Street One: Schritt für Schritt zu mehr Nachhaltigkeit

Von Silke 13. Februar 2024 Kommentare 3 Min. Lesezeit
Hemdblusenkleid von Street OneHemdblusenkleid von Street One – es besteht aus nachhaltiger Livaeco-Viskose

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Nachhaltigkeit spielt für immer mehr Modemarken in Deutschland eine wichtige Rolle. Auch wenn der Weg zum Öko-Label bei vielen (noch) weit ist, ist das ein Grund zur Freude. Ein positives Beispiel ist die Marke Street One.

Street One reduziert Wasserverbrauch und Chemikalien-Einsatz

Die 1993 gegründete CBR Group mit Sitz in Hannover, zu der neben Street One auch die Marke Cecil gehört, ist nach eigenen Angaben dabei, schrittweise die Produktion des Sortiments weniger energieintensiv zu gestalten. Geringerer Wasserverbrauch spielt ebenso eine Rolle wie der reduzierte Einsatz von Chemikalien.

Natürliche, organische und recycelte Fasern

Auch bei den Fasern wurde umgedacht: Verstärkt kommen bei Street One natürliche, organische oder halbsynthetische Fasern mit einer besseren Ökobilanz in Einsatz. Dazu gehören zum Beispiel Biobaumwolle, recycelte Baumwoll- und Polyester-Fasern (z.B. aus PET-Flaschen) und außerdem nachhaltig angebaute bzw. hergestellte Materialien wie beispielsweise

  • Lyocell (auch als Tencel bekannt. Das ist eine Faser aus Zellulose, gewonnen aus nachhaltiger Forstwirtschaft)
  • Modal (ähnlich wie Viskose, aber etwas glatter und fester. Hergestellt wird es aus Pflanzenfasern, meist Buchenholz aus Europa)
  • Livaeco-Viskose (Faser von Birla-Cellulose, mit Holz aus zertifizierter, verantwortungsbewusster Forstwirtschaft. Die Produktion findet in einem geschlossenen System statt – Wasser und Lösungsmittel werden wiederverwendet, was CO2-Ausstoß und Wasserverbrauch reduziert)
  • Lenzing EcoVero-Viskose (sie ist mit dem EU-Ecolabel zertifiziert. Die Fasern werden aus zertifiziertem, nachwachsendem Holz gewonnen und sind biologisch abbaubar. Das Verfahren spart Wasser und hat bis zu 50 Prozent geringere CO2-Emissionen)

„For People & Planet“

Noch werden diese nachhaltigen Materialien nur für einen kleinen Teil der Kollektionen für Damen verwendet. Aber mir gefällt, dass Street One selbst bescheiden von „schrittweise“ spricht. Es ist ein weiter und für jedes Modelabel aufwändiger Weg, aber jeder Schritt ist einer in die richtige Richtung.

Kunden können das unterstützen, indem sie vor allem die Stücke kaufen, die mit „For People & Planet“ gekennzeichnet sind. Man muss zwar gezielt danach suchen, aber von Kleidern (etwa das blau-weiß gemusterte Print-Hemdblusenkleid aus Livaeco-Viskose, großes Foto) über Shirts (z.B. ein Materialmix-Stück aus Livaeco-Viskose), Pullover wie das Strukturmix-Modell mit 60 Prozent Baumwolle und 40 Prozent Polyacryl) und Hosen (etwa die Casual-Fit-Hose in Hell- oder Dunkelblau (mit 61 Prozent Viskose-Anteil) bis zu Cardigans aus Viskose, Tüchern (etwa das Modal-Print-Tuch) und Mützen (aus recyceltem Polyester) ist für jeden Geschmack etwas dabei. 

Jeans aus alten PET-Flaschen

Auch Jeans gehören dazu – allerdings sind sie nicht mit „People & Planet“ gekennzeichnet. Die lässige Casual-Fit-Jeans Style Jane zum Beispiel besteht aus recycelten PET-Flaschen. Hergestellt wird das Material im sogenannten Repreve-Verfahren.

Dafür werden die Flaschen gesammelt, aussortiert, gewaschen und zerkleinert. Dann werden die Schnipsel vermischt und zu Granulat eingeschmolzen. Anschließend werden sie noch einmal geschmolzen, gefiltert und zu Fäden versponnen. Das Verfahren ist energieschonend, das entstehende Material sieht dann aus wie Nylon.

50 Prozent der Street-One-Kollektionen sind „Made in Europe“

Immerhin die Hälfte der Kollektionen wird schon heute in Europa produziert, um Transportwege zu sparen – hier ist Street One ein echter Vorreiter. Auch gut: Pelze werden von dem Label gar nicht mehr verwendet. Um die Klimabilanz zu verbessern, werden die Shopserver zudem mit Ökostrom betrieben und die Pakete werden klimaneutral verschickt.

Ich würde mir wünschen, dass das Unternehmen die nachhaltigen Stücke noch etwas mehr in den Vordergrund rückt. Vielleicht wäre ja sogar mal eine kleine „People & Planet“-Kollektion eine Idee? Aber ansonsten kann man nur sagen: Weiter so!


Ein Hinweis zur Transparenz (Werbung)

Der Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit Street One. Der Inhalt des Artikels und meine persönliche Meinung wurden dadurch aber nicht beeinflusst.

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