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Das Journal: Warum sich Tagebuch-Schreiben wirklich lohnt

Lange Zeit war Tagebuchschreiben verstaubt und unmodern. Das hat sich inzwischen geändert – allerdings nennt man das Buch heute Journal. Aber ganz gleich, welchen Begriff man verwendet: Das tägliche Schreiben kann das Leben verändern. Wer nicht einfach ein Heft vollschreiben möchte, für den gibt es sehr schöne Vorlagen. Eine ganz besondere ist Michelle Obamas „Becoming. Das Ausfüllbuch“.

Michelle Obamas wunderschönes Journal

Die charismatische ehemalige First Lady der USA hat mit ihrer Autobiographie „Becoming“ einen Weltbestseller geschrieben, der sehr lesenswert ist. Das Ausfüllbuch ist nun eine Aufforderung an die Leser, selbst über ihre Geschichte, ihr Leben, ihre Ziele, ihre Herausforderungen und Träume nachzudenken.

Wie ein Gespräch mit einer Freundin

Michelle Obama gibt in dem Ausfüllbuch persönliche Nachrichten und Anregungen mit, und so bekommt man ein bisschen das Gefühl, mit einer Freundin zu sprechen. Es gibt reichlich Platz für die eigenen Eintragungen, und dazwischen Zitate, über die man lange nachdenken muss. Wer es nicht gewohnt ist, ein Journal zu führen, dem gibt die Autorin für jeden Tag eine Frage oder Aufforderung. Ihr Ziel ist es, Frauen stark zu machen, aber es ist klar, dass jede an sich arbeiten muss, um das zu schaffen. Aber es ist sehr verlockend, es zu versuchen…

Herausfordernde Aufgaben

Man kann seine Lieblingsfilme notieren, aber auch seine Talente – und manches ist eine Herausforderung. Wem fällt es schon leicht, etwas Positives über sich zu erzählen, selbst wenn man es sich eigentlich nur selbst erzählt, weil es ja ein Tagebuch ist?

Das Ausfüllbuch ist perfekt für alle, die sich auf den Weg machen und dabei gern ein bisschen Unterstützung haben wollen – sehr liebevoll und hochwertig gestaltet und mit tollen Anregungen.

Mit der Hand zu schreiben macht kreativ

Natürlich geht das Journal-Schreiben auf jedem Stück Papier, das man finden kann. Ich würde trotzdem ein schön gestaltetes Buch empfehlen, weil es für eine längere Zeit ein regelmäßiger Begleiter ist. Wozu das gut ist? Da gibt es viele Gründe. Mit der Hand zu schreiben, fördert die Kreativität. Außerdem konzentrieren wir uns für eine Weile auf die Worte, die wir schreiben, und haben dann keine Zeit zum Grübeln. Wir rufen uns schöne Erlebnisse des Tages in Erinnerung und können sie so stärker wahrnehmen.

Reflexion über den Tag

Ich finde das Journal-Schreiben auch deshalb toll, weil man dazu angehalten ist, jeden Abend tatsächlich darüber nachzudenken, was man erlebt hat. Man kann sich zum Beispiel fragen, wofür man an diesem Tag dankbar ist und möglichst drei Dinge finden. Es dürfen auch Kleinigkeiten sein wie das Lächeln der Verkäuferin am Backstand oder die kleine Blume in der Mauerspalte.

Was kann ich besser machen?

Sinnvoll ist es auch, wenn man sich am Abend überlegt, wie man den Tag noch besser hätte gestalten können. Und damit ist wirklich besser gemeint, nicht effektiver oder erfolgreicher. Denn es ist ein Trugschluss, dass man immer etwas leisten muss, um zufrieden zu sein. Und so lernt man, dass man sich auch mal einen Faulenzertag gönnen darf, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.

Erinnern auch an Kleinigkeiten

Das Schöne am Journal ist, dass man sich Dinge in Erinnerung ruft, die man sonst vielleicht vergessen hätte, weil sie nicht wirklich lebenswichtig sind. Klar kann man abends die Ziele für den nächsten Tag aufschreiben, auch das kann helfen, Struktur ins Leben zu bringen, wenn sie gebraucht wird. Man lernt so, sich zu fokussieren und auf Ziele zu konzentrieren, auf die man hinarbeiten will.

Erfolge festhalten

Wer seine Erfolge festhält, egal, wie klein sie sind (Sie sind heute früh mit einem positiven Gedanken aufgewacht oder haben schon zum zweiten Mal innerhalb einer Woche Yoga gemacht – großartig!), der merkt, wie viel Positives er erlebt und welche Fähigkeiten in ihm stecken. Es ist eine Lektion in positivem Denken und verhilft zu einem bewussterem Leben.

Viele große Schriftsteller führten ein Tagebuch

Schon große Schriftsteller wie Goethe haben das Tagebuch-Schreiben geschätzt, und sie wussten, warum. Es hilft, uns selbst besser kennenzulernen, unsere Ziele zu formulieren und dankbar zu sein für das, was wir haben.

Fünf Minuten pro Tag genügen fürs Journal-Schreiben

Schon deshalb sollten wir fürs Journal-Schreiben ein besonderes Buch nehmen. Das von Michelle Obama ist ein gutes Beispiel, aber in Buchgeschäften gibt es unzählige Vorlagen in allen Ausführungen. Hauptsache, es gefällt Ihnen so gut, dass Sie es jeden Tag in die Hand nehmen möchten. Und es für Sie tatsächlich ein bisschen wie eine Freundin wird, die geduldig zuhört und alles aufnimmt, was Sie fühlen und zu sagen haben. Von wegen Tagebuch-Schreiben ist altmodisch! Probieren Sie es doch einfach mal aus. Fünf Minuten pro Tag reichen aus – und sie können tatsächlich das Leben verändern.

Hier können Sie Michelle Obamas „Becoming. Das Ausfüllbuch“ kaufen.

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