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Mallorca und die Mandelbäume

Mallorca und die Mandelbäume

Im Januar und Februar färben sich viele Hänge auf Mallorca zartrosa und weiß: Die Mandelbäume blühen! Der Anblick ist so eindrucksvoll, dass so mancher Tourist extra in dieser Zeit auf die Insel reist. Aber wer kommt, der sollte sich auch die Leckereien gönnen, die aus den im Sommer geernteten Früchten hergestellt werden.

Weitblick in vielen Regionen

Gute Ausblicke genießt man zum Beispiel in Llucmajor, Felanitx und Santanyi im Süden und Südosten, im Gebiet Raiguer nahe Selva und in der Sierra de Tramuntana, im Gebiet zwischen Valldemossa und Sóller, aber auch vom Bergdorf Galilea und dem Santuari de Cura auf dem Randa-Gipfel.

Bäume gehören zur Landschaft Mallorcas 

Sechs bis sieben Millionen Mandelbäume gibt es auf Mallorca. Davon sind 250.000 wildwachsende. Ursprünglich heimisch sind sie auf der Insel nicht, es wird vermutet, dass sie von den Mauren aus Vorder- und Mittelasien mitgebracht wurden. Das Anpflanzen war ein voller Erfolg – heute gehören die Bäume zur Landschaft Mallorcas. Und ihre Früchte sind inseltypische Spezialiäten.

Leckere Spezialitäten mit Mandeln

Die süß-herbe Süßmandel gibt Leckereien wie dem Kuchen Gato de Almetlla (auch als Gato de Almendra bekannt) oder dem Weihnachtsgebäck Turrón den besonderen Geschmack. Ähnlich lecker sind das Mandeleis (Helado de almendra), das neben Mandeln meist auch noch Mandelmilch, Zitronen und Zimt enthält. Und es gibt noch mehr: Almendrados (knuspriges Gebäck) zum Beispiel und feinen Mandellikör (Flor d’Amentella).

Feine „Coca“ aus Louis Pérez’ Konditorei

Ganz neu ist eine Kreation des Konditors Lluis Pérez aus Palma de Mallorca: Er gewann vor wenigen Wochen für seine „Coca de Algarroba y Naranja ,Tianet’“ aus Kartoffel- und Johannisbrotkernmehl und einer Mandel-Orangen-Füllung einen Gebäck-Wettbewerb. In Pérez’ Konditorei in der Calle Bonaire 14 kann man die Leckerei kaufen.

Einst größtes Mandel-Anbaugebiet der Welt

Für die Mallorquiner hat die Mandel auch eine wirtschaftliche Bedeutung. Als Ende des 19. Jahrhunderts eine Reblaus-Plage beinahe alle Weinreben auf der Insel zerstörte, wurden viele der freigewordenen Flächen mit Mandelbäumen bepflanzt. Was Mallorca in den 1930er Jahren zum größten zusammenhängenden Mandel-Anbaugebiet der Welt machte.

Spezialitäten mit Gütesiegel

Inzwischen hat sich das geändert. Heute ist Kalifornien das größte Anbaugebiet der Welt – 80 Prozent aller Mandeln weltweit werden hier produziert. In Spanien ist die Küste zwischen Valencia und Tarragona ein wichtiger Produzent. Die Mallorquiner aber wissen: Ihre Früchte sind die mit der besten Qualität. Auch wenn sich der Anbau nicht mehr richtig lohnt, haben die Menschen die Bedeutung der Mandel für die Insel erkannt. Inzwischen wurden neue Bäume gepflanzt, die während der Blütezeit Touristen anlocken. Und nach der Ernte freuen sich Einheimische wie Gäste über die Leckereien, die aus den Mandeln hergestellt werden. Längst gibt es für die mallorquinischen Mandeln ein Gütesiegel („Ametlla mallorquina“).

Mandeln sind reich an Nährstoffen

Geerntet werden die Früchte im Sommer. Höchstens 12.000 Tonnen pro Jahr (zum Vergleich: in Kalifornien sind es bis zu 1,4 Millionen Tonnen) kommen zusammen. Sie sind begehrt, denn die mallorquinischen Mandeln gelten als besonders wohlschmeckend. Sie sind angenehm süß, enthalten viel Fett (ungesättigte Fettsäuren) Eiweiß, Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen, Kalzium, Kalium, Phosphor, ungesättigte Fettsäuren sowie die Vitamine A, B und E.

In vielen Cafés und Konditoreien auf der Insel können Sie Leckereien aus Mandeln kaufen. Und auch in Supermärkten werden Sie fündig. Achten Sie dort am besten auf das Gütesiegel, damit Sie sicher sind, dass die verwendeten Mandeln auch aus Mallorca kommen.

Rezept aus Mallorca: Gato de Almendra

Und wenn Sie sich in den Geschmack verlieben, können Sie den üppigen Gato de Almendra auch zuhause nachbacken. Sie brauchen dafür 500 Gramm geschälte Mandeln, 500 Gramm Zucker, zwölf Eier, geriebene Zitronenschale und Zimt. So geht’s: Mandeln mahlen, dann sechs Eier und Zucker dazugeben und kräftig (langsam) rühren. Anschließend die restlichen Eier unter stetigem Schlagen dazugeben. Wenn die Masse zähflüssig ist, ist der Teig fertig. In eine gefettete 30-Zentimeter-Kuchenform füllen und im vorgeheizten Ofen bei 190 Grad etwa 30 bis 40 Minuten backen. Wenn er fertig ist, können Sie ihn nach Belieben noch mit Puderzucker bestreuen. Guten Appetit!

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