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Thalasso: Gesundheit aus dem Meer

„Ich bin reif für die Insel“, seufzt man oft, wenn man Erholung so richtig nötig hat. Dabei ist es eigentlich viel eher das Meer rund um die Insel, das uns gut tut. Das Wasser mit seinem Gehalt an Salz, Schlamm und Algen ist eine Wohltat für den Körper. Kein Wunder, dass es für Anwendungen mit Meerwasser längst eine eigene Therapieform gibt: Thalasso.

Thalasso: Leben aus dem Meer

Die Erkenntnis, dass das Meer heilt, ist schon einige tausend Jahre alt. In China behandelte man schon vor 3000 Jahren Schilddrüsenerkrankungen mit Algen, die Griechen, Römer und Ägypter gönnten sich Badekuren. Und Hippokrates betonte vor 2000 Jahren, dass alles Leben aus dem Meer stamme. Er behandelte Rheumakranke mit Meerwasser.

Heilmittel gegen Infektionskrankheiten

Deshalb passt der Name Thalasso auch so gut. Er bedeutet nämlich einfach nur: Meer. Und um 1750 erkannte der britische Arzt Richard Russell, dass Küstenbewohner von bestimmten Krankheiten verschont blieben. Er ging dieser Erkenntnis nach, schrieb eine Doktorarbeit über die Wirkung des Wassers gegen Infektionskrankheiten und legte damit die Grundlage für die moderne Meeresheilkunde.

Wie der Name entstand

Damals hatte die Therapie allerdings noch keinen Namen. Die Bezeichnung Thalasso erfand 1867 der französische Arzt Joseph de la Bonnadière – er verband die griechischen Begriffe „thalassa“ (Meer) und „therapeia“ (Pflege).

Meerwasser, Salz und Schlamm

Aber wie funktioniert eigentlich die Thalasso-Therapie? Eine Rolle spielen das Klima, das Meerwasser mit seinem hohen Salz- und Mineralstoffgehalt, das Salz selbst, der Schlamm mit vielen Mineralstoffen und der Fähigkeit, Entzündungen zu hemmen und die Durchblutung anzuregen, und die Algen mit ihrem Gehalt an Mineralstoffen, Spurenelementen und Chlorophyll. All diese Stoffe regen den Stoffwechsel an und stärken die Abwehrkräfte, straffen die Haut und bauen Stress ab.

Bäder und Packungen

Zu den wichtigsten Anwendungen der Therapie gehören Bäder und Wassergymnastik, Algen- und Schlamm-Packungen, Aerosole-Anwendungen (Inhalation), Bewegung an der Luft, Nebelsprühduschen und Massagen. Die Bäder haben auch noch eine angenehme Nebenwirkung: In der Schwerelosigkeit des Wassers werden Bänder und Gelenke geschont und sanft trainiert.

Zum Ausprobieren: Wassertreten

Fast jedes Kind kennt das Kneippsche Wassertreten. Dabei wandert man im Storchenschritt eine Minute lang in einem Becken mit kaltem Wasser auf und ab, trocknet danach die Beine ab und geht dann (mit warmen Socken an den Füßen) einige Minute an der frischen Luft herum. Damit hilft man dem Immunsystem auf die Sprünge, denn der Kältereiz regt die Durchblutung an.

Thalasso im Hotel Neptun Warnemünde

Welche Anwendungen für welchen Patienten die richtigen sind, entscheidet übrigens ein Arzt. Denn die meist sechstägige Therapie beginnt mit einem ärztlichen Check. Ein guter Tipp für einen Thalasso-Urlaub ist übrigens das Hotel Neptun in Warnemünde. Für eine Woche mit Übernachtung zahlt man ab 1332 Euro, enthalten sind sieben Übernachtungen mit Halbpension, Nutzung des Neptun-SPA und 18 individuelle Anwendungen.

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