Das Wasser am Navagio Beach auf der griechischen Insel Zakynthos ist von einem so unglaublichen Blau, dass man meinen könnte, jemand habe Farbe ins Wasser geschüttet. Der weiße Sand davor und die Felsen drumherum tragen mit zur Schönheit dieser Bucht bei, die aus gutem Grund eine der wichtigsten Attraktionen der Insel ist.
Zakynthos: Insel mit 39.000 Bewohnern
Hinter Korfu und Kefalonia ist Zakynthos die drittgrößte Ionische Insel, unter den griechischen Inseln allgemein steht sie auf Platz zehn. 39.000 Menschen leben auf dem Eiland, das ungefähr 20 Kilometer westlich der Halbinsel Peloponnes liegt. Etwa genauso weit ist es von Zakynthos zum weiter nördlich gelegenen Kefalonia.
Zerklüftete Küsten
Die Insel ist etwa 40 Kilometer lang und 20 Kilometer breit – klein genug, um sie während eines Urlaubes gut kennenzulernen. Die Landschaft ist vor allem auf der Westseite gebirgig, höchste Erhebung ist der 756 Meter hohe Vrachionas. Die Küste ist an einigen Stellen steil und zerklüftet, an anderen dagegen eher flach.
Bucht mit Piratenschiff
Eine der spektakulärsten Buchten ist die anfangs erwähnte Navagio Bay an der Westküste. Die verdankt ihre Bekanntheit nicht nur dem intensiven Blau des Wassers. Interessant ist auch, dass man sie nur mit dem Schiff erreichen kann. Und dass in ihrer Mitte ein mächtiges Schiffswrack liegt. Es sind die Überreste des Schmugglerschiffes „Panagiotis“. 1980 strandete es bei Sturm und liegt seitdem dort.
Früher war die von über 30o Meter hohen Felsen gesäumte Bucht unter dem Namen Agios Georgios bekannt. Das Wrack sorgte dafür, dass sie heute auch als „Schmugglerbucht“ bekannt ist.
Base-Jumping aus 310 Metern Höhe
Die Bucht ist auch noch aus einem ganz anderen Grund bekannt: Fans lieben sie als Standort für Base-Jumping, Sprünge, die nur mit einem Spezialfallschirm als Sicherung gemacht werden. Die Anhänger dieser lebensgefährlichen Extremsportart springen aus 310 Metern Höhe in die Bucht.
Weitblick vom Aussichtsbalkon
Wer den Strand mit dem Wrack sehen möchte, hat einen besonders guten Blick von der Aussichtsplattform, die hoch über der Bucht wie ein Balkon in den Fels eingelassen ist. Allerdings ist man hier so gut wie nie allein. Oft muss man lange in einer Schlange warten, bis man die Aussicht genießen kann. So kommen Sie hin: Von Anafonitria oder Volimes in Richtung Kloster St. George Kremnon. Dort folgen Sie dem Schild „Navagio“.
Die schönsten Strände
Aber vor lauter Begeisterung für die Navagio-Bucht sollte man nicht vergessen, dass es auf Zakynthos noch viele weitere schöne Strände gibt. Im Westen fällt das Ufer meist steil ab, in viele Buchten kommt man nur per Boot – aber die Strände sind traumhaft. An der Ostküste wechseln sich felsige Buchten und flache Sandstrände ab (zu den bekanntesten Stränden gehören Alykes, Tsilivi und Amboula). Außerdem liegen bei Kap Skinari die Blauen Grotten, die man bei einer Schiffstour besuchen kann – sie sind wirklich sehenswert. Wer sie erreichen will, nimmt ein Schiff vom Strand von Makris Gialos, in Kap Skinari und am Hafen Agio Nikolaos.
Die Bucht der Schildkröten
Im Süden von Zakynthos wartet eine weitere Sehenswürdigkeit: die Bucht der Schildkröten. Hier liegen Strände wie Limni Keri, Kaminia, Porto Koukla, Agios Sostis, Laganas, Dafni, Kalamaki, Gerakas und Marathia Kap. Den Namen verdankt die Bucht den Unechten Karett-Schildkröten, die dort leben. Sie gehören in Europa zu den gefährdeten Arten. Am Strand von Dani kann man die Schildkröten sehen. Am Strand von Dafni haben die Tiere sogar Vorrang vor den Menschen. Wenn sie ihre Eier legen und im Sand vergraben, wird der Strand für Badegäste gesperrt. Von Laganas aus kann man Bootstouren zu den Lebensräumen der Schildkröten unternehmen.
Party und Action in Laganas
Auch Action kann man auf Zakynthos haben. Wichtigster Treffpunkt ist der Strand von Laganas, wo sich die Jugend trifft. Es gibt Bars, Restaurants und Sportmöglichkeiten.
Ausflug nach Zakynthos-Stadt
Viele Touristen bleiben vor allem am Strand, aber es lohnt sich, ein paar Ausflüge zu machen. Zum Beispiel in die Hauptstadt Zakynthos-Stadt. Sehenswert sind die Hafen-Piers, eine Gedenkstätte, in der an zwei mutige Insulaner erinnert wird, die im Zweiten Weltkrieg vielen Juden das Leben retteten, die Agios-Dionysos-Kirche mit dem abseits stehenden Glockenturm, das Kloster der Strophaden und die Kastro-Ruinen auf dem gleichnamigen Hügel – Reste der ursprünglichen Stadt. In der Hauptstadt kann man zudem einige Stein gewordene Erinnerungen an die 700 Jahre lange Herrschaft der Venezianer auf Zakynthos sehen.
Das Bergdorf Keri
Unbedingt besuchen sollte man auch das Dorf Keri, das etwa 20 Kilometer von Zakynthos-Stadt entfernt ist – ein zauberhaftes Bergdorf mit alten Häusern und schmalen Gässchen. Sehr sehenswert ist zudem das Dorf Kampi im Westen der Insel. Hier gibt es eine spektakuläre, steil abfallende Felsküste.
Die beste Reisezeit
Zakynthos kann man in beinahe jeder Jahreszeit besuchen. Die meisten Touristen kommen zwischen Mai und Oktober, wenn es sommerlich warm ist (die Temperaturen liegen dann zwischen 25 und 32 Grad). Im November kann es immerhin noch bis zu 20 Grad warm werden und zwischen Dezember und März gibt es milde, aber regnerische acht bis zehn Grad. Wer in dieser Zeit baden will, muss abgehärtet sein, denn das Wasser ist dann gerade mal zwölf bis 17 Grad warm.
Zakynthos – Infos für den Urlaub
Anreise: Flughafen Zakynthos-Stadt (ZTH), Verbindungen von Deutschland aus direkt oder über Athen bzw. Thessaloniki. Fähre: von den Häfen Patras und Kyllini auf der Halbinsel Peloponnes aus (Fahrzeit: 1 Stunde, z.B. mit goferry.de, ferries-greece.com, ioniangroup.com). Infos (auf Englisch) über die Insel bei Visit Greece
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