Garden Route – Paradies am Ende der Welt

Von Silke 15. Januar 2025 Kommentare 4 Min. Lesezeit
Garden RouteGarden Route

Als die Menschen das Gebiet am südlichen Ende von Afrika zum ersten Mal sahen, waren sie sicher: das muss der Garten Eden sein. Deshalb heißt das grüne, fruchtbare Land heute ganz passend Garden Route. Es zieht sich von Mossel Bay im westlichen Kapgebiet bis zum Storms River – etwa 300 Kilometer entlang der Nationalstraße N2. Oftmals wird aber der gesamte Küstenstreifen in Südafrika, der 700 Kilometer lang ist und Kapstadt mit Port Elizabeth verbindet, mitgerechnet.

Die Garden Route ist ein Touristenmagnet

Die Landschaft der Garden Route ist so besonders, dass sie zu den wichtigsten Touristenattraktionen Südafrikas gezählt wird. Jedes Jahr gucken sich mehrere Millionen Menschen die Besonderheiten wie den Garden-Route-Nationalpark oder die Straußenfarmen in der Nähe von Oudtshoorn an. Vielerorts entlang der N2 wurden Aussichtspunkte eingerichtet, von denen aus man eine phänomenale Weitsicht hat.

Auf der Fahrt entlang der Garden Route passiert man mehrere große Orte. Einer davon ist George, wo sich ein Abstecher zur Anglikanischen Kirche St. Mark’s lohnt. Die Stadt ist die größte der Route. Bekannt ist sie auch für ihre Erdbeerfelder und die reizvollen Strände. (Sonnen-)Baden kann man aber auch in Knysna, Wilderness, Mossel Bay und den meisten anderen Städten.

Wilde Natur im Garden-Route-Nationalpark

Noch beliebter allerdings ist der Garden-Route-Nationalpark. Der entstand 2009, als die Nationalparks Tsitsikamma, Wilderness National Park und Knysna Lake Area zusammengefasst wurden. Er reicht von Wilderness über Knysna bis zur St. Francis Bay, und die Landschaft ist atemberaubend: Im Tsitsikamma National Park zum Beispiel können Sie Yellowwood-Bäume sehen, die über 800 Jahre alt sind. Und Sie können einem außergewöhnlichen Tier begegnen: dem Klippschliefer, der Ähnlichkeit mit einem Kaninchen hat.

Viele Wanderwege

Die Natur im Nationalpark ist wild und unberührt. Erkunden kann man sie beim Wandern. Einer der unzähligen Wanderwege ist der 48 Kilometer langen Otter Trail, dessen wichtigste Attraktion ein Wasserfall. Einige Wege allerdings sind herausfordernd: Hier gibt es schwankende Hängebrücken aus Holz, unter denen breite Flüsse tosen – das Hinübergehen ist eine wackelige Angelegenheit.

Viel zu sehen gibt es auch im Wilderness National Park nahe der Stadt Wilderness. Lagunen, Seen und Flüsse zum Beispiel. Dort leben und brüten über 250 Vogelarten – etwa rosafarbene Flamingos. Reizvoll sind auch die Wiesen und Wälder, die bis zu den Outeniqua-Bergen führen. Überall kann man auch gut wandern. Etwas auf dem sieben Kilometer langen „Giant Kingfisher Trail“ und dem zehn Kilometer langen „Pied Kingfisher Trail“. Wer zwischen August und Oktober dort unterwegs ist, staunt über das Blütenmeer, das entlang der Wasserläufe zu sehen ist.

Begegnung mit dem Knysna-Seepferdchen

Absolut lohnenswert ist auch die Knysna Lake Area. Sie verbindet Wasserlandschaften, eine reizvolle Lagune und weite Wälder. Dort leben unzählige Meerestierarten und seltene Geschöpfe wie das nur etwa zwölf Zentimeter lange Knysna-Seepferdchen. Das hält sich gern im Seegras auf – mit etwas Glück kann man es sogar vom Ufer aus sehen. 

Besuch in der Tropfsteinhöhle

Eine weitere Attraktion sind die Cango Caves. Diese bei Oudtshoorn gelegenen Tropfsteinhöhlen bestehen aus drei Kammern und sind insgesamt vier Kilometer lang. Eine Kammer der Höhle, die schon vor 10.000 Jahren von Menschen genutzt wurde, ist öffentlich zugänglich, man kann sie auf einer Länge von bis zu 1,2 Kilometern erkunden.

Ein Pass in den „Schwarzen Bergen“

Wer die Region besucht, sollte auch einen Abstecher in die Swartberge machen. Sie bestehen aus rotem Gestein (und das, obwohl Swartberge übersetzt „schwarze Berge“ bedeutet). Aus der Ferne wirken sie aber tatsächlich schwarz. Wenn Sie auf der Straße N12 durch das Gebirge hindurchfahren, sollten Sie am Swartberg-Pass anhalten. Er liegt auf 1583 Metern Höhe und bietet einen beeindruckenden Weitblick.

Rund um die Berge gibt es spektakuläre Halbwüstenlandschaften, die große und kleine Karoo. Darin können schon mal 40 Grad Celsius gemessen werden, während es an der Garden Route sonst eher mild ist.

Garden Route für Surfer

Für Surfer hat die Garden Route noch einen weiteren Reiz. Das Gebiet um Jeffreys Bay bei Port Elizabeth gilt nämlich als einer der besten Surfspots der Welt. Und im Wasser bei Hermanus kann man mit Glück Wale sehen. Es gibt also viele Gründe, diesen Garten Eden kennenzulernen.

Garden Route – Infos

Anreise: Flug nach Kapstadt oder Port Elizabeth. Die Straße N2 führt durch beide Städte hindurch

Beste Reisezeit: zwischen Juni und August ist es in der sonst sehr regenreichen Region am trockensten, allerdings mit 19 Grad auch recht kühl. 

Infos im Internet: www.southafrica.net

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