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Kuriose Verkehrsregeln in Europa

Kuriose Verkehrsregeln in Europa

Bei Rot über die Ampel fahren, das Auto im Halteverbot abstellen – solche Verstöße gegen die Verkehrsregeln kennt jeder und weiß: Sie können teuer werden. Aber in anderen Ländern gelten auch andere Regeln, und einige davon sind wirklich überraschend. Der Mietwagen-Veranstalter Sunny Cars hat kuriose Verkehrsregeln in acht beliebten Urlaubsländern zusammengetragen.

Verkehrsregeln in Italien: Auf Reifen achten!

Italien ist eines der Lieblingsziele der Deutschen, und viele fahren mit dem Auto dorthin. Schauen Sie, bevor Sie losfahren, unbedingt Ihre Reifen an: Zwischen dem 16. Mai und dem 15. Oktober müssen Sie mit Sommerreifen fahren, sonst begehen Sie eine Ordnungswidrigkeit. Und lassen Sie den Wagen nach einem Abend mit Pasta und Rotwein lieber stehen. Denn wer mit mehr als 1,5 Promille erwischt wird, dem drohen extrem hohe Strafen. Wie hoch sie sind, das entscheiden die Behörden. Aber es können locker mehrere tausend Euro werden. Auch eine Haftstrafe oder eine Beschlagnahmung mit anschließender Zwangsversteigerung des Autos sind möglich. Halten Sie unbedingt auch das Tempolimit ein. Das gilt vor allem zwischen 22 und sieben Uhr. In dieser Zeit wird der Gasfuß um ein Drittel teurer als sonst.

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Österreich: Verzicht auf die Polizei

Ein kleiner Unfall mit Sachschaden ist schnell passiert. In so einem Fall klärt man in Österreich alles untereinander, tauscht Daten aus und verzichtet darauf, die Polizei zu rufen. Das sollten Sie auch tun, denn das Land hat eine „Blaulichtsteuer“ genannte Unallmeldegebühr eingeführt. Wenn Sie nach einem Unfall mit reinem Sachschaden auf Polizeipräsenz bestehen, zahlen Sie 36 Euro. Das ist eine Verkehrsregel, die gesetzlich festgelegt ist.

Griechenland: Rauchen verboten

Die Griechen sind streng, wenn es um Kinder geht. Für Autofahrer gilt deshalb: Bitte nicht rauchen, wenn Kinder unter zwölf Jahren mitfahren. Wer sich nicht daran hält, dem droht eine Geldstrafe von bis zu 1500 Euro. Grundsätzlich gilt, dass in Griechenland Geldstrafen nach Verkehrsverstößen so schnell wie möglich bezahlt werden sollten. Wer länger als zehn Tage dafür braucht, muss damit rechnen, dass die zu zahlende Summe verdoppelt wird.

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Schweiz: Fuß vom Gas!

Rasen kann in der Schweiz richtig teuer werden. Und man kann dafür sogar im Gefängnis landen! Wer in einer Tempo-30-Zone mehr als 70 fährt, der kann mit mindestens einem Jahr Haft bestraft werden. Das gilt auch, wenn man mehr als 80 Stundenkilometer über dem erlaubten Tempo liegt. Also: Fuß vom Gas – so können Sie die schönen Landschaften auch besser genießen.
Beim Parken sollten Sie auf gelbe Markierungen achten. Gelbe Linien am Bordstein signalisieren Parkverbot. Außerhalb von Orten dürfen Sie an Hauptstraßen nicht parken.

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Frankreich: Augen auf beim Parken

Bei der Parkplatzsuche sollten Sie in Frankreich auf Straßenmarkierungen am Bordstein achten. Eine blaue Linie bedeutet, dass Sie hier kostenlos parken dürfen – achten Sie aber trotzdem auf Schilder und legen Sie eine Parkscheibe unter der Windschutzscheibe ab. Wenn Sie eine weiße Linie sehen, dürfen Sie Ihr Auto ebenfalls abstellen, müssen aber dafür bezahlen. Gelbe Linien markieren Parkverbotszonen. Und auch das gehört zu den kuriosen Verkehrsregeln: Falls Sie doch mal ein Knöllchen bekommen sollten, brauchen Sie Wertmarken, die Sie im Tabakladen kaufen können.

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Dänemark: Lieber keinen Alkohol trinken

In dem skandinavischen Land kann Alkohol am Steuer richtig teuer werden. Wer mit mehr als 1,5 Promille erwischt wird, dem wird eine Geldstrafe aufgebrummt, die sich so errechnet: monatliches Nettoeinkommen mal Promillewert. Wenn zwei Promille überschritten werden, wird ein komplettes Monatsgehalt fällig, außerdem kommt noch eine Strafe von 20 Tagen Haft auf Bewährung dazu. Auch die Temporegelungen in Dänemark sind streng: Innerhalb von Orten dürfen Sie maximal 50, auf Haupt- und Schnellstraßen höchstens 80 Stundenkilometer schnell sein. Auf Autobahnen gilt ein Limit von 130 Stundenkilometern. Wichtig auch: In Dänemark muss auch tagsüber mit Licht gefahren werden.

Estland: Hände weg vom Handy!

Bis zu 400 Euro Strafe drohen, wenn Sie mit Handy am Steuer erwischt werden. Und auch beim Tempolimit sind die Esten streng: Bei 20 Stundenkilometern zuviel werden bis 120, bei über 50 sogar bis zu 800 Euro fällig. Auch wichtig: Wie in Skandinavien gibt es auch tagsüber eine Lichtpflicht, und wenn Sie mit mehr als 0,2 Promille unterwegs sind, droht Ihnen ein Bußgeld von mindestens 400 Euro.

Verkehrsregeln in Spanien: Vorsicht mit Navi

Wenn Sie in Spanien unterwegs sind, dürfen Sie während der Fahrt Ihr Navigationsgerät nicht bedienen. Tun Sie es doch, drohen Ihnen bis zu 500 Euro Strafe. Auch beim Tempo sollten Sie wachsam sein. Tempoverstöße von 20 Stundenkilometern werden mit etwa 100, von 50 sogar mit etwa 600 Euro geahndet. Und auch für Falschparken müssen Sie tief in die Tasche greifen: 200 Euro werden hier fällig. Aber eine gute Nachricht gibt es auch: Wenn Sie Ihre Strafe innerhalb von 20 Tagen zahlen, bekommen Sie einen Rabatt von 50 Prozent.

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Übrigens: Auch in England gibt es kuriose Verkehrsregeln. Zum Beispiel gelten Parkknöllchen nur, wenn der Kontrolleur eine Uniform inklusive Hut trägt…

Weitere Hinweise zu Promillegrenzen und anderen Verkehrsvorschriften im Ausland finden Sie auf den Seiten des ADAC.

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