhr, 1. Okt. bis 31. März, 8-16.30 Uhr
  • Eintritt: 20 Dollar (Auto mit bis zu vier Personen, weitere Person 6 Dollar), Kinder bis 6 Jahren frei;
  • Campingplätze: (sehr einfach, nahe der Mittens gelegen) – Premium Cabins und Goulding’s Lodge & Campground
  • Monument Valley im Internet: www.navajonationparks.org

 

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