Siena: stolze Schönheit mit roten Bauwerken

Von Esbe 24. Mai 2017 Kommentare 4 Min. Lesezeit
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Die rote Farbe ist das erste, was einem bei Siena auffällt. Ein Rot, das etwas in Richtung Orange und etwas in Richtung Braun geht und so berühmt ist wie die Stadt selbst. Jeder Hobbymaler kennt den Farbton „Gebrannte Siena“ und das etwas hellere „Siena natur“. In Siena findet sie sich überall, diese Farbe, die aus der Erde rund um die toskanische Stadt gewonnen wird. Und sie ist auch einer von sehr vielen Gründen für einen Besuch.

Sienas großartiger Dom

Ausgerechnet eines der berühmtesten Gebäude der Stadt ist alles andere als rot. Der prächtige Dom, offiziell Cattedrale di Santa Maria Assunta, besteht aus schwarzem und weißem Marmor. Das gewaltige Gebäude im gotischen Baustil ist weithin zu sehen. Es entstand aus einer romanischen Basilika, und dieser Baustil ist auch noch zu erkennen.

Ein unvollendetes Gotteshaus

Erbaut wurde der Dom zwischen 1229 und 1263. Der 77 Meter hohe Campanile war etwas später, im Jahre 1313, fertig. Ursprünglich sollte das Gotteshaus noch vergrößert werden, aber dazu kam es nicht. Geldnot und eine Pest-Epidemie verhinderten die weiteren Bauarbeiten. Heute kann man noch einige unvollendete Fassaden sehen. Und erfährt, dass Siena einst den Plan hatte, mit seinem „Duomo Nuovo“ sogar den Petersdom in Rom zu übertreffen. 

Intarsien, die Geschichten erzählen

Auch ohne die Vergrößerung ist der Sieneser Dom großartig. Man sollte sich Zeit nehmen, ihn zu besuchen. Staunen Sie über den schwarz-weißen Farbwechsel an den Säulen und über die marmornen Intarsien im Fußboden, die viele Geschichten erzählen.

Großartige Fresken

Schauen Sie sich auch das Chorgestühl aus dem 16. Jahrhundert an und die Piccolomini-Bibliothek, die der spätere Papst Pius III anlegen ließ. Deren Decke wurde mit großartigen Fresken gestaltet. Und wenn Sie schon mal da sind, besuchen Sie unbedingt auch das Museo dell’Opera del Duomo – hier können Sie das Original des prächtigen Chorfensters bewundern. 

Herz der Stadt: die Piazza del Campo

So herrlich die Kirche ist: Die Top-Attraktion Sienas ist ein Platz. Genauer: die Piazza del Campo mit dem Palazzo Comunale. Lange war dieser 1169 erstmals urkundlich erwähnte Platz ein Markt. Und er lag ursprünglich nicht einmal im Stadtzentrum. Der halbrunde, leicht abschüssige Campo, der mit rotem Backstein und hellerem Travertin gepflastert wurde, ist heute der wichtigste Treffpunkt der Stadt. 

Legendäres Pferderennen

Regelmäßig im Sommer wird er noch berühmter. Im Juli und August findet nämlich das legendäre Pferderennen „Il Palio“ statt. Es gilt als eines der härtesten der Welt. Schon im Mittelalter wurde es abgehalten, und. noch heute wird es von den Teilnehmern sehr ernst genommen.  

Ein Palast als Rathaus

Zu den weiteren Attraktionen an der Piazza del Campo zählt der Palazzo Comunale. Er entstand ab 1297. Im 14. Jahrhundert wurde der 102 Meter hohe Turm, der „Torre del Mangia“, ergänzt. Heute dient der Palast als Rathaus. Ein Besuch lohnt sich schon wegen der eindrucksvollen Fresken und aufwendig gestalteten Säle. Etwa der Saal der Landkarten mit Resten einer Weltkarte von Pietro Lorenzetti und der Saal der Neun (Sala della Pace). 

Fresken im Pilgerhospiz

Auch die Pinacoteca Nazionale mit Werken  aus dem 13. bis 16. Jahrhundert ist sehenswert, außerdem die Accademia Musicale Chigiana und das Pilgerhospiz „Ospedale Santa Maria della Scala. Hier sind Fresken und viele andere Kunstwerke zu sehen.

Stadtbummel mit Weinprobe

Lassen Sie sich beim Bummel durch Siena Zeit, damit Sie mehr sehen als die berühmten Sehenswürdigkeiten. Auch ein Bummel durch die schmalen Gassen lohnt sich. Überall gibt es kleine Läden, in denen man Souvenirs, Käse- und Wurstspezialitäten oder Süßwaren kaufen kann. Und Sie sollten unbedingt auch einen Chianti Classico oder einen Wein aus der Provinz Siena, etwa einen Chianti Colli Senesi, probieren.

Edle Weine aus der Medici-Festung

Eine große Auswahl an Weinen aus der Toskana gibt es in der Enoteca Italiana, die in der Fortezza Medicea (Piazza Libertà 1, www.enoteca-italiana.it) residiert. Hinter dicken Mauern der Festung der Medici werden auch sehr edle Tropfen aufgewahrt. Auch ein Restaurant, das Millevini Ristorante, gehört dazu. 

Einkehr im Restaurant

Wer sich eine Pause vom Sightseeing gönnen möchte, der findet überall in Siena schöne kleine Restaurants. Bekannt sind zum Beispiel das „Gallo Nero“ (via del Porrione 65, www.gallonero.it) oder das Guidoriccio (via G. Duprè 2, nahe Piazza del Campo).  

Siena – Infos

  • Tourist-Info: Piazza del Duomo 1, Siena 
  • Öffnungszeiten: Mo-Fr, 10.30-16.30 Uhr; Sa/So, 10.30-18.30 Uhr
  • Siena im Internet: www.terresiena.it/en 

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