Die schönsten Weihnachtsmärkte (und ein paar Geheimtipps)

Von Silke 11. Dezember 2023 Kommentare 4 Min. Lesezeit
Herzen vom Nürnberger ChristkindlesmarktHerzen vom Nürnberger Christkindlesmarkt Foto: Klaus Brüheim / Pixelio.de

Deutschlands berühmteste Weihnachtsmärkte sind bunt durchs Land verteilt. Und werden oft von Millionen Menschen besucht. Wir stellen einige der bekanntesten Märkte vor und verraten ein paar Geheimtipps.

Berühmte Weihnachtsmärkte: Nürnberger Legende

Der Nürnberger Christkindlesmarkt ist der wohl berühmteste Weihnachtsmarkt. Und wer ihn besucht, stellt fest, dass es zwar oft sehr voll ist, aber ein Besuch lohnt sich trotzdem. Wegen der Atmosphäre. Der Nürnberger Rostbratwürstchen. Der Lebkuchen. Und wegen des Christkindes, das sich regelmäßig auf dem Markt sehen lässt. Wer Geschenke sucht, wird garantiert fündig. Termin 2023: bis 24. Dezember, Mo-So, 10-21 Uhr

Besinnlich in Berlin

In Berlin finden sich an allen Ecken Weihnachtsmärkte – von der Altstadt Spandau und das Opernpalais bis zum Schloss Charlottenburg oder der Gedächtniskirche. Doch der berühmteste liegt auf dem berühmtesten Platz der Stadt: dem Gendarmenmarkt. Eigentlich, denn in diesem Jahr muss er auf den Bebelplatz ausweichen, weil der Gendarmenmarkt saniert wird. Der Ausweichplatz ist aber genauso spektakulär. In einer kleinen Zeltstadt kann man jährlich bis Silvester durch die Reihen von Ständen schlendern, sich mit Glühwein, Süßwaren, Kunsthandwerk und Geschenken versorgen und dazu auch noch in mehreren Restaurantzelten gehoben speisen.

Zusätzlich gibt es regelmäßig Weihnachtskonzerte, Theateraufführungen und andere Veranstaltungen. Höhepunkt ist eine große Silvesterparty. Geöffnet ist der Markt täglich: So-Do von 11-22 Uhr, Fr/Sa, 11-23 Uhr.

Christmas Garden Berlin

Christmas Garden Berlin

Übrigens: Ein ganz besonderer Weihnachtsmarkt ist der Christmas Garden im Botanischen Garten (kleines Foto). In der großen Anlage gibt es einen liebevoll beleuchteten Rundweg, an dessen Rand überall Lichter und Figuren stehen. Da hängen Sterne in den Zweigen, es „regnet“ Glitzer und Sterne wandern über den Weg. Mal geht man durch einen Lichtervorhang, mal sieht man ein kleines Video mitten auf dem Teich, und mal bekommt man große Augen, wenn tausende Lämpchen auf einer Wiese gleichzeitig die Farbe wechseln.

Ein wunderbarer Ort für alle, die es romantisch mögen und das Staunen nicht verlernt haben. Weihnachtsmusik begleitet die Besucher, und es gibt an vielen Stellen Stände, an denen man Glühwein und andere Leckereien bekommt. 

Traditionell in Dresden

Der Dresdner Striezelmarkt ist eine Legende. Das liegt natürlich auch daran, dass er anderen Weihnachtsmärkten gegenüber einigen Vorsprung hat: Schon 1434 wurde er erstmals urkundlich erwähnt und ist damit einer der ältesten Weihnachtsmärkte in Deutschland. Es liegt aber auch am Dresdner Christstollen – auch Striezel genannt -, der dem Markt den Namen gab. Schon im 16. Jahrhundert kauften die Menschen die Leckerei. Heute verkaufen rund um den Altmarkt, den Stallhof und den Neustädter Markt 250 Händler erzgebirgische Holzschnitzkunst, Herrnhuter Weihnachtssterne, Lausitzer Glasbläserkunst, Christstollen und vieles mehr. Die riesige Weihnachtspyramide wurde als größte der Welt ins Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen. Der Markt ist bis 24. Dezember tgl. von 10 bis 21 Uhr geöffnet (Heiligabend bis 14 Uhr).
Urig in München

Rund um den Marienplatz in München wird es im Advent festlich. Der Christkindlmarkt lockt mit Attraktionen wie dem Krampus-Laufen – hier begegnet man archaischen Wesen -, einer Himmelswerkstatt für Kinder, dem Kripperlmarkt mit Krippenfiguren aller Art, Musik und vielem mehr. Mittelpunkt ist ein fast 30 Meter hoher Christbaum mit 2500 Kerzen. Den Christkindlmarkt gibt es übrigens schon seit dem 14. Jahrhundert. Allerdings gab es damals noch keine ChristkindlTram. Mit dieser Straßenbahn kann man im Advent durch die Innenstadt fahren – Glühwein und Lebkuchen inklusive. Natürlich hält der Markt in München auch Kunsthandwerk, Lebkuchen, Getränke und vieles mehr bereit. Bis 24. Dez, tgl. 10-21 Uhr, sonntags bis 20 Uhr.

Historisch in Hamburg

Eine Zeitreise in die Vergangenheit kann man auf dem Historischen Weihnachtsmarkt in Hamburg erleben. Organisiert wird das Spektakel auf dem Rathausmarkt von Roncalli – mit altmodisch anmutenden Ständen, eine historische Jahrmarktsorgel, Verkaufswagen aus alten Zeiten, ein Wiener Caféhaus im Jugendstil, ein Oldtimerkarussell – angesichts solcher Angebote werden auch Große für eine Weile wieder zu Kindern. Es duftet nach gebrannten Mandeln, Glühwein und Schmalzgebäck. Händler bieten Holz- und Blechspielzeug, Schmuck aus Israel oder Kunsthandwerk an, es gibt eine Schokowerkstatt und vieles mehr. Bis 23. Dez., tgl. 11-21 Uhr.

Prächtig in Frankfurt

Die historischen Häuser auf dem Frankfurter Römerberg sind die prachtvolle Kulisse für den Weihnachtsmarkt in der hessischen Metropole. Sie konkurrieren mit dem riesigen Weihnachtsbaum auf dem Festplatz, der sich über Römerberg, Paulsplatz und Mainkai erstreckt. Turmbläser und das Glockengeläut der Alten Nikolaikirche sorgen für eine festliche Atmosphäre, außerdem gibt es regelmäßig Adventskonzerte. An Ständen werden Glühwein, Bethmännchen und andere Leckereien angeboten. Blickfang ist ein nostalgisches Pferdekarussell. Bis 21. Dez., Mo-Sa, 10-21 Uhr; So, 11-21 Uhr.

Weihnachtsmärkte mit Geheim-Faktor

Es gibt auch noch einige Geheimtipps. Dazu gehören die Weihnacht im Rammelsberg in Goslar (2023: 16./17. Dezember) – hier geht es über und unter Tage sehr besinnlich zu -, der Adventsmarkt in der Ravennaschlucht im Hochschwarzwald (er findet unter dem gigantischen Eisenbahn-Viadukt statt), der Adventsmarkt der Wünsche auf der Leuchtenburg /(16./17.12., 11-18 Uhr) und der Engelkemarkt in Emden (bis 23. Dezember und 27. bis 30. Dezember). Aber es gibt überall winzige Märkte, die besonders sind: liebevoll gestaltet, mit Kunsthandwerk, Leckereien und oft in traumhafter Umgebung. Sie müssen nur entdeckt werden!

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