Bewegen, Entspannen, my little luxury

Warum Schaukeln glücklich macht

Ich gehöre zu den Menschen, die an keiner Schaukel vorbeigehen können. Ja, es hängen Kindheitserinnerungen daran. Aber mal ehrlich: Wer genießt es nicht, sich mal für eine Weile vom Erdboden zu lösen und loszuschwingen? Es hat etwas von Schwerelosigkeit und Freiheit. Und gesund ist es auch noch!

Schaukeln in der Geschichte

Schon im alten Ägypten kannten die Menschen Schaukeln, als Sportgerät. Und ich habe gelesen, dass das Schaukeln im Hinduismus eine wichtige Rolle spielt – es soll Glück bringen. In der Rokoko-Zeit war es in Mitteleuropa ein Symbol des Müßiggangs. Und heute? Glauben die meisten Menschen, dass Schaukeln bloß was für Kinder ist.

Mal mit den Beinen baumeln

Dabei reicht es schon, um irgendwo mit den Beinen zu baumeln, um sich zu entspannen – und die Schaukel ist der perfekte Ort dafür. Für alle, die das mit dem Erwachsensein allzu ernst nehmen, ist es eine Herausforderung, sich mal auf dieses schmale Brett zu setzen und sich abzustoßen. Was, wenn das jemand sieht?

Training für Muskeln und die Seele

Die gute Nachricht: Es gibt so viele Argumente fürs Schaukeln, dass man sich wirklich nicht schämen muss, wenn man es als Erwachsener auch mal genießen will. Denn: Beim Schaukeln, bei dem man sich ja mit Muskelkraft antreibt, verbrennt man Kalorien (nicht in Massen, aber immerhin 200 Kalorien bei 60 Minuten Schaukeln). Die Muskeln, Bänder und Sehnen werden trainiert, und auch für das Körpergefühl ist es eine Wohltat. Mutig macht es auch, denn wer einmal den Bogen raus hat, möchte immer höher schwingen.

Entspannung und Glücksgefühle

Schaukeln, so haben Wissenschaftler festgestellt, löst ein Wohlgefühl übers Innenohr aus. Dort sitzt das Gleichgewichtsorgan, das durch die Bewegung und den Zustand zwischen Schwerelosigkeit und Erdanziehung stimuliert wird. Die Folge: Kribbeln im Magen – und dann Glücksgefühle und Entspannung. Studien haben ergeben, dass auch Erwachsene besser schlafen, wenn sie mit beim Einschlafen leichte Schaukelbewegungen spüren. Das erklärt vielleicht auch, warum Wasserbetten so beliebt sind.

Schaukeln, die Musik machen

In Montréal (Kanada) gibt es seit einigen Jahren 20 Schaukeln im öffentlichen Straßenland, die jeder benutzen kann. Das Besondere dabei: Wenn mehrere Menschen gleichzeitig schwingen, erzeugen sie Musik. In Deutschland sind ähnliche Versuche bisher gescheitert – ein Politiker, der die Idee äußerte, wurde ausgelacht. Schade, denn so entgeht den Menschen ein großes Vergnügen.

Füße abstoßen – und fühlen, als ob man fliegt

Wer eine Schaukel entdeckt, muss sich ja nicht gleich bis in den Himmel hochschwingen. Schon leichtes Hin- und Herbewegen macht Spaß. Oder man fläzt sich in die Hängematte, das ultimative Symbol für Entspannung. Aber einmal sollte man es doch ausprobieren. Füße abstoßen und dann höher, immer höher, bis es sich anfühlt, als ob man fliegt.

Vom Holzbrett bis zu Designer-Schaukeln

Dabei ist es egal, ob es ein einfaches Holzbrett ist, das mit dicken Seilen an einem kräftigen Baum befestigt ist, oder eine Hightech-Designer-Schaukel (etwa „Swing N.1“ von Iwona Kosicka), die man an die Wohnzimmerdecke hängen kann. Hauptsache, man schwingt!

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