Warum eine Handcreme mehr als nur Hautpflege ist

Von Silke 6. April 2026 Kommentare 2 Min. Lesezeit
Eine Tube Handcreme von LaveraHandcreme von Lavera

Spätestens seit der Corona-Pandemie ist regelmäßiges Händewaschen für viele Menschen selbstverständlich geworden. Weil wir seitdem viel stärker wahrnehmen, wie viele Gegenstände wir täglich berühren. Auch wenn die meisten nur noch selten zusätzlich Desinfektionsspray benutzen, müssen die Hände einiges aushalten. Grund genug, sie regelmäßig mit Handcreme zu pflegen.

Handcreme schützt die Haut

Das „Problem“ am Händewaschen ist, dass der sogenannte Hydrolipidfilm, der die Haut natürlicherweise überzieht, teilweise entfernt wird und die Haut austrocknet. Zudem lassen die Inhaltsstoffe der Seifen oder Wasch-Emulsionen die Haut aufquellen macht sie anfälliger für Krankheitserreger. Handcremes pflegen nicht nur, sondern schützen die Haut auch.

Body-Butter auch für die Hände

Ich benutze besonders gern die Skin-Food-Body-Butter von Weleda. Sie ist eine Körper- und keine Handcreme, aber weil sie so reichhaltig ist, eignet sie sich auch super für die Hände. Bei ihr mag ich den zitronigen Duft und die angenehme Konsistenz (sie zieht erstaunlich schnell ein) sehr. Die Creme enthält u.a. Bienenwachs, Lanolin, Mandelöl und Extrakte aus Kamillen-, Ringelblumen- und Rosmarinblättern. Wenn die Hände so richtig trocken sind, können Sie die Creme auch großzügig auftragen und Baumwollhandschuhe anziehen und alles über Nacht einwirken lassen (das gilt übrigens auch für die Füße, die auf diese Weise seidenweich werden). Die Skin-Food gibt es als Tube (je nach Größe ab 4,95 Euro) oder Tiegel (150 ml, 14,95 Euro).

Masken wirken über Nacht

Von Lavera habe ich lange die Hand-&-Nagelcreme verwendet, die es aber leider offensichtlich nicht mehr gibt. Gute Alternativen sind die Repair-Handcreme (ehemals SOS-Hilfe) mit Calendula und Sheabutter und die 2in1-Handcreme und -maske, die Traube und Sheabutter enthält und die Haut über Nacht pflegt.

Handcreme mit Mandelöl

Zu meinen bevorzugten Sorten gehört auch die Mandelblüten-Hautzart-Sensitiv-Handcreme von Kneipp. Sie hat zwar kein Naturkosmetik-Siegel, aber bei der Herstellung wird auf Paraffin-, Silikon- und Mineralöle verzichtet, die Wirkstoffe sind pflanzlich und es wird auf Tierschutz und Nachhaltigkeit geachtet. Ich mag ihren zarten Mandelduft und die Konsistenz: Die Haut fühlt sich wunderbar weich an.

Dermatologen empfehlen Cremes, die Feuchtigkeit spenden. Von Silikonen raten sie ab (nach Angaben von Ökotest haben sie keine pflegende Wirkung, außerdem sind sie nicht wasserlöslich und können ins Abwasser gelangen und das Ökosystem belasten). Günstig sind pflanzliche Öle wie Linolsäure.

Verzichten Sie möglichst auf Parabene als Konservierungsstoff (eine gute Alternative ist Vitamin E) und auf PEGs. Diese chemischen Verbindungen können die oberen Hautschichten durchlässig machen und so den natürlichen Hautschutz angreifen. In zertifizierter Naturkosmetik finden Sie solche Stoffe nicht, auch kein Mikroplastik wie Polyethylen (PE), Polypropylen (PP) oder Polyethylenterephathalat (PET).

 
Anzeige:

Loading

Kommentar hinterlassen

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert