Kultur und Wein, Essen, Architektur und Mode – es gibt unendlich viele Gründe, nach Florenz zu reisen. Und am besten widmet man sich allen. Die Stadt in der italienischen Toskana mit etwa 370.000 Einwohnern hat allerdings so viel zu bieten, dass eine kurze Reise kaum reicht, um mehr als einen Eindruck zu bekommen.
Florenz: Kommen Sie am besten im Frühling oder Herbst
Die besten Reisezeiten für Florenz sind Frühling und Herbst. Das sind die Zeiten, in denen die Stadt besonders angenehme Temperaturen hat. Im Hochsommer sieht das ganz anders aus: über 30 Grad sind dann keine Seltenheit. Oder Sie besuchen Florenz, das vom Arno und dem kleineren Fluss Mugnone durchflossen wird, im Winter. Auch wenn die Stadt nicht schläft, geht es dann viel entspannter zu.
Gegründet von Cäsar
Ein bisschen Respekt ist angebracht, wenn Sie Florenz besuchen. Es ist nämlich eine sehr alte Stadt. Und eine, die im Jahr 59 n. Chr. von einer absoluten Berühmtheit gegründet wurde: Es war niemand Geringeres als Julius Cäsar. Er gab ihr auch den Namen: Florentia. Namenspatin war die Göttin der Blumen. Inspiriert hat ihn vermutlich die üppige Vegetation im Arnotal. Romantisch war die Stadt anfangs allerdings nicht, denn sie diente als Militärlager und Veteranensiedlung.
Künstler hinterließen ihre Spuren
Das änderte sich allerdings im 14. Jahrhundert, als Künstler und Gelehrte kamen und ihre Spuren hinterließen. Ihre Namen sind noch heute weltberühmt: Donatello und Botticelli, Galileo Galilei und Macchiavelli, Michelangelo und Leonardo da Vinci lebten und wirkten in Florenz.
Medici und Habsburger
Auch die Medici veränderten das Gesicht der Stadt. Die reiche Familie bescherte Florenz viele reizvolle Bauten und setzte sich auch sehr für die Künste und die Wissenschaft ein. Das nächste berühmte Adelsgeschlecht in Florenz waren die Habsburger. Auch die Österreicher prägten die Metropole, die zeitweise sogar italienische Hauptstadt war.
Weltberühmte Bauwerke
Kein Wunder, dass Florenz heute ein sehr beliebtes Reiseziel ist. Besucher bewundern legendäre Bauwerke wie den Dom (der offiziell Kathedrale Santa Maria del Fiore heißt), den Palazzo Pitti, den Palazzo Vecchio, die Brücke Ponte Vecchio oder die Kirche Santa Croce. Natürlich schlendern sie durch die Uffizien und die Galleria dell’Accademia und staunen über die großartigen Kunstwerke. Sie streifen durch den Boboli-Garten und wandern durch die schmalen Straßen mit ihren reizvollen alten Gebäuden und den hübschen Plätzen. Es lohnt sich, die Fassaden genauer zu betrachten.
Verheerende Arno-Flut
Glücklicherweise ist von den Schäden, die eine verheerende Arno-Flut im November 1966 angerichtet hatte, heute kaum noch etwas zu sehen. Die Brücke Ponte Vecchio hielt ihr stand, allerdings stieg das Wasser damals bis zu den Läden und zerstörte einige der Balkone.
Nobelboutiquen von Fendi bis Ferragamo
Der wichtigste Grund, Florenz zu besuchen, sind die eindrucksvollen Bauwerke. Aber insgeheim geht es auch ums Shoppen. Wer durch die Via Roma/Via Calimala schlendert, bekommt angesichts der legendären Modemarken große Augen: Gucci und Miu Miu, Luisa via Roma und Fendi (Via degli Strozzi ), Roberto Cavalli (Via de’Tournabuoni 83) und Pucci (Via de de’Tournabuoni 20) reihen sich hier aneinander – mit luxuriösen Boutiquen. Von Gucci und Ferragamo gibt es in Florenz sogar eigene Museen (Gucci an der Piazza della Signoria und Ferragamo im Palazzo Spini Feroni an der Piazza di Santa Trinita).
Insidertipp für Modefans: Die Labels Fendi und Dolce & Gabbana haben Factory Outlets in Incisa in Val d’Arno bzw. Rignano sull’Arno bei Florenz eingerichtet, Prada in Montevarchi.
Wein und Cantucci für Genießer
Die frisch gekauften Designerstücke kann man anschließend wunderbar in den Restaurants in Florenz ausführen. Luxus gefällig? Kehren Sie in der Enoteca Pinchiorri ein. Weitere gute Adressen sind die Cantinetta Antinori (Piazza Antinori 3), Dei Frescobaldi Ristorante & Wine Bar (Via dei Magazzini 2) unddas Restaurant Il Latini (Via dei Palchetti 6).
Es muss aber nicht teuer sein. Es gibt viele Enotecas, in denen man lecker essen und feinen toskanischem Wein genießen kann. Und probieren Sie unbedingt Cantucci. Die Süßigkeit ist eine typische Spezialität, die noch lange an die Reise nach Florenz erinnern.
Florenz – Infos
Anreise: Die Stadt hat einen internationalen Flughafen (Amerigo Vespucci, ca. 4 km nordwestlich der Innenstadt gelegen). Mit dem Auto: Autobahn A1 (Autostrada del Sole), die Mailand mit Neapel verbindet. Bahn: Der Hauptbahnhof Santa Maria Novella liegt im Herzen der Stadt. Unterkünfte und weitere Infos: http://de.firenze-online.com/
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