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Die Geheimnisse des Flow

Die Geheimnisse des Flow

Haben Sie schon mal ein Kind beobachtet, das völlig in sein Spiel vertieft war? Es hat alles um sich herum ausgeblendet. „Flow“ nennen Experten diesen Zustand, in dem wir vollkommen in einer Tätigkeit aufgehen. Wenn wir dann nach gefühlten fünf Minuten aufschauen, sind wir verblüfft, dass mehr als eine Stunde vergangen ist. Entdeckt hat dieses Phänomen der im Oktober verstorbene Glücksforscher Mihály Csíkszentmihály.

Flow: Wenn alles fließt…

Flow (das englische Wort bedeutet soviel wie „fließen“) ist ein wunderbarer Zustand. Wir konzentrieren uns ganz und gar auf eine Aufgabe, von der wir wissen, dass wir sie bewältigen können. Sie ist nicht zu leicht, aber auch nicht zu schwer und wir haben die Kontrolle darüber. Deshalb brauchen wir anschließend, wenn wir die Aufgabe gelöst haben, auch kein Lob, denn die Tätigkeit selbst war so befriedigend, dass sie sich wie ein Lohn anfühlt.

Fast jeder Mensch hat einen solchen Zustand schon einmal erlebt. Es ist ein bisschen wie eine Trance, die ihn wirklich alles drumherum vergessen lässt. Der Schriftsteller zum Beispiel „lebt“ in seiner Geschichte und taucht erst wieder daraus auf, wenn sie fertig ist. Und der Wissenschaftler vergisst Hunger und Schlafenszeit, wenn er dabei ist, eine neue Formel aufzustellen oder ein für ihn spannendes Problem zu lösen. 
Auch Extremsportler und beispielsweise Chirurgen kennen den Flow. Sie sind dann vollkommen konzentriert auf eine einzige Aufgabe und lassen sich durch nichts beirren. Auf diese Weise können Höchstleistungen vollbracht werden.

Wie erreiche ich diesen Zustand?

Aber kann man einen Flow-Zustand bewusst herbeiführen? In gewisser Weise schon. Allerdings ist es wichtig, Erwartungshaltungen abzulegen. Flow braucht etwas Spielerisches, und wer ständig darüber nachdenkt, ob es ihm wohl gelingt, seine Arbeit gut zu verrichten, der spielt nicht. Auch Perfektionismus verhindert den Flow.

Natürlich gelingt Flow auch nur dann, wenn Sie eine Tätigkeit ausüben, die Sie wirklich interessiert. Oder – das ist aber eher etwas für Fortgeschrittene – die Sinnhaftigkeit einer Tätigkeit erkennen. Dann kann auch das Fensterputzen in den Flow führen.

Komplett in einer Aufgabe versinken

Um in den Flow zu kommen, muss man seine Distanz zur bevorstehenden Aufgabe überwinden. Nur wenn man darin komplett versinkt, besteht die Chance, diesen Zustand zu erreichen. Aber er ist flüchtig. Vor allem wenn man noch ungeübt ist, können kleine Störungen dafür sorgen, dass man den Zustand wieder verliert.

Trainieren mit Yoga oder Sport

Üben können Sie zum Beispiel mit Hilfe von Yoga. Hier spielt der Wechsel von An- und Entspannung eine wichtige Rolle. Wer ihn beherrscht, der hat es leichter, in Flow zu kommen. Auch Meditation kann hilfreich sein. Sie ist zwar nicht aktiv, schult aber den Geist. Und wenn Sie gerne laufen: Probieren Sie mal Trail Running aus. Die Bewegung auf unebenen Untergründen fördert die Konzentration. Wer sich nicht voll darauf einlässt, riskiert Stürze und Verletzungen. 

Flow und Glück

Auf alle Fälle ist das Erleben von Flow ein echter Glücksmoment. Und schon deshalb lohnt es sich, diesen Zustand häufiger erleben zu wollen. In seinem Buch „Flow: Das Geheimnis des Glücks“ schreibt Mihály Csíkszentmihály, dass Glück nicht etwas ist, das einfach geschieht. Es sei keine Folge angenehmer Zufälle und nichts, was man mit Geld kaufen oder mit Macht bestimmen könne. Es hänge nicht von äußeren Ereignissen ab, sondern eher davon, wie wir sie deuten. Glück ist demnach ein Zustand, für den man „bereit sein muss, den jeder einzelne kultivieren und für sich verteidigen muss. Menschen, die lernen, ihre inneren Erfahrungen zu steuern, können ihre Lebensqualität bestimmen; dies kommt dem, was wir Glück nennen, wohl am allernächsten.“ Also: nichts wie rein in die Laufschuhe oder in eine spannende Tätigkeit, die Sie fordert!

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