• Allgemein
  • Deutschland
  • Länder
  • 93
  • 0

Die Ostsee im Winter – stille Tage am Meer

Die Ostsee im Winter – stille Tage am Meer

Die Ostsee im Winter – das sind stille Tage an einsamen Stränden, an denen man mehr Möwen als Menschen begegnet und der Wind manchmal so kräftig weht, dass man sich ihm entgegenstemmen muss. Es ist ein Traum für alle, die sich mal für eine Weile von der Welt zurückziehen möchten. Reise leise stellt Lieblings-Winterziele an der Ostsee vor.

Ostsee im Winter: Rügen

Ganz allein ist man in Rügens Badeorten auch im Winter nicht. Aber Binz, Sellin & Co. haben so viel Strand, dass jeder seine eigenen Spuren in den Schnee drücken kann. Und wenn es so richtig kalt ist, entstehen an den Buhnen wahre Kunstwerke aus Eis.

Besonders schön ist es in der Dämmerung, wenn die Seebrücken festlich beleuchtet werden. Und wenn man dann mit roten Backen und kräftig durchgepustet vom Strand zurückkommt, muss man sich entscheiden: Sauna oder ein heißer Grog im Restaurant? Am liebsten beides!

Melancholie auf Usedom

Manchmal, wenn es so richtig eisig wird, türmen sich Eisschollen an den Stränden von Usedom und formen eine bizarre Landschaft. Pfützen frieren zu und Schnee vermischt sich mit dem Sand zu glitzerndem Weiß. Nur noch Möwen wagen sich ins Wasser und ganz gelegentlich Gruppen von Menschen, die den Minusgraden trotzen und nach dem mit wildem Geschrei begleiteten Untertauchen knallrot wieder aufsteigen.

Badehose trifft Langlaufski

An solchen Tagen gibt es Begegnungen von Menschen in Badehosen (oder auch ohne) und anderen, die ihre Langlaufski angeschnallt haben und auf dem glatten Sand-Schnee-Gemisch vorwärtsrutschen.
Ein paar Strandkörbe stehen noch – mit Schneemütze bedeckt warten sie auf wärmere Zeiten. An trüben Tagen ist das Meer so grau, dass es den Horizont verschwinden lässt und mit dem Himmel verschwimmt. Es ist eine melancholische Zeit, zu der ganz wunderbar ein heißer Tee passt – genossen aus der Thermoskanne, mit Blick in die Ferne.

Wald und Meer auf dem Darß

Der Darß im Winter, das ist etwas für Genießer. Besonders, wenn man nicht direkt am Strand von Ahrenshoop wohnt, sondern weiter weg, in Wieck oder Born oder Prerow. Dann nämlich muss man erst den Darßwald durchqueren, bevor man Ostsee-Luft schnuppern kann. Ob zu Fuß, mit dem Rad oder der Kutsche – wer mit offenen Augen unterwegs ist, sieht ganz besondere Bäume: Windgebeugt, mit Moos bedeckt und oft uralt wirken sie wie Gestalten aus einer Märchenwelt.

Ein Strand ganz für mich allein

Den Strand hat man – so weit von Orten entfernt – dann oft fast für sich allein, und kann kilometerweit wandern, Muscheln sammeln und in die Ferne blicken. Besonders schön ist der Holzbohlenweg vom Leuchtturm am Darßer Ort durch die Dünenlandschaft: Hier kann man sehen, wie die Ostsee neues Land aufgeschüttet hat. Im Café am Leuchtturm (den man unbedingt besteigen sollte) kann man sich bei einem heißen Kakao aufwärmen. Und stärken für den Rückweg durch den Märchenwald.

Besuch im Gespensterwald

Einen Märchenwald gibt es auch in Nienhagen bei Rostock, nicht weit auch von Heiligendamm gelegen. Er reicht dicht ans Meer heran und ist besonders im Winter so unheimlich, dass jedem klar wird, warum er auch Gespensterwald heißt. Die alten Buchen, Eichen, Hainbuchen und Eschen stehen dicht an dicht und ihre Kronen scheinen in den Himmel zu greifen. Ständiger Wind und die feucht-salzige Luft haben diesen wunderschönen Wald erschaffen, der nicht nur Märchenfans begeistert.

Wanderspaß an der Ostsee im Winter

Wer gut zu Fuß ist, kann von Heiligendamm oder Warnemünde aus am Strand nach Nienhagen wandern (einfache Strecke jeweils etwa acht Kilometer). Vorbei an Kindern, die bunte Drachen steigen lassen, geht es – und wenn der Wind kräftig genug ist, treibt er die Winterwanderer einfach vor sich her. So ist das im Winter an der Ostsee.

Links setzen!!!

Anzeige!!

Schreibe einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *