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Rebekka Ruétz und die Töchter des Aufruhrs

Darf’s ein bisschen schriller sein? Die österreichische Designerin Rebekka Ruétz lässt es mit ihrer Kollektion für Herbst/Winter 2018/19 so richtig krachen. „Riots Daughter“ (Tochter des Aufruhrs) nennt sie sie – und das passt perfekt. In der Österreichischen Botschaft, deren Räume eigens zum Catwalk umgestaltet wurden (mit schwarz-gelbem Klebeband auf dem Boden sichtbar gemacht), zeigte sie eine Explosion der Materialien – von Neopren bis Strick. Manchmal auch Neopren UND Strick an einem Stück.

Rebekka Ruétz liebt es extravagant

Es gibt Fake Fur und XXL-Strick,, Wasserfall-Gewänder, rosa Lackleder, Applikationen und schrilles Gelb. Fans lieben Rebekka Ruétz für ihre extravagante Mode und die eigenwillig zusammengebrachten Materialien – normal kann ja jeder.

“Riots Daughter” und viel Optimismus

Dabei darf es ruhig mal kitschig sein (rosa Lackgewand mit buntem Schirm), aber der Designerin gelingt es, dem Ganzen einen Hauch Ironie zu verleihen (beim Lackgewand war es ein umgehängtes Kunstfell). Mit „Riots Daughter“ verabschiedet sie sich vom Natürlichen, wendet sich dem Surrealen und Phantastischen zu und setzt auf Maximalismus und Hedonismus – und, um bei den –ismen zu bleiben: auf Optimismus. Was Zeiten wie diese auch mal nötig haben.

Kontraste und Farben

Da gibt es den himmelblauglänzenden Mantel, das lange graubraungemusterte Kleid mit einem überlangen Ärmel (den anderen gibt es nicht), Jeans-Overalls im „Blaumann“-Look, Kontraste wie gelbes Fell zum blauen Minikleid, Knallgelb an Ärmeln oder der Innenseite einer Kapuze und Aufschriften wie „Unstoppable“ und „Riots not Diets“ auf Sweatshirts. An den Füßen tragen die Models Stiefeletten mit Samt und Metallspitze. Zuschauer müssen aufpassen, um bei der rasanten Show keine Details zu verpassen.

Rebekka Ruétz kann auch brav sein

Und dazwischen wird es immer mal auch fast brav: Da gibt es einen blauen Business-Zweiteiler mit dunkel abgesetzten Kragen und Taschen, ein wunderschönes bodenlanges schwarzes Kleid mit breitem weinrotem Gürtel und eine lange halbtransparente Bluse in hellem Braun mit Glitzereffekt und schwarzen Rändern. Die wilde Designerin kann nämlich auch zahm sein. Manchmal. Ein bisschen.

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