Energy Dance: Raus aus dem Kopf – rein in den Körper

Von Silke 22. März 2025 Kommentare 3 Min. Lesezeit
Energy Dance ist purer SpaßEnergy Dance ist purer Spaß Foto: Savann Prak / Unsplash

Haben Sie schon mal etwas von Energy Dance gehört? Das ist ein neues Training, bei dem es um fließende Bewegungen geht, um Rhythmus, Musik – und vor allem viel Spaß. Es gibt keine Choreographien und keine abrupten Wechsel. Die Fitness profitiert davon, aber das ist eher ein angenehmer Nebeneffekt.

Energy Dance kommt aus Berlin

Erfunden wurde Energy Dance Anfang der 1980er Jahre in Berlin vom Sportlehrer und Tänzer Uwe Kloss. Er hat viele Weiterbildungen gemacht – Yoga und Krafttraining, Körper- und Tanztherapie, Faszientraining und Funktionsgymnastik sind nur einige davon. Elemente davon finden sich im Energy Dance, das es inzwischen überall in Deutschland gibt.

Keine Choreographie

„Raus aus dem Kopf – rein in den Körper“ ist das Motto von Energy Dance. Und das passt. Denn anders als beim Zumba oder Aerobic müssen die Teilnehmer keine Schritte lernen. Jeder kann den Bewegungen des Trainers ganz einfach folgen. Das macht den Kopf frei und sorgt dafür, dass sich Anspannungen lösen und man sich ganz intuitiv zur Musik bewegt. Weil die Musikstücke ineinander übergehen, wird ein Spannungsbogen aufgebaut.

Die Bewegungsart wird auch als ganzheitlich orientierter Gesundheitssport bezeichnet. Was vor allem für die Menschen interessant ist, die sich auch mal ein nicht leistungsorientiertes Training wünschen.

Lange Aufwärmphase zu Beginn

Ein Energy-Dance-Workout dauert 90 Minuten. Los geht es mit einer 20-minütigen Aufwärmphase. Sie „arbeitet“ sich durch den ganzen Körper. Die Bewegungen sind harmonisch und der Fluss der Bewegungen so zugänglich, dass auch Ungeübte ohne Probleme mitkommen.
Wer bisher Aufwärmen allein mit Herumhüpfen und Dehnen in Verbindung gebracht hat, der wird staunen, wie viele Möglichkeiten es gibt. Und wie effektiv es ist: Die Koordinationsfähigkeit, das Zusammenspiel der Muskelketten und die Durchblutung werden verbessert, die Muskeln gelockert, und auch auf die Faszien wirkt sich die Aufwärmphase positiv aus.

Zweite Phase: Stretching

Anschließend folgt ein kurzes Stretching im Stand. Dabei werden die Hauptmuskelgruppen mitsamt der Faszien-Leitbahnen aktiviert, der Körper leicht gedehnt. Das ist gut für die Körper-Wahrnehmung, es schult den Gleichgewichtssinn und fördert die Beweglichkeit.

Intensivierungsphase

Als nächstes ist die Intensivierungsphase dran. Die Bewegungsabläufe sind dynamisch-rhythmisch und werden vom Trainer ganz spontan in Verbindung zur Musik entwickelt. Sie gehen fließend ineinander über. Auch Intervalle sind enthalten. Diese Phase des überwiegend aeroben Trainings kräftigt das Herz-Kreislauf-System und die Muskulatur und verbessert die natürliche Beweglichkeit.

Bodenarbeit verbindet Dehnung und Entspannung

Den Abschluss bildet die Bodenarbeit – diese Phase ist etwa 20 Minuten lang. Sie ist eine Mischung aus intensiven Kräftigungs- und Dehnungsübungen der Muskeln, die für die aufrechte Körperhaltung zuständig sind, und passiver Entspannung in Rückenlage. Diese Phase dehnt und kräftigt die Hauptmuskelschlingen. Die fließenden Bewegungsabläufe sorgen dafür, dass die Teilnehmer mit der Aufmerksamkeit im Körper bleiben. Die angeleitete Körperreise in Rückenlage schließlich soll zu einer tiefen Entspannung führen.

Stress ist wie weggeblasen

Wer einmal mitgemacht hat, der spürt, wie gut sich der Körper danach anfühlt. Die Muskeln sind locker, der Geist entspannt. Der ganze Körper profitiert von der Bewegung: Das Herz-Kreislauf-System wird aktiviert, die Muskeln gedehnt und gekräftigt und die natürliche Beweglichkeit gestärkt. Angenehmer Nebeneffekt: Stress ist wie weggeblasen.

Ein Training, das sich wie eine Tanzparty anfühlt

Die Musik spielt eine wichtige Rolle beim Energy Dance. Der Trainer mischt unterschiedliche Stile, die alle bewegungsmotivierend und eingängig sind. Perfekt zum Tanzen. Kein Wunder, dass man das Training überhaupt nicht als anstrengend empfindet und sich viele Menschen, die zum ersten Mal dabei waren, so fühlen, als wären sie bei einer Tanzparty gewesen.

Was soll ich fürs Energy-Dance-Workout anziehen?

Spezielle Kleidung braucht man nicht. Sie sollte atmungsaktiv sein und die Bewegungen nicht einschränken. Viele tragen Hallensportschule, andere bevorzugen es, barfuß zu tanzen. Probieren Sie einfach aus, was Ihnen am angenehmsten ist.

Wenn Sie Energy Dance kennenlernen möchten, können Sie an einem Livestream-Kurs des Energy Dance Clubs Berlin teilnehmen, es gibt aber auch in vielen Städten Kursangebote. Weitere Infos zu Ticketpreisen und Mitgliedsbeiträgen finden Sie hier.

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