Wer im Sommer schon mal auf einem Felsen gelegen und seine Wärme gespürt hat, der kann sich gut vorstellen, was Hot-Stone-Therapie ist. Tatsächlich nutzt dieses Verfahren die Fähigkeit von Steinen, Wärme zu speichern. Und sie ist nicht nur äußerst angenehm, sondern auch ziemlich effektiv.
Hot-Stone-Therapie: Basalt speichert Wärme besonders gut
Die Steine, die für die Hot-Stone-Therapie verwendet werden, bestehen meist aus Basalt. Denn das vulkanische Gestein hat nicht nur eine sehr glatte Oberfläche, sondern speichert Wärme ganz besonders gut. Für die Therapie werden die flachen Steine im Wasserbad auf etwa 60 Grad erhitzt und auf den Körper aufgelegt. Um Verbrennungen zu vermeiden, werden sie vor dem Auflegen entweder leicht heruntergekühlt oder es kommt noch ein Handtuch dazwischen.
Verspannte Muskeln lockern sich
Die Hitze des Steins sorgt dafür, dass sich verspannte Muskeln lockern. Bis zu 64 der schwarzen Steine verwenden Therapeuten für die Behandlung. Einige davon verteilt er auf der Liege, anschließend legt sich der Patient bäuchlings darauf. Weitere Steine legt der Therapeut dann auf den Rücken sowie Arme und Beine des Patienten.
Klopfen und Reiben
Es gibt auch Steine, die für die Massage genutzt werden. Der Therapeut reibt oder klopft die Haut sanft damit, gelegentlich benutzt er auch ätherische Öle. Oder er schlägt vorsichtig mit einem Stein auf einen anderen, um leichte Vibrationen auszulösen.
Auch der Geist wird ruhiger
Die Wärme der Steine dringt in die Haut ein und entspannt die Muskeln. Außerdem wird die Blutzirkulation stimuliert, der Lymphfluss angeregt und die Zellen werden intensiver mit Sauerstoff versorgt. Sogar zur Stärkung der Abwehrkräfte, zur Entschlackung und gegen Kreislaufprobleme werden die Steine eingesetzt. Den Geist beruhigen sie auch, denn die Wärme entspannt den ganzen Menschen.
Seit Jahrtausenden bekannt
Neu ist die Hot-Stone-Therapie übrigens nicht – im Gegenteil. In Asien und Amerika kannte man diese Behandlungsmethode schon vor Jahrtausenden. Bei den indianischen Schamanen geht die Bedeutung allerdings viel tiefer, denn die Indianer glauben, dass alles, was existiert, lebendig ist. Und das gilt auch für Steine. Für die Schamanen speichern sie dementsprechend nicht nur Wärme, sondern auch Botschaften.
Auf die richtige Temperatur achten
Auf alle Fälle ist die Behandlung äußerst angenehm, wenn der Therapeut sein Handwerk versteht und auf die richtige Temperatur und die richtige Auflagefläche achtet. Bereiche mit wenig Fettgewebe, etwa die Fußknöchel, sind empfindlicher gegen Wärme als zum Beispiel der Bauch.
Hot-Stone-Therapie für Zuhause
Die Hot-Stone-Therapie wird in vielen Hotel-SPAs und Wellnesscentern angeboten, man kann sich aber auch Steine für zuhause kaufen. Dabei sollte man darauf achten, dass sie eine ausreichend große Auflagefläche haben, und lieber am Anfang mit der Temperatur etwas vorsichtiger sein. Es gibt auch spezielle Geräte, mit denen man die Steine erwärmen kann. Das Profi-Set mit 66 Steinen bekommt man zum Beispiel bei Massage-Expert für knapp 110 Euro, Einsteiger-Sets mit 20 Steinen kosten etwa 25 Euro.
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