• Entdecken
  • my little luxury
  • Reisen
  • 471
  • 0

Spektakuläre Treppen in aller Welt

Spektakuläre Treppen in aller Welt

Mit Treppen ist es so eine Sache. Die einen lieben sie, weil sie wunderbar als Sportgeräte herhalten können. Die anderen meiden sie, weil der Aufstieg anstrengend ist und sie lieber mit dem Fahrstuhl fahren. Faszinierend können sie aber sein, wie das Reiseportal Travelcircus zeigt: Es hat mit my little luxury 16 sehr spektakuläre Treppen auf der ganzen Welt zusammengetragen.

Acht davon liegen in Europa, die längste hat stolze 60.000 Stufen, und eine darf man nicht betreten, wenn man keine Strafe riskieren will. Mit der fängt diese Geschichte auch an.

Treppen in den Himmel: Haiku Stairs (Hawaii/USA)

Viele nennen die Haiku-Treppe in den Koolau-Bergen auf Oahu „Stairway to heaven“ (Treppen zum Himmel). Auf ihr geht es 3922 Stufen nach oben bis auf 600 Meter Höhe. Erbaut wurde sie 1942. Damals bestand sie aus Holz und war für die Verlegung von Telefonkabeln für den Funkturm der US-Marine entstanden. Eine Zeitlang war es erlaubt, die Treppe zu erklimmen – der Ausblick war so großartig, dass viele Menschen den sechsstündigen Aufstieg in Kauf nahmen. Er führt auf sehr schmalen und steilen Wegen teilweise auf dem Grat des Berges entlang.

Heute darf man die Haiku Stairs nicht mehr betreten, denn die inzwischen aus Metall bestehende Treppe ist nicht mehr trittsicher und wurde zudem 2015 bei einem Sturm beschädigt. Restauriert wurde sie bisher nicht – die Höhe macht solche Arbeiten sehr aufwändig. Trotz des Verbotes kommen jedes Jahr Tausende von Menschen. Sie ignorieren Warnschilder und nehmen Strafen von bis zu 1000 Dollar (927 Euro) in Kauf. Inzwischen gibt es Pläne, den „Stairway to Heaven“ abzureißen oder an einen anderen Ort zu verlegen: Auf dem Gelände der in der Nähe gelegenen Kuola Ranch, auf der unter anderem „Jurassic Park“ gedreht wurde, könnte sie zur neuen Attraktion werden.

Die Haiku Stairs bei YouTube

Tiger & Turtle Magic Mountain in Duisburg

„Tiger & Turtle“ in Duisburg F.: Rosel Eckstein/pixelio.de

„Tiger & Turtle“ in Duisburg F.: Rosel Eckstein/pixelio.de

Eine Treppe im klassischen Sinn ist dieses Bauwerk nicht. Sondern eher eine Achterbahn für Fußgänger. Sie ist ein Kunstwerk von Heike Mutter und Ulrich Genth, die sie 2010 entwarfen – sie war eines der Highlights der Kulturhauptstadt 2010 (Essen und das Ruhrgebiet). Sie steht im Duisburger Süden auf der Heinrich-Hildebrand-Höhe im Stadtteil Wanheim und steht gleichzeitig für Stillstand und Bewegung – ein Symbol der Umbruchssituation des Ruhrgebietes.
Das Treppen-Kunstwerk ist 20 Meter hoch und 220 Meter lang. Man kann es, vom Looping abgesehen, komplett betreten. Wenn es dunkel wird, erleluchten 880 LEDs die Stahlskulptur.

Huangshan Mountain in Huanghsan (China)

Wem leicht schwindelig wird, der sollte sich von dieser Treppe fern halten (großes Foto). Alle anderen werden sie lieben: 60.000 Stufen sind zu erklimmen. Die Treppe liegt mitten im spektakulären Huanghsan-Gebirge, das berühmt ist für seine atemberaubenden Felsformationen. Der höchste ist der 1864 Meter hohe Lotosblütengipfel. 1300 Meter davon kann man mit einer Gondel bewältigen, aber die letzten 564 Meter sind nur per Treppe erreichbar. Die 60.000 Stufen winden sich um den Gipfel herum. Neben der schmalen Treppe, die oft nur per Eisenstange oder Seil gesichert ist, geht es steil bergab. Aber die Anstrengung lohnt sich, denn die Aussicht ist großartig.
Wem die Berge bekannt vorkommen: Der Filmproduzent James Cameron „borgte“ sie sich für seine Darstellung der Landschaft in „Avatar“.

El Peñón de Guatapé in Kolumbien

220 Meter hoch und zehn Millionen Tonnen schwer ist der Granitberg, der vor etwa 70 Millionen Jahren entstand und weithin sichtbar ist. Wer vor ihm steht, kann sich nicht vorstellen, dass er über Treppen zu besteigen ist. Bevor sie erbaut wurden, brauchten die Menschen fünf Tage, um den Gipfel zu erreichen. 1954 gelang der erste Aufstieg. Inzwischen ist es dank der Zickzack-Treppe einfacher: Sie hat ber es gibt sie: zickzackförmig und 649 Stufen lang. Anstrengend ist es trotzdem, nach oben zu gelangen, aber der Ausblick auf den Sausee von El Peñol (und vielleicht auch die Einkehr in einem der kleinen Restaurants auf dem Gipfel) entschädigen für alles.

Chand Baori bei Abhaneri (Indien)

Chand Baori F.: Julie Alexander/Pixabay

Treppen auf 13 Etagen: Chand Baori F.: Julie Alexander/Pixabay

Der Stufenbrunnen im Bundesstaat Rajasthan ist ein eindrucksvolles Bauwerk. Erbaut wurde er im 8. und 9. Jahrhundert. In dem Becken wurde das Monsun-Wasser gesammelt, um die sonst trockene Region zu versorgen. Gewidmet ist das Bauwerk dem Hindu-Gott Harshat Mata. Der Brunnen ist über 20 Meter tief, und wer nach unten will, muss 13 Stockwerke und insgesamt 3500 Stufen bewältigen.

Unten ist es um bis zu sechs Grad kühler – sehr angenehm während der Hitzeperiode. Heute ist Chand Baori vor allem Touristenattraktion. Und Filmkulisse: Hier wurden Teile für den Film „The Dark Knight Rises“ gedreht.

Manitou Incline in Manitou Springs (USA)

Profis brauchen kaum mehr als eine Viertelstunde, um die 2744 Stufen der 1,4 Kilometer langen Treppe zu überwinden. Dabei geht es 615 Meter in die Höhe. Mit bis zu 68 Prozent Steigung ist der Aufstieg eine echte Leistung, für die viele Menschen einige Stunden brauchen. Einmal angekommen, erholt man sich aber angesichts der Weitsicht über die Berge von Colorado ganz schnell wieder. Weil der Andrang hoch ist, muss man sich anmelden.

Treppen als Kunstwerk: The Vessel New York

„The Vessel“ F.: Saketh Garuda/Unsplash

Treppen-Kunst: „The Vessel“ F.: Saketh Garuda/Unsplash

Ein Gebäude, das vollständig aus Treppen besteht – das ist das 2019 entstandene „The Vessel“ am High Line Park in New York City. Es hat ein bisschen Ähnlichkeit mit einem gigantischen Bienenstock.

Entworfen wurde das Kunstwerk vom Briten Thomas Heatherwick, der den Besuchern einiges abverlangt: 154 Treppen gibt es hier, dazu Plattformen, die sie verbinden. Wer ganz nach oben in den 15. Stock möchte, der muss 2500 Stufen bewältigen. Von 80 Plattformen aus hat man eine schöne Sicht auf und über die Stadt.
Der Eintritt in „The Vessel“ ist frei, aber Sie brauchen ein Gratis-Ticket, das Sie online bekommen.

La Muralla Roja in Calp (Spanien)

„Rote Mauer“ heißt das Kunstwerk des katalanischen Architekten Ricardo Bofill im Ort Calp an der Costa Blanca. Strenge geometrische Formen lassen die arabisch-mediterrane Baukunst neu aufleben, sie erinnern aber auch ein bisschen an die „Unendliche Treppe“ von M.C. Escher.

Doch sie sind nicht nur eindrucksvoll anzusehen: Die Treppenhäuser gehören zu einem Komplex aus 50 Wohnungen, die Urlauber mieten können. Das Gebäude selbst ist, wie der Name schon andeutet, rot (mit hellen und dunklen Variationen)– es bildet einen reizvollen Kontrast zum Blau des Meeres und des Himmels. Wer einen guten Blickwinkel erwischt, der hat das Gefühl, dass die blauen Treppenstufen in den Himmel übergehen.

Byrampen in Ålesund (Norwegen)

Nur 189 Meter misst der Aksla, Hausberg der Hafenstadt an der Westküste Norwegens, direkt am Eingang zum Geiranger-Fjord gelegen. Der Weg nach oben hat es trotzdem in sich: 418 Stufen verlaufen im Zickzack nach oben zur Aussichtsplattform Byrampen. Der Blick auf den Hafen und die Berge lohnt sich! Und man kann sogar nachts aufsteigen: LED-Lampen machen es möglich.

Spiraltreppen in den Vatikanischen Museen Rom (Italien) 

Treppen in den Vatikanischen Museen F.: Gabi Schoenemann/pixelio.de

Treppen in den Vatikanischen Museen F.: Gabi Schoenemann/pixelio.de

Im Jahr 1932 entwarf der italienische Architekt Giuseppe Momo die beiden ineinander verschlungenen spiralförmigen Rampen dieser Treppe, die von oben einen sehr eindrucksvollen Anblick bieten und zudem ein großartiges Fotomotiv sind.

Wer nach oben steigt, der nimmt die eine, wer nach unten geht, die andere Treppe – und beide begegnen einander unterwegs nicht. Vorbild der Spiraltreppe, die am Ausgang der Vatikanischen Museen in Rom (Italien) liegt, ist die ähnlich eindrucksvolle Bramante-Treppe im gleichen Gebäudekomplex. Sie wurde von Donato Bramante entworfen und 1905 vollendet.

Treppe in Schloss Chambord (Frankreich)

Auch die große Treppe in dem berühmten Loire-Schloss Chambord ist eine Legende. Wie jene in den Vatikanischen Museen ist sie spiralförmig, der Entwurf stammt von Leonardo da Vinci. Auch hier begegnet der Absteigende dem nach oben Gehenden nicht. Die Brücke ist allerdings nur eine von sehr vielen Attraktionen des eindrucksvollen Schlosses.
Ein Artikel über Schloss Chambord

Jacob’s Ladder in Jamestown (St. Helena Island)

Die zu Großbritannien gehörende St. Helena liegt mitten im Atlantischen Ozean, 1800 Kilometer entfernt von Afrika entfernt. Und hier liegt eine der faszinierendsten Treppen der Welt: Jacob’s Ladder war Teil der weltweit ersten pferdebetriebenen Schienenseilbahn. 1871 wurde die heute denkmalgeschützte Jakobsleiter erbaut: Sie hat 699 Stufen und verbindet die Inselhauptstadt Jamestown mit dem Vorort Half Tree Hollow, der auf dem Gipfel des Ladder Hill liegt. Wer von oben auf die Treppe schaut, dem könnte angesichts der steilen Stufen schwindlig werden! Trotzdem lassen sich Sportler nicht davon abhalten, alljährlich im April beim „Festival of Running“ mitzumachen und nach oben zu rennen. Der Rekord liegt bei fünf Minuten und 17 Sekunden.

San Juan de Gaztelugatxe (Spanien)

San Juan de Gaztelugatxe F.: Virginiaetxe/Pixabay.com

Aufstieg über Treppen: San Juan de Gaztelugatxe F. Virginiaetxe/ Pixabay.com

Die Ermita San Juan de Gaztelugatxe ist eine kleine Kirche, die auf einer Felseninsel an der Küste des spanischen Baskenlandes steht. Sie wurde im zehnten Jahrhundert erbaut. Zeitweise lebten hier die Templer, später waren es Einsiedler. Wer zur Kirche möchte, erreicht sie auf einer schmalen Treppe mit 237 Stufen. Berühmt sind die Insel und ist das kleine Bauwerk aber auch noch aus einem anderen Grund: In der Serie „Game of Thrones“ wurden sie zur Festung Drachenstein, in der die Targaryens lebten.

Heaven’s Gate bei Zhangjiajie (China)

Warum dieser Ort „Himmelstor“ heißt, wird jedem klar, der davorsteht. Oben im Fels des Tianmen Mountains klafft eine gewaltige Öffnung, durch die man den Himmel sehen kann. Der Weg bis dorthin ist eine Herausforderung: Erst einmal muss man auf der Tianmen Road 99 enge Kurven fahren und dann 999 Steinstufen erklimmen. In dem Gebiet gibt es noch weitere Sehenswürdigkeiten, etwa eine Gondelfahrt zum Gipfel (der mit sieben Kilometern und einer Dauer von 30 Minuten längsten der Welt)

Boškovićeva Ulica in Dubrovnik (Kroatien)

Dubrovnik wird gerne auch als „Stadt der Treppen“ bezeichnet, und das ganz zu Recht, denn sie liegt auf einem Berg. Wer in der Altstadt unterwegs ist, hat besonders viel zu steigen. Die eindrucksvollste Treppe ist die Boškovićeva Ulica. Zwischen Wohnhäusern, Restaurants, Cafés und Souvenirläden geht es auf einem schmalen, steilen Weg nach oben.

Treppen aus der Natur: Angel’s Landing (USA)

Angel's Landing F.: TC_Perch/Pixabay.com

Angel’s Landing F.: TC_Perch/Pixabay.com

Die Stufen dieser Treppe wurden von der Natur „gebaut“. Sie führt auf den 1765 Meter hohen gleichnamigen Gipfel, der zu den höchsten im Zion Nationalpark gehört. Der Weg nach oben ist insgesamt 8,6 Kilometer lang und anfangs leicht zu bewältigen, zum Schluss aber führt er beinahe senkrecht nach oben.

Dieser Teil erfordert Mut, denn es gibt nur eine Metallkette, die die Wanderer absichert. Der Weg lohnt sich aber, denn der Blick über den Nationalpark ist atemberaubend. Hinweis: Weil der Andrang so groß ist, gibt es eine Ticket-Lotterie.

Das könnte Sie auch interessieren:

Treppenlauf

Anzeige:

Schreibe einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *