• Fashion
  • Mode
  • my little luxury
  • Nachhaltigkeit
  • 391
  • 0

Nachhaltige Bademode aus recyceltem Meeresplastik

Nachhaltige Bademode aus recyceltem Meeresplastik

Wir lieben das Meer und freuen uns auf den ersten Strandurlaub nach langer Zeit. Endlich den Bikini oder Badeanzug anziehen, endlich Sommer! Falls Sie planen, sich ein neues Stück zuzulegen, kommen hier ein paar Ideen – nachhaltige Bademode mit Stil.

Plastikmüll gefährdet die Ozeane

Einige Marken verwenden dafür recycelte Fischernetze oder recyceltes Meeresplastik. Und wollen damit ein Zeichen setzen: Ein Report der Vereinten Nationen und der Ellen MCArthur Foundation hat nämlich festgestellt, dass 2050 mehr Plastikteilchen als Fische im Meer sein werden – ein erschreckende Vision. Und eine realistische. Denn nur 14 Prozent des Plastik-Verpackungsmaterials werden recycelt, der Rest (Wert: 67 bis 100 Milliarden Dollar) werden weggeworfen. Folge: 150 Millionen Tonnen Plastikmüll schwimmen in unseren Ozeanen! Eine große Gefahr für die Umwelt.

Nachhaltige Bademode aus Econyl

Ich finde deshalb die Idee, aus diesem Müll innovative Materialien herzustellen,
richtig gut. Eines heißt Econyl. Es wird vom italienischen Unternehmen Aquafil aus Meeresabfällen wie zum Beispiel Fischernetzen hergestellt. Was entsteht, ist ein Nylongarn, das sehr hochwertig ist und sogar wieder recycelt werden kann – perfekt für nachhaltige Bademode.

Oy Surf: Bikinis aus gebrauchten Plastikflaschen

Aus Econyl fertigt zum Beispiel das schweizerische Label „Oy surf“ seine Surf-Bademode-Kollektionen (siehe Foto). In Kombination mit Elastan bekommt es die passende Struktur für diese Kleidungsstücke. Neues Nylon kommt nicht in Einsatz, womit die Erdölressourcen geschont werden. Für seine Print-Designs verwendet das Label recyceltes Polyester, das aus gebrauchten Plastikflaschen produziert wird – dabei werden bis zu 60 Prozent weniger Energie benötigt wie bei herkömmlichem Polyester. Auch dieses Material wird mit Elastan versponnen.

Waschbeutel schützt die Stoffe

Mit dem neuen Bikini bekommen die Kunden auch einen speziellen Waschbeutel, der die Stoffe vor Abrieb durch die Waschmaschine schützt. Das schont nicht nur die Stoffe, sondern auch das Wasser, weil keine Mikrofasern in die Kanalisation gelangen. Produziert wird seit 2018 in einem kleinen Familienbetrieb in Portugal, und uch die Materialien bezieht das Unternehmen aus Europa. Oberteile und Hosen kosten jeweils 59 Euro.

Myrmarini verbindet Nachhaltigkeit mit Stil

Auch das Hamburger Label „Myrmarini“ setzt auf Econyl. Gegründet wurde es 2013 von der Surferin Mareen, die sich lange mit Surf- und Bademode befasst hatte. Sie ärgerte sich über schlechte Qualität, mangelnde Nachhaltigkeit, unfaire Produktionsbedingungen und Designs, die entweder zu sportlich oder zu jung oder zu schick waren. So gründete sie ihr eigenes Unternehmen, in dem die Stücke nach ihren Vorstellungen produziert werden. Die Stoffe sind Öko-Tex-Standard 100 und tragen das Global Recycle Standard (GRS)-Siegel. Bikinis gibt es für 120 Euro. Kaufen kann man die nachhaltige Bademode im Store in Hamburg oder im Online-Shop.

Frija Omina produziert in Brandenburg

In der Brandenburger Provinz entstehen die Bademode-Kollektionen des Berliner Labels „Frija Omina“. Das recycelte Nylon, das zum Einsatz kommt, besteht zum überwiegenden Teil aus alten Fischernetzen, einige Modelle werden aber auch aus Bio-Baumwolle hergestellt. Das Unternehmen achtet bei der Produktion (mit Ökostrom) darauf, dass es möglichst wenig Stoffverschnitt gibt – Reste werden zu Kissen verarbeitet. Die Stücke (Oberteile kosten 59,90 Euro, Hosen 44,90 Euro) bekommen Sie beim Avocadostore oder über Etsy.

Anekdot: Upcycling von Restbeständen

Originell ist das Konzept der Designerin Sofie Andersson, die für ihr Label „Anekdot“ übriggebliebene Materialien verwendet. Etwa aus Produktionsüberschüssen, Resten, unverkäuflichen Warenbeständen und Vintage-Teilen, die sie upcycelt. Sie setzt aber auch Econyl ein. Stoffabfälle hebt sie auf und nutzt sie etwa für Kissenfüllungen, Stoffe, die sie nicht verwendet, spendet sie. Oberteile kosten ab 80, Hosen ab 65 Euro.

Oceanchild: Tropen treffen auf Europa

Gegründet in Brasilien und inzwischen in Berlin zuhause ist das Label „Oceanchild“. Den Gründern ging es darum, minimalistische Schwimmbekleidung zu kreieren, die bequem ist und gleichzeitig edel aussieht. Die Designerinnen Laura und Pauline entwerfen jedes Stück mit den Tropen im Herzen und dem europäischen Sommer im Kopf. Sie verwenden recycelte Materialien wie Econyl und achten auch bei der Herstellung und Verpackung auf Nachhaltigkeit. Produziert wird in Portugal, die Stücke sind Öko-Tex- und GRS-zertifiziert. Oberteile gibt es ab 69, Hosen ab 49 Euro, Badeanzüge kosten ab 89 Euro. 

Bleed und die recycelten Fischernetze

„Aus dem Meer in deinen Kleiderschrank“ – so wirbt das Label „Bleed“ für seine nachhaltige Bademode aus Econyl, für die recycelte Fischernetze verwendet werden. Das Material hält Salz- und Chlorwasser aus und ist zudem resistent gegen UV-Strahlen. Bikini-Fans können sich ihr Modell aus Höschen und Oberteil nach Geschmack selbst zusammenstellen. Oberteile gibt es ab 49,90, Badeanzüge ab 89,90 Euro.

Inaska: Funktionalität und Umweltschutz

Econyl und andere recycelte Materialien kommen auch bei „Inaska“ in Einsatz. Das Label setzt zudem auf Upcycling. Geschäftsführerin Franziska Hannig ist an der Ostsee aufgewachsen, das Meer hatte für sie schon immer eine besondere Bedeutung. Die Geburt ihrer Kinder hat ihren Blick auf die Bedeutung von Umweltschutz verändert. Mit den Badekollektionen schlägt sie mehrere Fliegen mit einer Klappe: Die Stücke sind funktional und ästhetisch und sie tragen mit dazu bei,die Meere von Plastikmüll zu befreien. Seit Gründung des Unternehmens sind es immerhin schon zwei Tonnen! Oberteile gibt es für 59 Euro, Hosen für 49 und Einteiler für 119 Euro.

Nachhaltige Bademode in Online-Shops

Beim Avocadostore und bei Greenality finden Sie weitere nachhaltige Bademode-Kollektionen unterschiedlicher Marken, teilweise auch reduziert.

Weitere Artikel über Nachhaltigkeit

Anzeige:

Schreibe einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *