• Entspannen
  • my little luxury
  • Nachhaltigkeit
  • Naturkosmetik
  • 459
  • 0

Badekugeln – ganz einfach selbstgemacht

Badekugeln – ganz einfach selbstgemacht

Wenn es draußen grau, nass und kalt ist, dann hat die Badewanne einen unwiderstehlichen Reiz. Am liebsten mit einem Badezusatz, der duftet und die Haut pflegt. Dafür muss man nicht einmal Geld ausgeben, denn Badekugeln oder -öl kann man ganz einfach selbermachen.

Sprudelnde Badekugeln mit zartem Duft

Die wichtigsten Zutaten sind Natron und Zitronensäure. Sie sorgen dafür, dass die Kugel später in der Wanne schön sprudelt. Vermischen Sie einfach 250 Gramm Natron mit 125 Gramm Zitronensäure (in Pulverform) in einer Schüssel und geben Sie noch 60 Gramm Speisestärke dazu. Wenn Sie gerne bunte Kugeln haben wollen, können Sie nach Geschmack Lebensmittelfarben in Pulverform dazumischen. In einem Topf schmelzen Sie jetzt 60 Gramm Kokosöl und suchen Sie ein ätherisches Öl, dessen Duft Ihnen gefällt. Rose, Lavendel, Zitrusdüfte, Sandelholz, Patchouli – die Möglichkeiten sind unbegrenzt. Sie brauchen etwa fünf bis sieben Tropfen ätherisches Öl.

Zutaten vorsichtig vermischen

Als nächstes vermischen Sie alle Zutaten vorsichtig miteinander. Am besten funktioniert das löffelweise, denn Natron und Zitronensäure sollen erst dann sprudeln, wenn die fertige Kugel in der Badewanne liegt. Wenn alles vermischt ist, haben Sie eine Konsistenz, die an feuchten Sand erinnert. Die Kugeln lassen sich so gut formen. Bei Bedarf können Sie Öl dazugeben, falls die Masse zu trocken ist, oder Speisestärke, falls sie zu feucht ist. Statt Kugeln können Sie natürlich auch Pralinen oder anderes formen. Plätzchenausstecher eignen sich ebenso wie Eiswürfelformen. Probieren Sie es einfach mal aus.

Verzieren mit Gewürzen oder getrockneten Blüten

Wenn die Kugeln fertig sind, können Sie sie auch noch mit getrockneten Blüten oder mit Gewürzen verzieren. Auch Orangenabrieb ist ein guter Tipp, vor allem, wenn Sie für die Badekugel selbst auch Zitrusdüfte verwendet haben. Experimentieren Sie hier einfach mit den Aromen. Jetzt kommen die Kugeln für ein paar Stunden in den Kühlschrank, danach nehmen Sie sie aus der Form und lassen Sie sie ein paar Trage trocknen.

Gut für Haut und Seele

Die Badekugeln pflegen die Haut, denn Natron reinigt, wirkt antibakteriell und ist basisch. Das Kokosöl (oder auch ein anderes, z.B. Mandel- oder Jojobaöl) wirken feuchtigkeitsspendend. Das ätherische Öl wiederum ist für die Entspannung zuständig.

Badepralinen herstellen

Sie sind meist etwas kleiner als Badekugeln und sie lösen sich nicht sprudelnd auf. Sie können Sie mit ätherischen Ölen nach Geschmack herstellen und bekommen so ganz unterschiedliche Duftnoten. Sie brauchen dafür 100 Gramm feines Meersalz, 20 Gramm Maisstärke, 20 Gramm Sheabutter, 40 Gramm Kakaobutter (die Sorte für Kosmetik ist günstiger als die für Lebensmittel), 20 Gramm Emulgator (z.B. Sojalecithin oder Emulsan), 25 bis 30 Tropfen ätherisches Öl und auf Wunsch getrocknete Blüten, Gewürze oder andere Deko. Auch Lebensmittelfarben können Sie einsetzen.

So geht’s: Kakao- und Sheabutter in einem ausrangierten Kochtopf zum Schmelzen bringen. Dann kommen der Emulgator und die Lebensmittelfarbe dazu. Herd ausschalten und den Topf stehen lassen. In einem Gefäß werden jetzt Meersalz und Maisstärke vermischt, anschließend kommen sie in den Topf mit dem Buttergemisch, auch das ätherische Öl wird hineingegeben. Gut verrühren. Wenn sich alles gut verbunden hat, geben Sie die Mischung schnell in Formen (z.B. alte Backformen aus Silikon). Zum Schluss kommt noch die Deko drauf – und ab mit den Formen in den Kühlschrank. Nach etwa zwei Stunden können die Badepralinen aus der Form gelöst werden. Sie sind etwa ein Vierteljahr haltbar (am besten nicht zu warm aufbewahren). Je nach Größe brauchen Sie eine bis drei Pralinen für ein Vollbad.

Badezusatz mit Milch und Honig

Das ist ein Rezept für einen besonderen Anlass, denn Honig ist teuer und wertvoll. Sie brauchen dafür eine Liter fettreiche Milch und eine halbe Tasse Honig. Erwärmen Sie die Milch in einem Topf und mischen Sie den Honig darunter. Wenn sich der Honig aufgelöst hat, ist der Badezusatz fertig und kann direkt ins Badwasser gegeben werden.

Auch ein Schaumbad lässt sich ganz einfach herstellen. Die meisten Rezepte enthalten Glycerin, aber es geht auch ohne: Sie brauchen dafür eine Flasche neutrales Shampoo, 200 Milliliter Wasser, einen halben Teelöffel Salz und ein ätherisches Öl nach Wahl (etwa 15 Tropfen). Vermischen Sie das Shampoo in einem Gefäß mit dem Wasser und geben nach und nach die restlichen Zutaten dazu. Tipp: Wenn Sie mehr Schaum haben möchten, nehmen Sie etwas mehr Salz. In einer Flasche hält sich das Schaumbad eine Weile.

Welche ätherischen Öle eignen sich am besten?

Hier kommt es  auf persönliche Vorlieben an: Zitrusdüfte wie Bergamotte, Zitrone oder Orange wirken stimmungsaufhellend und erfrischend, Rose ist sinnlich und harmonisierend, Eukalyptus- oder Kiefernnadelöl unterstützen die Heilung bei Erkältungen, Lavendel und Zirbelkiefer entspannen und Ylang-Ylang hebt ebenfalls die Stimmung.

Auch Benzoe Siam mit seinem balsamisch-warmen Duft oder das holzig-warme Sandelholz passen gut in einen Badezusatz. Sie können Öle auch mischen – probieren Sie aus, was Ihrer Nase gefällt. 

Badekugeln als Weihnachtsgeschenk

Vor allem die Badekugeln lassen sich gut zu Weihnachten verschenken. Sie können Sie in eine transparente Plastiktüte stecken – denn sie machen wirklich etwas her, vor allem, wenn sie auch noch ein bisschen verziert sind. Oder Sie schenken sich die Kugeln einfach selbst. Ein Grund für ein duftendes Bad lässt sich schließlich immer finden!

Das könnte Sie auch interessieren:

Aromatherapie

Badeöle

Anzeige:

Schreibe einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *