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Heimat-Sushi: leckere Häppchen aus regionalen und saisonalen Zutaten

Heimat-Sushi: leckere Häppchen aus regionalen und saisonalen Zutaten

Sushi war ja schon mal Thema in diesem Blog – die leckeren Häppchen gehören zu meinen Lieblingsspeisen. Ja, ich weiß, dass sie nicht immer nachhaltig sind. Und deshalb verzichte ich auf Sushi „to go“, um wenigstens den Verpackungsberg zu sparen, und genieße es direkt im Restaurant. Dass es noch sehr viel nachhaltiger geht, zeigt das Buch „Heimat Sushi regional & saisonal“ von Alex und Angkana Neumayer.

Die „Heimat-Sushi“-Autoren sind Experten der asiatischen Kochkünste

Die Foodstylistin und Köchin und der Fotograf mit langjährigen Erfahrungen als Küchenchef in südostasiatischen Fünf-Sterne-Hotels sind Experten der asiatischen Kochkünste. Gemeinsam betreiben sie das Studio „Kochen und Kunst“ im österreichischen Bad Hofgastein. Dort bringen sie ihren Kunden die Kunst des Gemüseschnitzens bei. Aber auch Heimat-Sushi gehört zu ihren Spezialitäten.

Es müssen nicht immer exotische Zutaten sein

„Zur Sushi-Zubereitung“, so schreiben sie im Vorwort, „werden nach wie vor Zutaten aus aller Welt importiert. Sei es die Avocado aus Lateinamerika, der Thunfisch aus dem Indischen Ozean und so fort.“ Dabei gebe es saisonale und regionale Produkte, mit denen man aus dem Vollen schöpfen könne. Und so entstand die Idee zu dem Buch, für desse Rezepte nicht nur heimische, sondern auch vegetarische und teilweise vegane Zutaten verwendet werden.

Vegetarisch, vegan und sehr abwechslungsreich

Die Autoren stellen unterschiedliche Sushi-Varianten von Maki über Nigiri bis Inari vor. Dazu erläutern sie, welche Reis-Sorten besonders geeignet sind und wie der Reis zubereitet wird, damit er ausreichend klebt. Auch mit der Sojasauce und der messerscharfen Wasabi-Paste befassen sie sich: Was wäre Sushi ohne diese beiden Zutaten? Als Alternativen zum Fisch verwenden die Autoren für ihr Heimat-Sushi Gemüse der Saison (Tipp: nicht zu wasserhaltige Sorten nehmen), Salat wie Rucola oder Radicchio, Pilze, Blüten, Kräuter, Sprossen und Kresse, Nüsse und Kerne, frisches Obst, Sojaprodukte wie Tofu, Milchprodukte, Eier und hochwertige Essige und Öle.

Rezepte für jede Jahreszeit

Das Buch ist nach Jahreszeiten sortiert, was die Auswahl einfacher macht. Und so gibt es im Frühling zum Beispiel Ura-Maki mit grünem Spargel, eine Frühlingsbowl mit Räuchertofu, Spargel, Frühlingszwiebeln, Karotten, Radieschen und Frühlingsblüten oder Nigiri mit Balsamico-Mairübe und einer Gremolata-Gewürzmischung aus Knoblauch, Petersilie, Zitronenabrieb und Salz. Die liebevoll gestalteten Fotos zeigen die wirklich sehr appetitlichen Ergebnisse.

Futo-Maki mit Aprikose und Fenchel

Im Sommer passen Nigiri mit Cajun-Auberginen, Futo-Maki mit Aprikose und Fenchel, Gunkan-Maki mit Ratatouille oder Nigiri mit Brokkoli-Omelette. Besonders originell sind die Onigirazu-Variationen: kleine Sandwiches, die mit Algenblättern umhüllt und mit Reis, unterschiedlichem Gemüse, Tofu und selbstgemachten Saucen serviert werden.

Sushi-Burritos und Schiffchen aus Chicorée-Blättern

Im Herbst gibt es Maki-Rollen mit Roter Bete und Rote-Bete-Sprossen, mit Kürbis gefüllte Onigiri, Ura-Maki mit marinierten Pfifferlingen oder Nigiri mit Steinpilzen, die auf Schiffchen aus roten Chicorée-Blättern serviert werden. Sushi-Burritos (mit getrockneten Aprikosen, Roter Bete und einer orientalischen Gewürzmischung), ein Oshi-Gugelhupf und Sushi-Tacos zeigen, dass Sushi auch ganz international sein können.

Winter-Sushi mit wärmenden Gewürzen

Im Winter stehen bei den Heimat-Sushi-Rezepten Onigiri mit fermentiertem Chinakohl und Schmelzkäse, Maki mit Maroni und Pastinake, Tempura-Maki mit Schwarzwurzel oder eine wärmende Winterbowl mit Kürbis, Maroni, fermentiertem Chinakohl, Roter Bete, Kardamom und Ingwer auf dem Speiseplan.

Saucen und Zubereitungstipps

Die geschätzte Zubereitungszeit steht bei jedem Rezept dabei – für die meisten brauchen Sie nicht mehr als 15 bis 20 Minuten. Ein Kapitel mit Basics rundet das Buch ab. Hier finden Sie Rezepte für Rote-Bete- oder Hagebutten-Ingwer-Reis, Steinpilzöl, Rosenessig, Chili-Saucen, Mayonnaise in vielen Variationen, Dips und fermentiertes Gemüse. Auch ein Kimchi-Rezept ist mit dabei. Dazu kommen Erläuterungen, wie Sie Ihr Heimat-Sushi herstellen. Etwa eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Maki gerollt werden und wie Ihnen Nigiri und Ura Maki (auch „Inside-Out-Rollen genannt) gelingen.

Heimat Sushi: Ausprobieren lohnt sich!

Die Auswahl an Rezepten ist groß und die Bilder dazu so verlockend, dass man gleich loslegen will. Vermutlich werden Sie am Anfang länger brauchen als die angegebenen 15 bis 20 Minuten, aber das gilt ja generell für selbstgemachtes Sushi. Ausprobieren lohnt sich auf alle Fälle, denn schon beim Durchblättern des Buches läuft einem das Wasser im Mund zusammen!

„Heimat Sushi regional & saisonal“ enthält 70 vegetarische und vegane Rezepte. Das Buch ist im Christian-Verlag erschienen und kostet 29,99 Euro. Es hat 192 Seiten mit etwa 100 Fotos. Ein Lesebändchen hilft dabei, Lieblingsrezepte schnell wiederzufinden. Aber Sie werden bald noch viele weitere Lesezeichen brauchen!

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