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Baumkuchen: Leckerei mit vielen Schichten

Baumkuchen ist eine Spezialität, hinter der eine Geschichte steckt. Woher genau er kommt, ist unbekannt. Manche meinen, er käme aus Ungarn, andere sehen die Griechen als Erfinder. In einem italienischen Kochbuch von 1426 findet sich das erste Rezept für einen Schichtkuchen. Und die Bezeichnung Baumkuchen tauchte erstmals 1682 in einem Kochbuch auf.

Baumkuchen aus Deutschland

Heutzutage gibt es viele Hersteller in Deutschland. Zu den bekanntesten gehören die Manufakturen in Salzwedel, Cottbus, Nürnberg, Frankfurt/Main und Berlin. Alle widmen sich mit Inbrunst dem runden Kuchen, der schichtweise an einem sich drehenden Spieß gebacken wird. Die Herstellung ist eine Wissenschaft für sich, denn ein echter Baumkuchen ist an seiner ringförmigen Maserung zu erkennen. Diese Ringe, die an Jahresringe von Bäumen erinnern, gaben dem Gebäck den Namen.,

Mit Aromen verfeinert

Zutaten für die Leckerei sind Butter, Eier, Mehl, Zucker, Vanille und Salz, und dabei spielt das Verhältnis eine wichtige Rolle. Auf 100 Gramm Mehl kommen mindestens 100 Gramm Butter und 200 Gramm Voll-Ei. Später werden noch Aromen wie Honig, Marzipan, Nugat oder Nüsse dazugegeben.

Königliches Gebäck

Früher war der Kuchen, der ursprünglich über einer offenen Flamme gebacken wurde, eine Leckerei für Hochzeitsfeste, und auch an Königs- und Fürstenhäusern wurde er serviert. Noch heute ist er nichts, was man mal eben im Vorbeigehen isst, sondern etwas, das man sich gönnt. Genießen kann man ihn mit einer Zuckerglasur oder mit Schokoladenüberzug, als Scheibe, als Baumkuchenspitze oder als Torte. Zu Weihnachten ist er besonders beliebt, aber lecker ist er in jeder Jahreszeit.

Baumkuchenstunde bei Buchwald

In der Baumkuchen-Bäckerei Gustav Buchwald in Berlin zum Beispiel, in der seit 1852 Baumkuchen gebacken wird, kann man freitags um 16 Uhr eine „historische Baumkuchenstunde buchen, in der man viel über die Geschichte des Gebäcks im Haus Buchwald erfährt.

Schaubacken in Cottbus

Die Cottbuser Manufaktur lädt Neugierige in den Wintermonaten zur „Geburt der Baumkuchen“ ein. Gruppen zwischen zwölf und 20 Personen können den Konditoren beim Schaubacken zusehen. Natürlich mit anschließender Verkostung.

Rezept zum Selbstbacken

Auch wenn nicht jeder eine Walze hat: Man kann Baumkuchen auch selbst backen. Dafür braucht man jeweils 250 Gramm Zucker und Butter (bzw. Margarine), 150 Gramm Mehl, jeweils 100 Gramm Speisestärke und Marzipan, sechs Eier, eine Packung Vanillezucker, drei TL Backpulver, drei Esslöffel Amaretto, etwas Bittermandelaroma und Schokoladenkonfitüre. Wer mag, gibt auch noch zwei Esslöffel Orangenlikör dazu.

Die Zubereitung

Zuerst fetten Sie eine Springform ein und heizen den Backofen auf 250 Grad vor. Dann werden Eigelbe, Butter, Zucker, Vanillezucker und Bittermandelaroma vermischt und schaumig geschlagen. Nun erwärmen Sie das Marzipan im Wasserbad, verrühren es mit dem Amaretto und geben die Masse zum Teig dazu. Gut verrühren und löffelweise Mehl, Backpulver und Stärke dazugeben. Als nächster Schritt kommt das steif geschlagene Eiweiß dazu (vorsichtig unterheben).

Baumkuchen aus dem eigenen Backofen

Jetzt verteilen Sie zwei bis drei Esslöffel Teig auf dem Boden der Form und backen sie vier Minuten lang. Dann nehmen Sie die Form aus dem Ofen und verteilen weitere zwei bis drei Esslöffel Teig darüber. Wieder für vier Minuten backen. Das Ganze wiederholen, bis der Teig verbraucht ist. Anschließend Kuchen aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Kuvertüre schmelzen und nach Belieben etwas Orangenlikör dazugeben und dann auf den Kuchen streichen. Guten Appetit!

Hier sehen Sie in einem YouTube-Video, wie Baumkuchen hergestellt wird

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