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Gänsehaut garantiert: Gruselige Orte in aller Welt

Gänsehaut garantiert: Gruselige Orte in aller Welt

Wenn der Herbst kommt und die Nebelschwaden ziehen, wird es unheimlich. Das gilt vor allem für Gegenden, in denen es spuken soll. Und davon gibt es einige…. my little luxury stellt 15 gruselige Orte vor.

Gruselige Orte: Stull Cemetery in Kansas (USA)

Das Tor zur Hölle Foto: art by Seth Metoyer / Pixabay.com

Das Tor zur Hölle Foto: art by Seth Metoyer / Pixabay.com

Wenn man diesen Friedhof am Tag besucht, gibt es nicht viel zu sehen: eine Kirchenruine, einige Grabsteine – das war’s schon. Aber dieser scheinbar harmlose Ort in Stull (Douglas County, Kansas) hat eine düstere Seite. Man sagt, auf dem Friedhof befinde sich eines der sieben Tore zur Hölle. Und jedes Jahr zu Halloween steige der Teufel aus der Tiefe empor.

Wie so oft bei solchen Geschichten gibt es einen Grund dafür, dass Stull mit dunklen Mächten in Verbindung gebracht wird. Es ist ein Ort der Tragödien. Eine betraf einen Farmer, dessen Feld abbrannte, und der später darauf die verkohlte Leiche seines Sohnes fand. In einer weiteren ging es um einen vermissten Mann, der später erhängt an einem Baum gefunden wurde.

Manche Geschichten erzählen von einem Baum, an dem früher Hexen gehängt wurden. Und andere von einem Grabstein mit der Inschrift „Wittich“ – unter ihm soll ein Kind des Satans begraben sein. Grund zum Gruseln gibt es also genug, und unheimliche Erlebnisse ebenfalls: So behaupten Leute, die die Kirchenruine bei schlechtem Wetter besucht haben, dass dort kein einziger Tropfen Regen auf den Boden fiel. Und das, obwohl die Ruine kein Dach hat.

Höllenfeuer in den Hellfire Caves (England)

Weg ins Ungewisse Foto: AstraIniHorizonti/Pixabay.com

Weg ins Ungewisse F: AstraIniHorizonti/Pixabay.com

Die Höhlen in dem Dorf West Wycombe im Südosten Englands haben, wenn man den Legenden glaubt, schon einiges erlebt. Sie waren der Treffpunkt des um 1719 gegründeten „Hell Fire Clubs“ (Höllenfeuerclub). Diese Gruppe adeliger Männer bezeichnete sich selbst als Mönche, aber sie feierten in den direkt unter der Kirche gelegenen Höhlen schwarze Messen und sollen sogar Satanismus betrieben haben.

Wer heute kommt, kann die Höhlen und schmalen Tunnel besichtigen und auch den unterirdischen Fluss, denn die Männer Styx nannten. Dahinter beginnt der innere Tempel. Mutige besuchen die Höhlen im Rahmen einer Führung mit Fackeln. Aber seien Sie gewarnt: Es ist wirklich unheimlich! Termine gibt es vom 22. bis zum 31. Oktober.

Das Ossarium von Sedlec (Tschechien)

Totenkopf im Beinhaus von Sedlec Foto: Zezya / Pixabay.com

Totenkopf im Beinhaus von Sedlec Foto: Zezya / Pixabay.com

Wenn es um gruselige Orte geht, gehört das Ossarium (Beinhaus) auf alle Fälle dazu. Während an anderen Orten Tote in Särgen bestattet werden, säumen sie in diesem Raum im Untergeschoss der Allerheiligenkirche von Sedlec (70 Kilometer östlich von Prag gelegen) die Wände.

Ihre Gebeine bilden makabre Pyramiden, Kreuze, Wappen und sogar Kerzenhalter – die Kerzen bestehen aus Totenschädeln! Wer den Mut hat, den Raum zu besuchen, muss das Gefühl aushalten, von unzähligen Totenköpfen angestarrt zu werden.

Etwa 40.000 Menschen wurden einst in Sedlec beigesetzt. Es waren Opfer der Hussitenkriege und einiger Pestepidemien. Irgendwann brannte die Kirche ab und verfiel, und später gestaltete der Baumeister Frantisek Rint das Ossarium um. Er verwendete dafür die Knochen, die er desinfizierte und mit Chlorkalk bleichen ließ. Besonders gruselig sind abendliche Führungen, bei der die Kathedrale mit hunderten Kerzen erleuchtet wird.

Das Hotel Emily Morgan in San Antonio (USA)

Hotel Emily Morgan Foto: comegician / Pixabay.com

Hotel Emily Morgan Foto: comegician / Pixabay.com

In diesem gewaltigen neogotischen Gebäude, das ein bisschen Ähnlichkeit mit dem berühmten Flatiron Building in New York hat, spukt es. Und zwar gewaltig. Vor allem im siebten, neunten und 14. Stockwerk des 1924 erbauten Hauses sind die Geister unterwegs. Das liegt vielleicht an der Vergangenheit als psychiatrische Abteilung eines Krankenhauses, das lange Zeit in dem Hochhaus untergebracht war.

Gäste des 1984 eröffneten Hotels erzählen, dass sie von etwas Kühlem berührt wurden und den Geruch von Medizin in der Nase haben. Manche hatten das Gefühl, ins Innere eines Krankenzimmers zu blicken. Bei einigen Gästen öffneten und schlossen sich wie von Zauberhand die Badezimmertüren und sie wachten nachts auf, weil sie Wasser tropfen hörten. Mal blinken Lichter in den Zimmern, mal tauchen in den Fluren plötzlich Krankenschwestern auf oder Gäste werden von unheimlichen Schreien geweckt…

Selbst die Fahrstühle scheinen verhext zu sein. Manchmal überspringen sie die gewünschte Etage, die Türen bleiben geschlossen oder der Aufzug fährt ins Untergeschoss, wo früher die Leichenhalle war – heute ist dieser Bereich für Gäste gesperrt, und Angestellte erzählen, dass sie leuchtende Kugeln sehen und den Geruch von brennendem Fleisch in der Nase haben.

Dass es hier so heftig spukt, könnte auch daran liegen, dass am Standort des Hochhauses 1836 die Schlacht von Jacinto zwischen Mexikanern und Texanern stattgefunden hat. Mehr als 600 Menschen kamen dabei ums Leben. Eine Schlüsselrolle spielte eine gewisse Emily Morgan – sie wurde zur Namenspatin des Hotels. Wenn Sie zu Halloween gruselige Orte suchen, können Sie hier Pakete wie „Room with a Boo“ buchen. Aber wundern Sie sich nicht, wenn Sie schlaflose Nächte erleben!

Der Gespensterwald Nienhagen (Mecklenburg-Vorpommern)

Gespensterwald Nienhagen Foto: Erich Westendarp/Pixelio.de

Gespensterwald Nienhagen Foto: Erich Westendarp/Pixelio.de

Für den perfekten Grusel-Moment sollten Sie diesen Wald am besten im Herbst und bei trübem Wetter besuchen. Dann macht der Gespensterwald seinem Namen wirklich alle Ehre.

Im Sommer und bei schönem Wetter (siehe Foto links) ist es in dem Wald in der Nähe von Bad Doberan wirklich idyllisch. Aber warten Sie ab, bis es düster wird, dann ändert sich das vollkommen. Die bis zu 170 Jahre alten Buchen, Eichen, Hainbuchen und Eschen, die hier wachsen, ragen wie dürre Geister in den Himmel, und Sie bewegen sich auf schmalen Wegen zwischen ihnen hindurch. 

Wenn nur wenig Menschen unterwegs sind, kann es hier wirklich sehr unheimlich werden, und bei jedem Geräusch dreht man sich erschrocken um. Dabei ist der direkt am Ostseestrand gelegene Wald gar nicht groß: Er ist nur 100 Meter breit und 1,3 Kilometer lang. Aber seien Sie gewarnt: Er hat es in sich.

Die Geisterinsel bei Venedig (Italien)

Verlassen und gruselig Foto: 652234/Pixabay.com

Verlassen und gruselig Foto: 652234/Pixabay.com

Die nur siebeneinhalb Hektar große Insel Poveglia hat ein ähnliches Schicksal wie das Hotel in Texas. Auch sie verdient einen Platz auf der Liste der gruseligen Orte. Die Insel, die auf der Höhe von Malamocco, etwa fünf Kilometer südlich der Altstadt von Venedig, liegt, hat eine sehr düstere Vergangenheit.

Jahrhundertelang diente sie als Quarantänestation für Menschen, die an Cholera, Gelbfieber oder der Pest erkrankt waren. Es hätte kaum einen schlimmeren Ort für sie geben können. Die Kranken vegetierten eher vor sich hin, als gepflegt zu werden. Kein Wunder, dass Poveglia auch als „Insel des Wahnsinns“ bekannt war. Für viele war dieser Ort die Endstation. Wer nicht überlebte, wurde einfach irgendwo verscharrt. 

Später wurden die Gebäude bis in die 1970er Jahre als Psychiatrische Anstalt genutzt (was angesichts der Vergangenheit des Ortes sicher keine gute Idee war), und seither ist die Insel verlassen. Die Häuser sind in unterschiedlichen Phasen des Verfalls, vielen fehlt das Dach und die Natur ist dabei, sich die Fläche zurückzuerobern. Einheimische behaupten, dass die Toten, die dort begraben sind, keine Ruhe finden und durch die Ruinen spuken. Tatsächlich gibt es unheimliche Erzählungen von Menschen, die als Mutprobe eine Nacht auf der Insel verbrachten. Wen überrascht es da, dass sämtliche Versuche, die nicht öffentlich zugängliche Insel zu versteigern, bisher gescheitert sind?

Die alte Lungenklinik in Beelitz-Heilstätten (Brandenburg)

Beelitz-Heilstätten Foto: Paul Marx/Pixelio.de

Beelitz-Heilstätten Foto: Paul Marx/Pixelio.de

1902 war die Lungenheilklinik in dem Ort südwestlich von Berlin ein hochmoderner Komplex mit 60 Gebäuden und Behandlungsmöglichkeiten für 1200 Kranke. Später erholten sich hier Soldaten, die im Krieg verwundet worden waren. Heute ist ein Teil des Komplexes saniert und dient wieder als Krankenhaus.

Andere Gebäude dagegen sind verfallen. Bäume wachsen auf den Dächern, die Fenster sind zerborsten, und innen stehen noch einige historische Gerätschaften. Vom 2015 auf dem Gelände eröffneten Baumkronenpfad aus kann man einen Teil der Ruinen, die heute unter Denkmalschut stehen, gut sehen. Es ist ein „Lost Place“, der viel Melancholie ausstrahlt und auch ziemlich unheimlich sein kann. Besuchen kann man diesen Teil nur mit Führungen, denn einige Bereiche sind verfallen und nicht ungefährlich, wenn man sie betreten will. Außerdem soll so gesichert werden, dass das, was noch steht, nicht mutwillig zerstört wird.

Zum 120. Geburtstag von Beelitz-Heilstätten können Neugierige mit dem „Pförtner“ Heinrich durch die Gemäuer wandern. Die szenische Führung findet am 29. und 31. Oktober statt (29.10., 15.30 Uhr; 31.10., 14.30 Uhr).

Spannend sind auch die Foto-Touren durch die Heilstätten – wandern Sie durch die endlosen Flure und die riesigen Säle und genießen Sie den morbiden Charme dieses Ortes.

Die Puppeninsel in Mexiko

Puppeninsel Foto: Viktor Forgacs/Unsplash.com

Eine zerborstene Puppe Foto: Viktor Forgacs/Unsplash.com

Puppen gelten ja allgemein als etwas Niedliches. Aber auf der Isla de las Munecas, der Puppeninsel nahe Mexiko-City, strahlen sie etwas ganz anderes aus. Dort hängen und liegen Hunderte verstümmelte Spielzeugpuppen an Bäumen und auf der Erde. Der Anblick lässt den Besuchern das Blut in den Adern gefrieren. Der starre Blick der Puppen verfolgt jeden Spaziergänger. Wenn es um gruselige Orte geht, gehört dieser auf alle Fälle dazu.

Seit 50 Jahren gruseln die Spielzeugfiguren die Besucher. Das liegt auch an der Geschichte, die damit zusammenhängt: Die Legende besagt, dass am Ufer der Insel einst ein Mädchen ertrank. Ihr Onkel Julian Santana Barrera fand ihren Körper und begann wenig später, Puppen zu sammeln und auf der Insel aufzuhängen. Er fühlte sich von seiner Nichte verfolgt. Überall hörte er die Klagerufe des Kindes, und er hoffte, mit den Puppen den unruhigen Geist zu besänftigen. Aber das Klagen hörte nicht auf, und so begann er, die Puppen zu verstümmeln. Auch sein Schicksal endete tragisch: Fast 50 Jahre nach dem Tod seiner Nichte ertrank er 2001 an der selben Stelle. Heute bringen viele Touristen Puppen mit auf die Insel, die längst eine gruselige Touristenattraktion ist.

Gruselige Orte: Draculas Schloss in Bran (Rumänien)

Schloss Bran Foto: J K/Unsplash.com

Schloss Bran Foto: J K/Unsplash.com

Transsylvanien ist für viele Menschen fest mit Graf Dracula verbunden. Und Schloss Bran im gleichnamigen Ort in Rumänien sieht exakt so aus wie das Schloss aus Bram Stokers Gruselroman „Dracula“. Zwar wurden nie Hinweise gefunden, dass Fürst Vlad III. Draculea, auch bekannt als Vlad Tepes (der Pfähler) tatsächlich hier gelebt hat, aber gruselig genug fühlt es sich an.

Lange Zeit haben die Menschen in dieser Region an die „Stregoi“ geglaubt, an Menschen, die tagsüber ein ganz normales Leben führen, aber deren Seelen nachts ihre Körper verließen und sich auf die Dorfbewohner stürzten. Und solche Wesen müssen doch wohl in einem solchen Schloss gewohnt haben, oder?

In Bran freut man sich über das Interesse und informiert im Schloss über den Fürsten der Finsternis. Das Gebäude ist öffentlich zugänglich und feiert alljährlich zu Halloween (in diesem Jahr am 29. Oktober) ein großes Fest, bei dem es wirklich sehr unheimlich zugeht!

Der Wald von Brocéliande (Bretagne, Frankreich)

Der Wald von Brocéliande Foto: 14333146/Pixabay.com

Der Wald von Brocéliande Foto: 14333146/Pixabay.com

Wer die Geschichte um Artus und den Zauberer Merlin liebt, der muss diesen Wald besuchen. Er liegt in Paimport bei Rennes und beherbert einige Megalith-Anlagen. Darin soll, so die Legende, das Grab von Merlin liegen. Auch das Haus der Fee Viviane, das Grab der Riesen und eine Guillotine-Eiche gibt es hier zu sehen.

Mutige wagen sich ins „Tal ohne Wiederkehr“ (Val sans retour). Dort soll die Fee Morgaine untreue Ehemänner festgehalten haben. Gerettet wurden sie vom Ritter Lancelot, der die Drachen angriff und die Männer befreite. Mitten im Wald liegt die Quelle von Barenton. Es heißt, dass sich Merlin hier mit Viviane getroffen haben soll. Die Quelle soll magische Kräfte haben…

Wenn Sie den Wald besuchen, sollten Sie auch einen Abstecher zum Tor der Geheimnisse (La Porte des Secrets) machen. Es ist ein Erlebnisparcours in den historischen Gebäuden der Abtei von Paimpont. 

Noch mehr Gruselschlösser

Wer zum ersten Mal vor Edinburgh Castle (Schottland) steht, der ist überzeugt: Hier muss es spuken, das kann gar nicht anders sein. Denn das Schloss thront hoch oben auf einem Felsen und hüllt sich meist in Wolken.

Edinburgh Castle Foto: Ciwa/Pixabay.com

Edinburgh Castle Foto: Ciwa/Pixabay.com

Das Gebäude hat eine bewegte Vergangenheit: Es wurde belagert und geplündert und in seinen Kerkern fanden mehrere Gefangene den Tod. Es heißt, dass deren rastlose Seelen seitdem durch die Gänge geistern. Dazu gehören ein kopfloser Trommler und ein Dudelsackspieler.

Die Geister werden so ernst genommen, dass sich sogar schon mal ein Psychologe mit ihnen beschäftigt hat. Er ließ 240 Freiwillige durch das Schloss wandern und bat sie, hinterher zu erzählen, was sie erlebt hatten.

Einige erzählten, dass sich in den Räumen plötzlich die Temperaturen veränderten, sie sahen Umrisse von Menschen und spürten unheimliche Berührungen im Gesicht. Falls Sie feststellen möchten, ob Sie das Gleiche erleben, können Sie an einer geführten Tour mitmachen.

Das ist Ihnen nicht unheimlich genug? Dann buchen Sie eine Ghost Tour und besuchen gruselige Orte in Edinburgh.

Auch Deutschland hat ein Gruselschloss: Burg Frankenstein in der Nähe von Darmstadt soll Mary Shelley einst zu ihrem Buch „Frankenstein oder der moderne Prometheus“ inspiriert haben. Aber es gibt noch mehr Unheimliches: In der Burg soll der Arzt und Alchemist Johann Konrad Dippel Experimente mit Knochen und Leichenteilen gemacht haben. Man munkelt, er habe sogar aus Leichenteilen und dem Blut von Jungfrauen und mit Hilfe geheimer Künste einen neuen Menschen erschaffen. Der sei, so heißt es, eines Tages entwischt und treibt seither sein Unwesen in den Wäldern der Umgebung. Einen kleinen Eindruck davon können Sie bei den Halloween-Feiern bekommen, die Burg Frankenstein vom 21. Oktober bis 6. November veranstaltet.

Gruselige Orte: Greyfriars Kirkyard

Noch einmal zurück nach Edinburgh. Dort liegt der letzte gruselige Ort: Greyfriars Kirkyard. Er liegt mitten auf einem sehr lebendigen Marktplatz, und hier erwartet eigentlich niemand etwas Unheimliches.

Aber dann fällt der Blick auf ein Tor mit einer Aufschrift: „Covenanters Prison“ steht darauf – der Friedhof war also mal ein Gefängnis. 1679 waren hier über 1000 Menschen inhaftiert. Es waren Kirchenvertreter, die sich gegen den König gestellt hatten und nach einer Schlacht in Gefangenschaft gerieten. Viele wurden sehr schlecht behandelt, aber die meisten wurden irgendwann freigelassen, nur einige wurden hingerichtet.

Greyfriars Kirkyard Foto: Eduardo Madrid/Unsplash.com

Totenköpfe auf einem Grabstein auf dem Greyfriars Kirkyard Foto: Eduardo Madrid/Unsplash.com

Wenn Sie über den Friedhof gehen, achten Sie unbedingt auf das „Black Mausoleum“. Hier ist Sir George Mackenzie begraben, ein Jurist, der bei der Schlacht auf Seiten des Königs stand und die Gefangenen sehr brutal und unmenschlich behandelte. Das brachte ihm den Namen „Blutiger Mackenzie“ („Bluidy Mackenzie“) ein. Der Jurist starb 1601 eines natürlichen Todes und wurde sehr pompös in dem Mausoleum nahe des Gefängnisses begraben.

Ruhe fand er offenbar nicht. Das zeigte sich 1999, nachdem ein Obdachloser das Mausoleum betreten und entweiht hatte. Seitdem erzählen Friedhofsbesucher, die sich an dieser Stelle aufhielten, von geisterhaften Stimmen, dem Gefühl, verfolgt zu werden oder von merkwürdigen Gerüchen. Das sei, so wird gemunkelt, Mackkenzies Poltergeist. 

Wie es sich für gruselige Orte gehört, gibt es hier noch mehr zu erleben. Achten Sie auch auf andere Mausoleen. Auf einigen sind Skelette, gekreuzte Knochen, kopflose Gestalten und Darstellungen des Jüngsten Gerichts zu sehen. An einer Außenwand der Friedhofskirche ist zudem ein grinsendes Skelett mit einer Sense in der Hand zu sehen.

Und es gibt noch mehr zu entdecken. Etwa ein Grabstein mit der Inschrift „Sacred to the Memory of Thomas Riddel Esq. Of Befsborough“. Harry-Potter-Fans werden bei diesem Namen sofort hellhörig: Tom Riddle ist bekanntlich der Mensch, der in Joanne K. Rowlings Büchern später zu Lord Voldemort wurde. Auch ein William McGonagall und ein Mr. Moody fanden auf dem Friedhof ihre letzte Ruhe und wurden möglicherweise Namenspaten für Figuren in den Harry-Potter-Romanen.

Eine Besonderheit, die mit dem Friedhof zu tun hat, ist Greyfriars Bobby: Das war ein Skye-Terrier, der berühmt wurde, weil er nach dem Tod seines Herrchens nicht von dessen Seite gewichen sein soll und auf dem Friedhof lebte. Er bekam einen eigenen Grabstein. Eine Bronzefigur vor dem Pub „Greyfriars Bobby“ erinnert an das treue Tier.

Ein weiterer Artikel mit Halloween-Bezug:

Halloween und der Kürbis

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