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Lecker reisen: Panettone aus Mailand

Lecker reisen: Panettone aus Mailand

Wegen Corona kann man im Moment nicht reisen. Wen das Fernweh allzu sehr plagt, den tröstet es vielleicht, wenigstens kulinarisch Urlaub zu machen – ich stelle deshalb in den nächsten Tagen unterschiedlichen Spezialitäten vor. Los geht es mit einer italienischen Köstlichkeit: Panettone. 

Panettone: süße Kuppel mit Früchten

Erfunden wurde der Panettone in Mailand, und er ist vor allem zu Weihnachten ein absolutes Lieblings-Dessert. Aber natürlich schmeckt er zu allen Jahreszeiten. Die süße Kuppel besteht aus weichem Teig, kandierten Früchten und trockenen Trauben, und so mancher Bäcker hat noch Geheimzutaten, die seinen Panettone einzigartig machen. Und natürlich kann man das gute Stück auch selbst backen (Rezept siehe unten). 

Anfangs war das Gebäck eine Liebesgabe

Die Legende besagt, dass ein gewisser Antonio aus Mailand sehr verliebt war und diese Liebe mit einem Kuchen ausdrücken wollte. Der Bäckerlehrling erfand das Rezept, und das kam offenbar nicht nur bei der Angebeteten an. Bald war ganz Mailand verrückt nach dem Gebäck, das man fortan Pane di Antonio – Brot des Antonio – nannte.  Im Laufe der Zeit veränderte sich der Name in Panettone.

Nicht zu süß, aber sehr fluffig

Sicher ist, dass Panettone nicht nur Verliebten schmeckt. Der fluffig weiche Teig, der im Idealfall nicht allzu süß ist, passt eigentlich zu jeder Jahreszeit, aber die kandierten Früchte lassen ihn weihnachtlich schmecken. Eine Osterversion gibt es auch – den Colomba. Und wenn man dazu dann noch heißen Tee oder – noch besser – Dessertweine wie Moscato (Muskateller) oder süffigen Spumante schlürft, braucht man keinen Sommer mehr, um sich wohlig warm zu fühlen…

Frisch oder abgepackt

Überall in Mailand kann man Panettone kaufen – wenngleich in Corona-Zeiten online. Bekannte Geschäfte sind die Pasticceria Marchesi (Via S. Maria alla Porta 1), die Pasticceria Gattullo (Piazzale di Porta Lodovica 2) oder die Pasticceria Ranieri (Corso Garibaldi 34). Abgepackt bekommt man Panettone zum Beispiel von Motta, Le Tre Marie, Besana oder Alemagna – und es lohnt sich, mehrere zu probieren, weil sich Geschmack und Konsistenz doch sehr unterscheiden können.

Panettone – Rezept zum Nachbacken

Wer dann so richtig zum Panettone-Fan geworden ist, der kann den Kuchen nachbacken, zum Beispiel nach diesem Rezept:

400 g Mehl, 1 Pck. Trockenhefe, 100 g Zucker, etwas Salz mischen 1 TL unbehandelte Zitronenschale, Mark einer Vanilleschote und 100 g  in Flöckchen geschnittene Margarine vorsichtig dazugeben. 6 Eigelb hinzufügen und zu einem weichen Teig kneten. Danach kommt nach und nach 1/l lauwarmes Wasser dazu. Teig an einem warmen Ort ungefähr 40 Minuten gehen lassen. Danach 50 g kandierte Früchte und Rosinen dazugeben, noch einmal gehen lassen, evtl. erneut durchkneten und ein drittes Mal gehen lassen, bis er sich vergrößert hat. Das Ganze wird dann in einer ausgefetteten Form im Ofen bei 175 Grad etwa 20 Minuten lang gebacken, zwischendurch kann man zerlassene Butter draufstreichen.

Guten Appetit!

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