Immer dann, wenn es anfängt, grau und kühl zu werden, bringt das Berliner Festival of Lights Farbe in den Asphaltdschungel. Grund genug, rauszugehen und zu staunen!
Festival of Lights vom 4. bis 13. Oktober
In diesem Jahr findet das Festival of Lights vom 4. bis 13. Oktober statt – übrigens schon zum 20. Mal. Und diesmal steht es im Zeichen der Freiheit („Celebrating Freedom“). Als Symbol für den Mauerfall vor 35 Jahren. Zu sehen (und zu staunen) gibt es viel. Am 8. und 9. Oktober zum Beispiel präsentiert der legendäre DJ Paul van Dyk die Weltpremiere von „Escape Reality“ – ein atemberaubendes musikalisches und visuelles Erlebnis mit Licht- und Video-Installation im Altarraum des Berliner Doms. Die Konzerte am 8., 9. und 10. Oktober sind ausverkauft, aber ein Blick auf das erleuchtete Gotteshaus lohnt sich trotzdem sehr.
Wahrzeichen als Lichtkunst-Orte
Nehmen Sie sich Zeit für einen Spaziergang, denn viele berühmte Berliner Bauwerke werden beim Festival of Lights zu Lichtkunst-Orten. Etwa das Brandenburger Tor, das Charlottenburger Schloss, der Bebelplatz, der Fernsehturm, die Siegessäule, die Museumsinsel, der Funkturm, mehrere große Bahnhöfe, das Konzerthaus, das Alte Stadthaus, Botschaften, die Oberbaumbrücke, mehrere Ministerien, Neuer Marstall und Nikolaiviertel und außerdem mehrere Kirchen, Schlösser und Rathäuser und Attraktionen in Kiezen.
Kristallblumen und ein Schwarzlichttunnel
Interessanterweise nimmt der Betrachter die Bauwerke mit der Beleuchtung oft intensiver wahr als ohne. Flüchtige Blicke gibt es mit den Farbspielen nicht, dazu ist zu viel zu sehen. Außerdem gibt es Attraktionen wie den Schwarzlichttunnel „Wonderland“ im Haus Huth, die Installationen „Quantum Jungle“ und „Sterne“ im The Playce, „Luminary“ in der Alten Potsdamer Straße, „Kristallblumen“ im Nikolaiviertel (Propststraße), „Schnecke“ in der Straße Unter den Linden sowie eine Licht- und Klanginstallation an der Siemensbahn.
Riesenfigur „Man“ am Potsdamer Platz
Eine Besonderheit beim Festival of Light ist auch die Installation „Man“ im Center am Potsdamer Platz. Sie zeigt eine raumfüllende, zwölf Meter hohe und 13 Meter breite Lichtkunst-Figur der australischen Künstlerin Amanda Parer. Sie orientierte sich an Auguste Rodins „Denker“ aus dem Jahr 1880, der das Streben des Menschen nach intellektuellem Denken darstellt. Amanda Parer will mit der Figur die Selbstherrlichkeit des modernen Menschen symbolisieren. „Die außergewöhnliche Lichtinstallation wollen wir in unserem neu gestalteten Forum noch vor der offiziellen Wiedereröffnung des Centers am Potsdamer Platz auf beeindruckende Weise in Szene setzen. ,Man‘ fügt sich dabei ideal in das Bild des Platzes unter der ikonischen Dachkonstruktion ein“, so Anneke Hasenritter, Asset Managerin der kanadischen Investmentgesellschaft Oxford Properties.
Sozialkritik mit berührenden Fotografien
Und es gibt noch mehr Sozialkritisches. So präsentiert die Caritas an verschiedenen Gebäuden die berührende Projektion „Kein Raum“ (Begegnungen mit Menschen ohne Obdach) mit Schwarz-Weiß-Fotografien. Eine weitere Besonderheit ist die künstlerische Beleuchtung im Rathauspark Lichtenberg. Sie ist nur am 11. Oktober zu sehen – absolut lohnenswert!
Die besten Lichtkünstler werden prämiert
Wie immer sind nationale und internationale Lichtkünstler an der Gestaltung beteiligt. Am Ende können das Publikum und eine Jury die besten Künstler küren. Unterstützt wird das Festival of Lights durch große Unternehmen wie Lego, Potsdamer Platz, SAP, Renault, Sparda-Bank Berlin, Beisheim-Holding, Cupra, die Handwerkskammer Berlin und viele mehr, außerdem beteiligen sich Bezirksämter, Kirchen und Projekte wie die Caritas und WWF Deutschland am Festival.
Lightseeing-Touren zu Fuß, per Bus und mit dem Schiff
Eine sehr bequeme Art, möglichst viel vom Festival of Lights zu sehen, sind die Lightseeing-Touren mit dem Bus (Abfahrt: 4. bis 13. Oktober jeweils ab 19 Uhr, Kosten: 25 bis 35 Euro, buchbar über die Festival-Website). Auch zweistündige Stadtrundgänge an verschiedenen Orten werden angeboten (20 bis 29,90 Euro). Es gibt noch weitere Angebote, etwa Schiffstouren.
„Freiheit ist uns nicht einfach geschenkt“
Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner, Schirmherr des Festivals: „Celebrating Freedom erinnert uns daran, wie kostbar Freiheit ist. Freiheit ist uns nicht einfach geschenkt, Freiheit muss jeden Tag verteidigt, erkämpft und gelebt werden.“
Festival of Lights – die Infos
- Termin: 4. bis 13. Oktober, jeweils 19 bis 23 Uhr
- Eintritt: frei
- Ort: überal in der Stadt, Einzelheiten auf der Website

Der Berliner Dom beim Festival of Lights Foto: Festival of Lights
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