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Selbstgemachtes Badeöl – und der Herbst kann kommen!

Selbstgemachtes Badeöl – und der Herbst kann kommen!

Auch wenn es sich ein bisschen so anfühlt, als wäre der Sommer ausgefallen (17 Grad und Regen hat für mich mit Sommer nicht so viel zu tun), führt kein Weg an der Erkenntnis vorbei, dass der Herbst vor der Tür steht. Womit offiziell die Bade(wannen)saison eröffnet ist. Natürlich mit duftenden Badeölen, die man ganz einfach selber herstellen kann.

DIY-Badeöle mit nur wenigen Zutaten

Die DIY-Variante hat viele Vorteile. Einer davon ist, dass man genau weiß, was drinsteckt. Und: Man braucht nur ganz wenige Zutaten. Ein neutrales Öl, ein Emulgator und ein ätherisches Öl nach Wahl – mehr ist nicht nötig. Wenn Ihnen das nicht genügt, verraten wir später noch ein paar weitere Ideen.

Welches Basis-Öl soll ich nehmen?

Es sollte ein kaltgepresstes und naturreines Pflanzenöl sein, am besten in Bioqualität. Das kann Sonnenblumenöl sein, aber auch süßes Mandel-, Kokos-, Jojoba-, Traubenkern- oder Distelöl. Auch Olivenöl ist eine gute Basis, allerdings empfiehlt sich ein mildes, das nicht so intensiv riecht. Bei der Entscheidung für ein Öl hilft, was drinsteckt.

  • Sonnenblumenöl zum Beispiel enthält Vitamin E und Linolensäure. Damit hilft sie der Haut bei der Regeneration, wirkt antibakteriell und pflegt sie weich.
  • Süßes Mandelöl dringt tief in die Haut ein und verbessert ihre Elastizität. Die im Öl ebenfalls enthaltene Linolsäure versorgt die Haut mit Feuchtigkeit und schützt sie vor Irritationen. Außerdem ist es nicht-komedogen, was bedeutet, dass es die Talgdrüsen nicht verstopft.
  • Kokosöl ist sehr feuchtigkeitsspendend und es hemmt Entzündungen. Es wirkt hautglättend. Das in ihm enthaltene Vitamin E soll der Hautalterung entgegenwirken. Außerdem enthält es Laurinsäure, die antibakteriell wirken soll.
  • Jojobaöl ist ein wahrer Alleskönner und steckt aus gutem Grund in vielen Pflegeprodukten. Eigentlich ist es kein Öl, sondern ein flüssiges Wachs. Es enthält die Vitamine B6 (gut für den Talgfluss), E (wirkt oxidativ und verzögert die Alterung der Haut) und Provitamin A (auch als Beta Carotin bekannt und sehr hautpflegend). Auch bei Hautenzündungen ist es hilfreich und die in ihm enthaltenden Fette pflegen trockene Haut sanft, ohne sie zu belasten.
  • Traubenkernöl (Achtung, es ist ziemlich teuer) enthält viele Antioxidantien, die die Haut vor freien Radikalen und damit vor Alterung schützen. Es schützt die Haut, wirkt gegen Verhornungen und Entzündungen und kann auch bei unreiner Haut angewendet werden. Außerdem versorgt es die Haut mit Feuchtigkeit.
  • Distelöl reguliert durch seinen hohen Gehalt an Linolsäure die Schutzschicht der Haut und versorgt sie mit Feuchtigkeit. Es wirkt gegen Entzündungen und ist auch für sehr empfindliche Haut geeignet.
  • Olivenöl schließlich spendet viel Feuchtigkeit und schützt die Haut vor dem Austrocknen. Die Haut kann es sehr gut aufnehmen. Es wirkt antioxidativ und fängt freie Radikale ab.

Wieviel Öl brauche ich?

Damit das Badeöl die richtige Konsistenz bekommt, brauchen Sie etwa 100 Milliliter von dem neutralen Öl Ihrer Wahl. Mischen Sie dann noch zehn bis 15 Tropfen ätherisches Öl dazu. Auch hier können Sie nehmen, was Ihnen gefällt: Lavendel etwa hat eine beruhigende Wirkung, Nadelhölzer wie Zirbelkiefer regen leicht an und Zitrusdüfte heitern auf. Eukalyptus hilft gegen Erkältung, Rose beruhigt und regt die Sinne an… Tatsächlich wirken ätherische Öle auf Körper und Psyche – die Aromatherapie befasst sich damit.

Was fehlt noch?

Wenn Sie beide Öle zusammengemischt haben, ist das Badeöl eigentlich fertig. Allerdings löst sich Öl in heißem Wasser nicht gut auf, es bildet einen Film auf der Wasseroberfläche. Fertige Badeöle aus der Drogerie enthalten deshalb Emulgatoren. Die DIY-Alternative: Milch, Sahne oder Honig. Auch diese Zutaten pflegen die Haut. Wenn Sie keine tierischen Produkte einsetzen möchten, können Sie auch Mandel- oder Hafermilch nehmen. Ein kleiner Schuss reicht. Nur noch etwas rühren – und fertig ist der Bade-Genuss! In einer dunklen Flasche aufbewahrt und dunkel gelagert, hält sich das Öl ein paar Wochen.

Ganz romantisch wird es, wenn Sie zum Beispiel noch getrocknete Rosen- oder Lavendelblüten ins Wasser streuen.

Badesalz zum Selbermachen

Übrigens können Sie auch Badesalz ganz einfach selbermachen. Wählen Sie dafür ein ätherisches Öl, das Sie mögen, und geben 15 bis 20 Tropfen in ein ausgewaschenes Glas. Bewegen Sie es ein bisschen, damit sich das Öl am Boden verteilt. Dann kommen 500 Gramm Meersalz (am besten auch in Bio-Qualität) dazu. Verschließen Sie das Glas und schütteln Sie es gründlich. Wenn es ein bisschen durchgezogen ist, können Sie das Salz verwenden.

Verschenken oder selbst genießen: Badekugeln

Sehr schön zum Verschenken oder Sich-Selbst-Verwöhnen sind Badekugeln. Dafür brauchen Sie 250 Gramm Natron, 125 Gramm Zitronensäure, 60 Gramm Speisestärke, 60 Gramm Kokosöl (Bio) und ein ätherisches Öl Ihrer Wahl (zum Beispiel Orange). Zuerst vermischen Sie Natron, Zitronensäure und Speisestärke. Wenn die Kugel bunt sein soll, können Sie etwas Lebensmittelfarbe (Pulver) dazugeben. Dann bringen Sie in einem anderen Gefäß das Kokosöl zum Schmelzen und geben Sie 10 bis 15 Tropfen ätherisches Öl dazu.

Jetzt geben Sie mit einem kleinen Löffel langsam (!) das Ölgemisch zum Pulver im anderen Gefäß. Formen Sie Kugeln daraus (wenn das nicht klappt, kann ein Schuss Öl oder noch etwas Speisestärke helfen). Solange sie noch feucht sind, können Sie die Kugeln mit getrockneten Blüten oder mit Mustern verzieren. Wenn alles fertig ist, kommen die Badekugeln für ein paar Stunden in den Kühlschrank und danach müssen sie noch einige Tage richtig trocknen. Durch das enthaltene Natron lösen sich die Kugeln in der Badewanne sprudelnd auf.

Badeöl zum Kaufen

Natürlich können Sie Badeöle oder Badekugeln auch fertig kaufen. Primavera zum Beispiel hat viele unterschiedliche Duftnoten im Angebot (etwa das Beruhigende Badeöl Bio-Lavendel und Bio-Vanille (100 ml kosten etwa 14 Euro). Wunderbar ist auch das vitalisierende Zitronen-Lemongrass-Bad von Dr. Hauschka. Es ist ein echter Energiespender.

Na, dann kann der Herbst ja kommen!

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