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Heute ist Weltglückstag – warum wir ihn in diesem Jahr besonders brauchen

Heute ist Weltglückstag – warum wir ihn in diesem Jahr besonders brauchen

Heute ist Weltglückstag. Und das ganz offiziell, von der UN festgelegt als „International Day of Happiness“. In diesem Jahr fühlt er sich vielleicht etwas anders an, weil Corona natürlich auch unser Glücksempfinden  beeinflusst. Aber genau deshalb brauchen wir einen solchen Tag gerade jetzt umso dringender.

Der Weltglückstag wurde von der UN begründet

Die UN hat diesen Tag 2012 ins Leben gerufen, um das Glücklichsein als globales Menschenrecht zu bewerben. Abwegig ist das nicht, denn jeder weiß, dass positive Gefühle unser Wohlbefinden steigern. Der Tag soll die Menschen außerdem daran erinnern, dass Wohlstand mehr ist als Geld. Die Idee kam aus dem Königreich Bhutan, das das „Bruttonationalglück“ sogar als Staatsziel festgelegt hat und der Ansicht war, dass es die ganze Welt genauso halten sollte.

UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon sagte 2012, die Welt brauche „ein Paradigma für die Wirtschaft, das die Gleichwertigkeit der drei Nachhaltigkeitssäulen beachtet. Wohlergehen in punkto Sozialem, Wirtschaft und Umwelt sind nicht voneinander zu trennen. Zusammen definieren sie das globale Brutto-Glück.“

Glück ist ein sehr subjektives Gefühl

Glück und Wohlergehen haben eine große Bedeutung für die Menschheit, und das will die UN mit dem Internationalen Glückstag betonen. Aber was ist Glück eigentlich genau? Der Duden beschreibt es als„angenehme und freudige Gemütsverfassung, in der man sich befindet, wenn man in den Besitz oder Genuss von etwas kommt, was man sich gewünscht hat“.

Es ist ein sehr subjektives Gefühl, denn jeder hat eine andere Vorstellung davon, was Glück für ihn bedeutet. Glücksforscher haben aber ein paar allgemeingültige Faktoren herausgefunden. Dazu gehören eine stabile Beziehung, Freundschaften, Gesundheit, ein zu den Fähigkeiten passender Beruf, Geselligkeit, Kinder und genug Geld, um die Grundbedürfnisse zu erfüllen.

In Zeiten von Corona besonders wichtig

Corona hat viel verändert. Die Lockdowns und Beschränkungen zerren an unseren Nerven, außerdem produzieren wir aufgrund der Abstandsregeln weniger vom „Kuschelhormon“ Oxytocin. Vielleicht ist das Thema auch deshalb in diesem Jahr besonders wichtig. Auf einmal nehmen wir die Dinge, die uns früher selbstverständlich schienen, viel intensiver wahr und merken, wie kostbar viele davon sind.

Glücksatlas: Finnland vorn, Deutschland siebter

Die Finnen haben es gut. Sie liegen im Ranking der glücklichsten Länder der Welt (dem World Happiness Report) seit vier Jahren an der Spitze – auch in diesem Jahr wieder. Gegenseitiges Vertrauen ist eines der Glücksrezepte der Nordländer. Dahinter folgen Isländer, Dänen (bei ihnen heißt das Glücksrezept „Hygge“), Schweizer, Niederländer und Schweden. Auf Platz sieben landen die Deutschen, die einen Sprung vom 17. Platz gemacht haben. Dahinter stehen Norweger, Neuseeländer und Österreicher.

Wohlbefinden ist wichtiger als Wohlstand

Das Ranking, dessen Auflage 2021 gerade pünktlich zum Weltglückstag erschienen ist, wird vom Zentrum für Nachhaltige Entwicklung an der Columbia University in New York erstellt. Dessen Leiter Jeffrey Sachs sagte bei der Vorstellung des Berichts, die Welt müsse dringend von Covid 19 lernen. „Die Pandemie erinnert uns an unsere weltweiten Umweltbedrohungen, die dringende Notwendigkeit zur Kooperation und die Schwierigkeiten der Zusammenarbeit in jedem Land und weltweit.“ Der Happiness-Report 2021 mahne uns außerdem, dass wir uns stärker um Wohlbefinden bemühen müssen als um bloßen Wohlstand.

Verbindung mit anderen

Das passt wunderbar zum Weltglückstag. Der ist übrigens kein Scherz, sondern will uns ins Gedächtnis rufen, dass die Welt ein besserer Ort ist, wenn wir uns mit anderen verbinden und uns um die Menschen um uns herum kümmern. Das sagt Dr. Mark Williamson, Direktor der Wohltätigkeitsorganisation „Action for Happiness“.

Glück ist keine Einbahnstraße

Womit wieder klar wäre: So richtig glücklich sind wir nur dann, wenn es andere auch sind. Das sieht auch das Ministerium für Glück und Wohlbefinden so. Das interaktive Kunstprojekt setzt sich für die Steigerung des Bruttonationalglücks ein – mit Aktionen, Vorträgen und Workshops, die sich rund um die Themen Zufriedenheit, Positive Psychologie, seelische Gesundheit und Lebensgestaltung drehen.

Was uns der Weltglückstag sagt

Vielleicht hat die Pandemie trotz der furchtbaren Opfer, die sie gefordert hat, die Menschen wieder ein bisschen daran erinnert, dass es Wichtigeres gibt als das Streben nach wirtschaftlichem Wachstum. Der Weltglückstag kann dazu beitragen, dieses Wissen zu festigen und vielleicht auch den Dankbarkeitsmuskel mal wieder ein bisschen zu trainieren. Denn: Glück wird zu 50 Prozent von den Genen bestimmt. Zehn Prozent hängen mit den Lebensumständen zusammen. Bleiben immer noch 40 Prozent, die wir selbst in der Hand haben. Halten wir es also mit Abraham Lincoln: „Die meisten Menschen sind so glücklich, wie sie es sich selbst vorgenommen haben.“

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