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Der Smoothie: grün, gesund und unglaublich lecker

Als ich das erste Mal einen grünen Smoothie vor mir stehen hatte, war ich skeptisch. Sehr skeptisch. Schließlich wusste ich, was drinsteckt: Spinat, Wirsing und Fenchel, dazu Karotten, Bananen und Apfelsinen. Die beiden letzten Zutaten waren der Grund, warum ich mich dann doch herantraute. Und: Es war eine Offenbarung.

Beim Smoothie mischen sich Grünes und Obst

Das Grüne nämlich bleibt geschmacklich im Hintergrund und lässt den süßen Zutaten den Vortritt. Und alles zusammen ist so lecker, dass man beinahe vergessen könnte, dass es auch noch richtig gesund ist.

Fluffig wie ein Milchshake

Wer bisher nur Fertig-Smoothies aus dem Supermarkt kennt, der wird die selbstgemixten besonders lieben. Denn sie sind fluffig wie ein Milchshake, und sie stecken voller Vitamine, Mineralstoffe, Enzyme und sekundärer Pflanzenstoffe, sind ballaststoffreich und enthalten das gesamte Blattgrün der Pflanzen. Gut bekömmlich sind sie auch, denn der Mixer zerschlägt die Zellulose und das Verdauungssystem wird kaum beansprucht.

Energie-Kick aus dem Glas

Kurz nach dem Trinken spürt man einen Energie-Kick, und der Heißhunger nach Süßem, den man oft nach dem Kantinenessen spürt, bleibt aus. Das kann man unter Umständen nach einiger Zeit auch auf der Waage sehen.

Mit kleinen Mengen anfangen

Wer nach dem Smoothie ein Völlegefühl hat, sollte wissen, dass das wahrscheinlich an den Ballaststoffen liegt, die den Darm antreiben. Oder es könnte an der beginnenden Entgiftung des Körpers liegen. Deshalb ist es ratsam, mit einer kleinen Menge anzufangen. Und grundsätzlich sollte man den Smoothie kauen, denn er ist kein Getränk, sondern eine Mahlzeit.

Der Phantasie sind kaum Grenzen gesetzt

Als Zutaten eignen sich Blattgemüse (zum Beispiel Spinat, Wirsing, Feldsalat, Grünkohl und Mangold), Wildkräuter (zum Beispiel Giersch, Löwenzahn, Brunnenkresse) und Früchte (z.B. Bananen, Äpfel, Apfelsinen, Weintrauben). Auch Aroniabeeren, Weizengras, Chia-Samen und andere „Superfoods“ können hinein. Wer mag, schmeckt das Ganze noch mit Säften (nach Vorliebe), Mandelmilch, kaltem grünem Tee, Honig, Trockenobst, Leinsamen, Kürbiskernen und anderen Kernen und Samen, Pfefferminz- oder Melissenblättern ab.

Die Sache mit der Oxalsäure

Man sollte die Zutaten immer mal variieren, denn einige Blattgemüse (zum Beispiel Spinat und Mangold) enthalten Oxalsäure, und die kann in hoher Dosis die Nieren belasten. Menschen mit Nierenproblemen sollten oxalreiche Gemüsesorten lieber vermeiden. Aber der Wechsel der Zutaten lohnt sich schon wegen der immer neuen Geschmackserlebnisse.

Bio, saisonal und regional

Ganz wichtig ist es, Obst und Gemüse in Bioqualität zu nehmen, denn die enthalten weniger Pestizide. Bei den grünen Zutaten sollte man darauf achten, dass die Blätter nicht blass, sondern dunkelgrün sind, weil die hellen weniger Chlorophyll enthalten. Und es empfiehlt sich, saisonale und regionale Produkte zu verwenden.

Der Mixer ist eine Wissenschaft für sich

Zerkleinert wird das Ganze im Mixer, und der ist eine Wissenschaft für sich. Es gibt unendlich viele in genauso vielen Preislagen. Einfache Geräte bekommt man schon für 40 Euro. Aber nur Hochleistungsmixer schaffen es, die wertvollen Inhaltsstoffe komplett freizusetzen. So sind die Smoothies leichter verdaulich, cremig und frei von Fasern und Blattresten. Für ein gutes Gerät (z.B. Bianco primo, Omniblend oder Vitamix) muss man tief in die Tasche greifen und zwischen 270 und 600 Euro ausgeben, aber die Investition lohnt sich.

Tipps vom Experten

Wer angesichts der Menge an Geräten ins Grübeln kommt, kann sich Rat vom Experten holen. In Berlin zum Beispiel bei der GrüneSmoothies GmbH (Ladengeschäft an der Urbanstraße 177a) an der Urbanstraße 177a in Berlin-Kreuzberg) und bei Ansahl Consulting (Laden in der Düsseldorfer Straße 17-18, www.gruenesmoothies.org) – dort bekommt man auch noch Tipps zur Zubereitung und Rezeptvorschläge.

Smoothie herstellen

Das Herstellen des Smoothies ist kinderleicht. Die kleingeschnittenen Zutaten werden nacheinander in den Mixer gegeben, und es kommen noch 350 bis 500 Milliliter Mineralwasser dazu. Wir mixen etappenweise (erst das Gemüse, dann das Obst), um dem Schneidwerk die Arbeit zu erleichtern. Dann erst auf niedriger und später auf höchster Stufe mixen, bis der Smoothie die gewünschte cremige Konsistenz hat.

Na dann: Prost!

Tipp: vom 16. bis 22. März gibt es für Fans die kostenlose Grüne-Smoothies-Challenge

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