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Lächeln ist die reinste Medizin

Es gibt ein sehr schönes Sprichwort. „Der kürzeste Weg zwischen zwei Menschen ist ein Lächeln“, lautet es, und gerade in Zeiten von Corona, wo man Abstand halten muss, ist das Lächeln wie eine Brücke. Und es lässt uns die Sorgen der Pandemie vielleicht sogar ein kleines bisschen leichter ertragen. Vielleicht ist uns gerade nicht nach einem schallenden Lachen zumute, aber ein Lächeln, das gelingt. Und es ist übrigens richtig gesund!

Was uns lächeln lässt

Der Duden erklärt das Lächeln so: „durch eine dem Lachen ähnliche Mimik Freude, Freundlichkeit o. Ä. erkennen lassen.“ Wir tun es, wenn wir jemanden begrüßen, wenn wir uns über ein Kompliment freuen, wenn uns der Blick eines Entgegenkommenden auf der Straße trifft oder auch mal, wenn wir ein spielendes Kind oder ein niedliches Tierbaby sehen. Ein Flirt beginnt oft mit einem Lächeln, und wer ein Gespräch führt, schafft das mit dem freundlichen Gesichtsausdruck viel besser.

Viele positive Wirkungen auf die Gesundheit

Aber das Lächeln wirkt nicht nur nach außen. Es entspannt, stärkt das Immunsystem, senkt das Schmerzempfinden und kurbelt die Selbstheilungskräfte an. Sogar bei Depressionen kann es helfen und den Heilungsprozess beschleunigen. Es fördert die Durchblutung, wirkt sich positiv auf den Stoffwechsel aus und beugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor.

Mittel gegen Stress

Außerdem baut es Stress ab und schüttet Glückshormone aus. Ich habe gelesen, dass Lächeln sogar die Potenz steigern und gegen Schlaflosigkeit helfen soll. Genug positive Eigenschaften also, um Lächeln eigentlich per Rezept zu verordnen.

Interessante Studie

Und es geht noch weiter: Die amerikanischen Forscher Ernest Abel und Michael Kruger haben eine Studie übers Lächeln erstellt. Dazu haben sie die Autogrammkarten von 230 Baseball-Spielern aus dem Jahr 1952 angeschaut. Das Ergebnis der Studie ist interessant: Von den bis 2010 (das Jahr der Studie) verstorbenen Ex-Sportlern waren jene, die ernst oder emotionslos in die Kamera geguckt hatten, im Schnitt 72,9 Jahre alt geworden.

Die Sportler, die leicht gelächelt hatten, waren 75 und jene, die breit gegrinst hatten, sogar 79,9 Jahre alt geworden. Zwar wurden andere Faktoren und Lebensumstände nicht mit einbezogen, was die Studie etwas verfälscht, aber interessant ist sie trotzdem, finde ich.

Mehr Kreativität

Schlau macht Lächeln auch und leistungsfähiger noch dazu. Wer beim Lernen lächelt, nimmt den Stoff leichter auf. Die Kreativität wird gesteigert und man ist weniger gefährdet, einen Burn-Out zu erleiden. Und Forscher fanden auch heraus, dass Menschen, die bei der Arbeit oft lächeln, nicht nur besser sind, sondern auch noch mehr Spaß dabei haben.

Lächeln macht attraktiv

Wer aufs Lächeln verzichtet, weil er Angst vor Fältchen hat, dem entgeht viel. Denn Lächeln lässt uns nicht nur liebenswert wirken, sondern auch attraktiver. Unser Hirn ist da ganz simpel gestrickt und weiß: Wer uns anlächelt, will uns Gutes. Ganz egal, ob das immer so ist oder nicht – es tut gut. Sogar Missgeschicke werden weniger ärgerlich.

Dauerlächeln bringt Stress

Übrigens haben Wissenschaftler herausgefunden, dass auch ein falsches Lächeln positive Auswirkungen auf die Gesundheit hat. Was ja auch ganz gut ist. Im Leben allerdings bringt uns das echte Lächeln weiter. Das Dauerlächeln, das man zum Beispiel bei Stewardessen erlebt, ist sozusagen Teil der Uniform. Aufgesetzt. Für die Angestellten kann das purer Stress sein und der Passagier merkt genau, ob ihm da jemand nur charmant die Zähne zeigt.

So erkennt man das ehrliche Lächeln

Mehr noch: Es gibt sichtbare Unterschiede zwischen einem echten und einem aufgesetzten Lächeln, wie der französische Psychologe Guillaume-Benjamin Duchenne schon im 19. Jahrhundert herausfand: Beim ehrlichen Lächeln werden nicht einfach nur die Mundwinkel nach oben gezogen, sondern es bilden sich kleine Fältchen in den Augenwinkeln. Auslöser sind unwillkürliche Kontraktionen des großen Jochbein- und des Augenringmuskels. Ein vorgetäuschtes Lächeln wiederum wird bewusst vom Großhirn kontrolliert – und das kann die Augenmuskeln nicht steuern.

Haben Sie heute noch nicht so oft gelächelt? Dann gucken Sie sich mal Bilder oder Videos von Tierkindern an – klappt garantiert!

 

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